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Head On
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Regie
Ana Kokkinos
Drehbuch
Andrew Bovell, Mira Robertson, Ana Kokkinos
Produzent
Jane Scott
Genre Drama (Gay) FSK 16 Filmlänge 104 min Land Australien Kinostart 27.07.2000 Verleih Pro-Fun |
Story
Ari hat die Nase voll - im wahrsten Sinne. Denn während seine Freund noch trinken, sich verloben und sich in ihr scheinbar vorgezeichnetes Leben begeben, weiß Ari nicht, wohin. Dann doch lieber Drogen, Sex und regelmäßige Streitigkeiten mit seinem Vater. Die Tatsache, dass er sich dann auch noch in Sean verliebt, verkompliziert die Sache nur noch...
Schauspieler
Alex Dimitriades, Paul Capsis, Julian Garner, Tony Nikolakopoulos, Elena Mandalis, Eugenia Fragos, Damien Fotiou, Andrea Mandalis, Maria Mercedes, Dora Kaskanis, Alex Papps, Vassili Zappa
Filmkritik von Thomas Ays
Ungeschminkt und brutal schmeißt Regisseurin Ana Kokkinos ihre Zuschauer in die nicht einfache und ein wenig zu künstlerisch inszenierte Geschichte. Dabei wird vor allem eines deutlich: Hauptdarsteller Alex Dimitriades sieht nicht nur verboten gut aus, er trägt auch die Handlung einwandfrei und verleiht seinem nicht einfach zu spielenden Charakter echte Tiefe.
Auch wenn "Head on" ein wenig zu depressiv geraten ist, müssen diesen Streifen vor allem jene gesehen haben, die weitab vom Mainstream ihren Filmgenuss suchen.
Wissenswertes
"Head On" ist nur in englischer Originalversion mit deutschen Untertiteln erhältlich.
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Kommentare
Arno Abendschön schreibt am 03.11.07, 11:26
Es ist ein großartiger Film. Er gehört in die Kategorie absolutes Meisterwerk. Die etwas knappe Kritik hier möchte ich ergänzen. Der Film hat viele Facetten, er handelt u.a. von Sex, Drogen und Rassismus. Er schildert die Problematik der zweiten Generation im Einwanderungsland Australien. Zitat: "Hier hasst jeder jeden." Ari ist wie viele andere arbeitslos. Er ist nicht nur Drogenkonsument, er dealt auch selbst. Extrem problematisch seine Sexualität: Obwohl eindeutig homosexuell, scheint es ihn insgesamt mehr zu Frauen hinzuziehen. Vielleicht hasst er sogar die eigene Sexualität und scheitert daher in seinen Beziehungen. Außerdem hat er ein stark gestörtes Verhältnis zu seinem Vater, der sich noch als Familienpatriarch fühlt und aufspielt, es jedoch in der Realität Australiens nicht mehr sein kann. Ari kann sich noch daran erinnern, wie sein Vater ihn als Kleinkind in Athen zu Demonstrationen gegen die Diktatur mitgenommen hat, und er verachtet den Heuchler und Spießer, der er in seinen Augen in Australien geworden ist. Ari vermisst nicht nur das politisch-gesellschaftlich
Relevante im Leben seiner Umgebung, er leidet auch unter dem Fehlen jeder Transzendenz. Eine ausschließlich materiell orientierte Existenz kann ihn nicht befriedigen. Am Schluss akzeptiert er sich als einen, dem nicht zu helfen ist und der dem Untergang geweiht ist. Das hat wirklich Größe.

