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Fette Welt
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Regie
Jan Schütte
Drehbuch
Klaus Richter, Jan Schütte
Produzent
Prof. Dr. Günter Rohrbach
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 89 min Land Deutschland Kinostart 28.01.1999 DVD-Start 15.10.2007 Verleih Senator Film |
Story
Hagen Trinker ist obdachlos, trinkt, raucht, weiß nicht, wo er am Abend schlafen soll. Es ist ein Leben, das nicht viele aushalten würden. Doch er findet sein Leben eigentlich ganz gut so, wie es ist. Er hat sich damit abgefunden, nie zu lieben, glücklich zu sein und so etwas wie ein normales Leben zu führen. Doch dann tritt die 15jährige Ausreißerin Judith in sein Leben - und alles ändert sich. Hagen verliebt sich in die „Prinzessin“, wie sie manche nennen und es beginnt tatsächlich wenig später eine Romanze der märchenhaften Art. Doch dann bricht alles zusammen und Hagen muss sich entscheiden, ob er doch noch bereit ist, für etwas zu kämpfen...
Schauspieler
Jürgen Vogel, Julia Filimonow, Stefan Dietrich, Sibylle Canonica, Lars Rudolph, Ursula Straetz, Thomas Thieme, Jürgen Hentsch, Ernst Stötzner
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur und Co-Autor Jan Schütte zeigt mit "Fette Welt" schonungslos eine andere Seite unserer Republik, die wir nur allzu gern ausblenden. Es ist eine Welt, die oft behandelt wurde und ebenso oft in Klischees versinkt. Und auch Schütte behandelt das Thema letztlich zu inkonsequent. Was soll es denn nun eigentlich sein? Einen Blick in die Welt der Obdachlosigkeit? Ein Biopic? Eine gesellschaftskritische Geschichte mit Botschaft? Nichts dergleichen. Es scheint, als könne sich dieser Streifen nicht entscheiden, was er sein will. Ein wenig mehr Botschaft wäre an vielen Stellen sehr hilfreich gewesen und hätte den großartigen Jürgen Vogel hilfreich unterstützt. Der Schauspieler ist erneut authentisch und überzeugend in seiner Rolle des Hagen Trinker und auch seine Kollegen wissen in ihre Rollen zu finden. Beim Deutschen Filmpreis wurde beispielsweise Lars Rudolph als bester Nebendarsteller absolut verdient nominiert.
„Fette Welt“ ist unterm Strich also ein Film, der sich zwischen kritischer Auseinandersetzung und Charakterstudie nicht recht entscheiden kann. Dabei bleibt die Spannung auf der Strecke, so dass die knapp 90 Minuten oft sehr schleppend wirken. Es sind lediglich die Schauspieler, die ein enorm gutes Bild hinterlassen.
