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Dorian Blues
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Regie
Tennyson Bardwell
Drehbuch
Tennyson Bardwell
Produzenten
Tennyson Bardwell, Frank D'Andrea, Portia Kamons, Mary-Beth Taylor
Genre Drama (Gay) FSK 12 Filmlänge 88 min Land USA, 2004 Kinostart 28.09.2006 DVD-Start 28.11.2006 Verleih Pro-Fun Media |
Story
Dorian Lagatos ist schwul. Eine Erkenntnis, die er erst kürzlich gewinnen konnte. Bei seiner farblosen Mutter und seinem dominanten Tyrannenvater ja auch irgendwie kein Wunder. Sein Bruder Nicky, der stolze Spross des Vaters, ist der erste, der es erfährt. Sicherlich auch für ihn alles andere als leicht, schließlich lebt die Familie in einer Kleinstadt und der Ruf ist hier noch mehr als heilig. Doch Dorian kann nicht anders und muss auch seine Eltern endlich einweihen. Bevor er jedoch diesen immens wichtigen Schritt gehen kann, muss erst einmal ein Therapeut zur Motivation her...
Schauspieler
Michael McMillian, Lea Coco, Steve Fletcher, Mo Quigley, John Abele, Austin Basis, Ryan Kelly Berkowitz, Richard Burke, Chris Dallman, Carl Dana, Leslie Elliard, Ryan Garrett, Sian Heder, Portia Kamons, Cody Nickell
Filmkritik von Thomas Ays
Machen wir uns nichts vor. Filme funktionieren nur dann, wenn derjenige, der sie sich ausgedacht hat, auch für die optische Umsetzung verantwortlich ist. Wenn die Figuren stimmen, ist der Rest quasi ein Selbstlauf. Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Tennyson Bardwell hatte diesen Selbstlauf und schuf mit Dorian einen Protagonisten, der nicht nur geradezu farbenfroh geraten ist, sondern auch durchweg sympathisch. Eine Figur, der man überall hin folgen möchte. Michael McMillian spielt seine Rolle, als hätte er nie etwas anderes getan und darf Sätze denken und aussprechen, für die ein Schauspieler vermutlich über so manche („Kollegen-)Leiche gehen würde. Poetisch, sensibel und authentisch schrieb Tennyson Bardwell die Worte, die berühren und oftmals laut lachen lassen. Auch Lea Coco als Dorians Bruder Nicky ist grandios. Gemeinsam weben sie ein Brüderbild, von dem manch ein anderer nur träumen kann.
"Dorian Blues" ist ein durchgängig aussagekräftiges Filmdebüt geworden, in dem die Balance zwischen Tragik und Komik wunderbar gehalten wird. Manchmal wurden manche Szenen zwar etwas arg übersitzt inszeniert, insgesamt ist dieser Film aber ein tolles und herausragendes Beispiel des Genre Coming-Out-Movie.
Wissenswertes
"Dorian Blues" erhielt folgende Auszeichnungen:
"Special Jury Award" (FORT LAURDERDALE Int. Film Festival)
"Publikumspreis" (LAKE PLACID Film Festival)
"Bester Spielfilm" (OUTFEST Los Angeles)
"Emerging Maverick" (CINEQUEST Film Festival)
"Publikumspreis" (CINEQUEST Film Festival)
"Bester Spielfilm" (LONG ISLAND International Film Expo)
"Publikumspreis" (PHILADELPHIA Gay & Lesbian Film Festival)
"Bestes Drehbuch" (NEWFEST Gay & Lesbian Film Festival)
"Bestes Drehbuch" (BAHAMAS International Film Festival)
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