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Die Frau am Ende der Straße (TV)
Die Frau am Ende der Straße
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Regie
Claudia Garde
Drehbuch
Thomas Schwank
Genre Drama Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2007 DVD-Start 20.11.2009 Verleih ARD |
Story
Martina, Stefan und der kleine Daniel hoffen, ein neues Leben beginnen zu können. Die Familie zieht in eine Neubausiedlung in einem kleinen Vorort. Martina ist Bibliothekarin und musste zuvor ein Jahr in ihrem Job aussetzen. Es war ein Krisenjahr für die ganze Familie - Martinas Wahnvorstellungen waren so schlimm, dass sie nur mit therapeutischer Hilfe und Psychopharmaka überleben konnte. Doch jetzt scheint alles wieder einigermaßen im Lot zu sein und die kleine Familie hofft auf einen Neuanfang. Doch das trügerische Glück währt nicht lange, Martina ergeht sich erneut in Wahnvorstellungen, fühlt sich von den Handwerkern, harmlosen Nachbarn und sogar von der Schulfreundin ihres Sohnes bedroht. Ihrem Mann Stefan unterstellt sie, ein Verhältnis mit der netten Nachbarin zu haben und ihr Verhalten wird immer seltsamer und gefährlicher. Bald gelingt es Stefan nicht mehr, die psychischen Probleme seiner Frau vor den Nachbarn geheim zu halten.
Schauspieler
Maren Eggert, Matthias Brandt, Inga Busch, Thorsten Merten, Lennart Bartels
Filmkritik von Stefanie Rufle
Es ist wirklich beeindruckend, wie überzeugend, ja fast schon beklemmend echt Maren Eggert die labile Ehefrau und Mutter spielt. Die Mimin ist ein echtes Talent - keinen Zweifel lässt sie daran, wie verzweifelt, hoffnungslos und traumatisch der Zustand ist, in dem sich ihre Figur befindet. Dieses dunkle Loch, die Einsamkeit und bodenlose Angst der Protagonistin - all das kann man beim Zuschauen fast körperlich spüren. Großartige Darstellung kann man da nur schlicht sagen. Mit "Die Frau am Ende der Straße" ist Regisseurin Claudia Garde ein beklemmendes Psychodrama gelungen, das den traurigen Alltag einer beängstigend hohen Anzahl von Menschen erzählt. Gerade die Dunkelziffer, die dazu führt, dass psychisch kranke Menschen gezwungen sind, ihr Schicksal hinter einer heilen Fassade zu verbergen, ist ein zentrales Thema dieses Films. Nach außen muss alles stimmen, niemand darf erfahren, wie es den Kranken und ihren Angehörigen tatsächlich Tag für Tag ergeht. Hier kommt es aber nicht zu Schwarz-Weiß-Malereien, der Film hält mit Verurteilungen hinter den Berg und ergeht sich nicht in Klischees. Er erzählt schlicht den Alltag einer Familie, die nicht weiß, wie sie mit dem, was ihr geschieht, umgehen soll. Eine großartige Schauspielerriege stellt bestürzend glaubhaft einen Strudel aus Angst und Paranoia dar, dem sich der Zuschauer einfach nicht entziehen kann.
