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Transsiberian
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Regie
Brad Anderson
Drehbuch
Brad Anderson, Will Conroy
Produzent
Julio Fernández
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 106 min Land Großbritannien, Deutschland Kinostart 11.12.2008 DVD-Start 21.08.2009 Verleih Universum Film |
Story
Das amerikanische Ehepaar Jessie und Roy hat sich für seine Rückreise aus China eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn vorgenommen. Roy, der Eisenbahn-Fan, hofft, damit seiner Frau, einer ehemaligen Weltenbummlerin, eine Freude zu machen. Die Fahrt verläuft zunächst recht ereignislos, bis das Pärchen Abby und Carlos in ihr Abteil zusteigen. Carlos macht einen windigen Eindruck, aber Abby scheint das Herz auf dem rechten Fleck zu haben. Als Roy bei einem Zwischenstopp den Zug verpasst, bieten Abby und Carlos an, mit Jessie auszusteigen und auf ihn zu warten. Eine Pause mit weit reichenden Folgen. Als Roy einen Tag später und mit dem undurchsichtigen Drogenfahnder Grinko im Schlepptau wieder auftaucht, hat sich die Welt ein Stück weiter gedreht. Carlos scheint verschwunden und Jessie hat es eilig weiter zu reisen. Sie ist nervös und fahrig und macht damit Grinko misstrauisch. In den verschneiten Wälder Sibiriens lockt er das Ehepaar in die Einsamkeit, um ihnen auf den Zahn zu fühlen…
Schauspieler
Emily Mortimer, Woody Harrelson, Kate Mara, Eduardo Noriega, Ben Kingsley, Thomas Kretschmann, Etienne Chicot, Mac McDonald, Colin Stinton, Perlis Vaisieta
Filmkritik von Melanie Frommholz
Mit „Transsiberian“ ist Regisseur Brad Anderson, der auch das Drehbuch mitschrieb, ein atmosphärisch dichter und optisch sehenswerter Thriller gelungen. Der Amerikaner versteht es, aus einer scheinbaren Allerweltssituation Abgründe zu entwickeln, in denen sich die Hauptfiguren dann verlieren. Seine Charaktere scheinen unbescholtene Menschen, doch unter der Oberfläche brodelt es. Woody Harrelson ist der Inbegriff des gutmütigen Amerikaners, während man Emily Mortimer an seiner Seite schon eher Geheimnisse zutraut. Als doppelzüngiger Polizist überzeugt Ben Kingsley, auch wenn man ihn schon diabolischer sehen konnte. Eduardo Noriega und Kate Mara komplettieren den Hauptcast.
Leider lässt Anderson bei der Inszenierung das ein oder andere Mal die Logik fahren, doch da die Spannungskurve stimmt, verzeiht man gerne, dass Hauptfigur Jessie als treibendes Moment der Handlung zu diesem Zweck konsequent das falsche tut. Auch stört es scheinbar keinen, wenn mal eben ein ganzer Zug geteilt und die Lock nebst drei Wagen abgehängt wird. Durch die Idee, die Handlung fast ausschließlich in einem Zug spielen zu lassen, wird zusätzlich Beklemmung und Druck erzeugt, der sich in diesem Thriller hervorragend macht und sich als kluger Schachzug erweist. Zusammengepfercht auf engem Raum wird es immer schwerer, die Fassade aufrecht zu halten. Jede der Figuren scheint ihre finsteren Geheimnisse zu haben und erst nach und nach erahnt man als Zuschauer, dass es hier wahrlich nicht um eine harmlose Zugfahrt geht. Am Ende spielt Brad Anderson dann die ganze brutale Palette unserer dunklen Vorstellungen über die Verhältnisse in Russland aus.
Trotz kleiner Schwächen beweist Brad Anderson mit „Transsiberian“ erneut seine Thriller-Qualitäten und liefert mit einer stimmigen Besetzung einen spannenden Film.
Wissenswertes
„Transsiberian“ wurde an Originalschauplätzen in China, Litauen und Russland gedreht.
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Kommentare
Esther schreibt am 23.09.08, 21:36
Habe den Film gestern in der Sneak gesehen - grottenschlecht.
Fesselt überhaupt nicht, man kommt sich erst vor wie einem Softporno, dann gehts nicht weiter und auf einmal kommen zusammenhangslose und unrealistische Sequenzen die zum Schlafen einladen. Unnötig auch die brutalen Sequenzen die urplötzlich auftauchen...
Leider, leider nicht so gut wie angekündigt...
flo schreibt am 18.08.09, 13:42
Der Film ist an sich gelungen. Dennoch beginnt er sehr schleppend...am Ende wird es spannend. 3 von 5
