Beruf: Reporter

Professione: reporter

Filmplakat Beruf: Reporter
Regie Michelangelo Antonioni  Drehbuch Peter Wollen, Michelangelo Antonioni, Mark Peploe  Produzent Carlo Ponti 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 125 min
Land Italien, Frankreich, Spanien  Kinostart 16.05.1975  DVD-Start 04.07.2006  Verleih Sony Pictures

Story

Der Reporter Locke ist völlig ausgebrannt und mehr als unzufrieden mit seinem Leben. Als er sich in der Sahara befindet, um dort ein Interview zu machen, findet er im Hotel seinen Zimmernachbarn tot im Bett auf. Offensichtlich hatte der Mann, der Locke verblüffend ähnlich sieht, einen Herzanfall. Kurzentschlossen nimmt Locke die Papiere des Mannes an sich und hat somit eine neue Identität, von der er hofft, sie möge aufregender sein, als seine eigene. Von nun an folgt Locke den Verabredungen im Notizbuch seines Doppelgängers, die ihn nach London, München und Spanien führen. Allmählich geht dem ehemaligen Reporter auf, dass der Tote ein Waffenhändler war, der Geschäfte mit afrikanischen Rebellen machte. Locke bleibt nur noch die Flucht, auf der er einer fremden, jungen Frau begegnet, in die er sich verliebt. Doch unversehens gerät er immer tiefer in die Geschäfte des toten Waffenhändlers hinein – und muss erkennen, dass er sich mächtige Feinde geschaffen hat.

Schauspieler

Beruf: Reporter Jenny Runacre, Charles B. Mulvehill, Jack Nicholson, Maria Schneider, Ian Hendry, Steven Berkoff

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 4 von 5 Ms Beruf: Reporter Obwohl Regisseur Michelangelo Antonioni mit „Beruf: Reporter“ einen Thriller inszeniert hat, ist dies in erster Linie das Porträt eines in der Lebenskrise befindlichen Mannes. Eine Rolle wie geschaffen für Jack Nicholson, der sie auch mit Bravour und mühelos meistert. An seiner Seite die faszinierende Maria Schneider, die zwar neben dem großen Mimen nicht restlos überzeugen kann, dennoch aber eine beachtliche Leistung abliefert. Der schnelle Wechsel zwischen den diversen Schauplätzen lässt „Beruf: Reporter“ an ein Roadmovie erinnern und verleiht dem Streifen eine ganz eigene Faszination. Die wird noch durch die radikale Bildsprache des Regisseurs verstärkt – ganz lange Kameraeinstellungen sprechen hier für sich. Berühmt wurde der Film vor allem durch die siebenminütige Kamerafahrt am Ende des Films, die dem Zuschauer jede Menge Raum für eigene Interpretationen lässt. Antonioni hat mit seiner Vermischung von Realität und Vorstellung einen durchaus sehenswerten Thriller geschaffen, der sich aber vor allem durch die unglaubliche Präsenz eines genialen Jack Nicholson auszeichnet.



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