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Californication (TV-Serie) - Staffel 3
Californication - Season 3
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Regie
David Duchovny, David Von Ancken, Bart Freundlich, Michael Lehmann, John Dahl, Adam Bernstein, Seith Mann, Stephen Hopkins
Drehbuch
Tom Kapinos, Gina Fattore, Daisy Gardner, Matt Patterson
Produzent
John H. Radulovic
Genre TV-Serie (Comedy) FSK 18 Filmlänge 325 min Land USA, 2009 DVD-Start 07.07.2011 Verleih Paramount Pictures |
Story
Weil seine schriftstellerische Karriere nicht unbedingt erfolgreich verläuft, nimmt Hank Moody widerwillig eine Stelle als Professor für Literatur am College an. Sein Agent und bester Freund Charlie muss sich derweil in seiner neuen Agentur eingewöhnen, in der ihm seine dortige Chefin Sue Collini immer wieder sexuelle Avancen macht, die letztendlich auch dafür verantwortlich sind, dass seine Frau Marcy die Scheidung einreicht und ihr gemeinsames Haus verkaufen will. Da Karen in New York ist, schläft sich Hank wieder einmal durch sämtliche Betten und verärgert damit seine Tochter Becca, die gerade eine schwere Zeit durchmacht und ihren Vater als einzige Bezugsperson sieht. Als Hank merkt, was für eine Lawine er mit seinen Bettgeschichten losgetreten hat, ist es fast schon zu spät…
Schauspieler
David Duchovny, Natascha McElhone, Madeleine Martin, Pamela Adlon, Evan Handler, Kathleen Turner, Diane Farr, Ellen Woglom, Embeth Davidtz, Peter Gallagher, Eva Amurri, Kevin Corrigan, Stephen Root, Mary Gross, James Frain, Jason Beghe, Carla Gallo, Madeline Zima, Peter Fonda, Rick Springfield
Kritik von Sascha Koch
Was die Verantwortlichen vor und hinter der Kamera, allen voran Showrunner Tom Kapinos und Hauptdarsteller David Duchovny, mit der dritten Staffel von „Californication“ geschaffen haben, ist erneut alle Ehren wert. Auch wenn die großen Lachanfälle, die vor allem die erste Staffel häufig hervorbrachte, weitestgehend ausbleiben, gelingt es der Serie fortwährend im positiven Sinne neben der Spur zu bleiben und somit Fernsehunterhaltung zu bieten, die einzigartig bleibt.
Die dritte Staffel ist den Erwartungen nach wieder an Ungezügeltheit, Offenherzigkeit, Verrücktheit und Unvorhersehbarkeit kaum zu übertreffen. Hank Moody´s Karriere ist weiterhin kaum als solche zu bezeichnen und so versucht sich das schriftstellerische One-Hit-Wonder als Dozent an der Universität, wo ihn selbstredend an jeder Ecke Versuchungen in Form junger Studentinnen und vereinsamter Lehrerkolleginnen erwarten, während „seine Frau“ in New York ist und Tochter Becca gerade die schlimmste Zeit des Teenieseins durchlebt. Ordentlich Stoff also, um wieder eine Staffel mit zwölf einmaligen und unterhaltsamen Episoden zu schaffen.
Aber wie schon bei den beiden vorhergehenden Staffeln, lohnt sich auch in der dritten Runde wieder ein zweiter Blick. Was sich zunächst gänzlich oberflächlich anhört, entpuppt sich erneut als sehr tiefgründig. „Californication“ hat, im Vergleich zu anderen Formaten, eine andere Herangehensweise, gewisse Thematiken zu behandeln. Während sich die Serie auf den ersten Blick nur um das Thema „Sex“ zu drehen scheint, lautet die eigentliche Thematik „Leben“ und daraus resultierend die Frage nach einer genauen Definition für „Liebe“, die es nach Aussage der Serie gar nicht gibt. Viel mehr zeigt „Californication“ die Relativität von „Liebe“ im Zusammenspiel mit körperlicher und emotionaler Verbundenheit. Hier ist vor allem die Beziehung zwischen Hank und Karen interessant, deren Liebe zueinander nicht unbedingt den gesellschaftlichen Normen entspricht, trotzdem aber für die beiden lebensbeherrschend ist.
„Californication“ ist und bleibt die derzeit beste „Comedy“-Serie, wobei man auch der dritten Staffel nicht gerecht wird, sie eben in jenes Segment zu stecken. Mit viel schlüpfrigem und schwarzem Humor, aber eben auch mit Tiefgründigkeit und dem Talent unterschwellig wichtige Fragen des Lebens zu beantworten und sinnvolle Botschaften zu vermitteln, wandelt diese Dramedy stets zwischen feuchten Augen und einem herzhaften Lachen. Ebenso das Dramatische wie auch das Komödiantische an den Drehbüchern zu verkörpern, vermag eine herausragende Darstellerriege, die von David Duchovny erstklassig angeführt wird. Gaststars wie die köstliche Kathleen Turner, der abgehalfterte Musikstar Rick Springfield oder der irrwitzige Jason Beghe tragen ihr Ihriges dazu bei, dass die dritten Staffel der von den Emmy- und Golden Globe-Juroren viel zu wenig gewürdigten Serie ein voller Erfolg wird.
Alles in allem eine Staffel, bei der Drama und Humor so dicht beieinanderliegen, dass hier von einer erstklassigen „Dramedy“-Serie zu reden ist, der es immer wieder gelingt zu polarisieren, zu schocken, zu berühren und eben auch zum Nachdenken anzuregen. Gerade jener letzte Aspekt ist der große Verdienst dieser Serie und auch Ursprung ihrer durchaus sehr intelligenten und facettenreichen Machart. Immer noch ein absolutes US-Qualitätsformat!
Da bleibt nur noch zu sagen: „Collini out!“
Wissenswertes
Im Staffelauftakt „Ein denkwürdiges Dinner“ führte Hauptdarsteller und ausführender Produzent David Duchovny selbst Regie.
Peter Fonda in einer Gastrolle und Rick Springfield in einer Nebenrolle spielen sich in der dritten Staffel selbst. Springfield war vor allem in den 1970ern und 1980ern durch seine Musik berühmt geworden, versuchte sich jedoch auch in Serien wie „General Hospital“ als Schauspieler.
Episodenguide:
• Ein denkwürdiges Dinner
• Der Gastdozent
• Ein Blick hinter die Fassade
• Vierecksbeziehung
• Jugendfreunde
• In Vino Veritas
• Also, die Sache ist die…
• Das Apartment
• Ein schlechtes Vorbild
• Männerabend
• Das Tribunal der Frauen
• Mia Culpa
Die Serie umfasst folgende Staffeln:
Californication (TV-Serie) - Staffel 1
Californication (TV-Serie) - Staffel 2
Californication (TV-Serie) - Staffel 3
Californication (TV-Serie) - Staffel 4
Californication (TV-Serie) - Staffel 5
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