King of California

The King of California

Filmplakat King of California
Regie Michael Cahill  Drehbuch Michael Cahill  Produzenten Randall Emmett, Michael B. London, Alexander Payne, Avi Lerner 
Genre Tragik-Komödie  FSK 12  Filmlänge 93 min
Land USA  Kinostart 15.11.2007  DVD-Start 19.06.2008  Verleih 3L Filmverleih

Story

Miranda ist gerade mal 17 Jahre alt, als ihr Vater Charlie aus einer psychiatrischen Klinik entlassen wird. Charlie ist manisch-depressiv und Miranda kann ein Lied davon singen, was es bedeutet, einen Vater zu haben, der "anders" ist. In diesen zwei Jahren ist es Miranda endlich gelungen, wenigstens etwas Normalität in ihr Leben zu bekommen. Sie hat einen Job, hat es geschafft, sich ein Auto zu kaufen - kurz, sie ist mit ihrem Leben so einigermaßen zufrieden. Als sie Charlie aus der Anstalt abholt, ahnt sie schon, dass es mit ihrem ruhigen Leben nun endgültig vorbei ist. Obwohl sie ihren Vater wirklich liebt, wünscht sie sich fast schon, er würde aus ihrem Leben verschwinden, ist er doch seltsamer und wunderlicher denn je. Langsam kehrt wieder das altvertraute Chaos im Haus ein und Miranda weiß nie, auf welche neue Verrücktheit sie sich wieder gefasst machen muss.

Die ist schon im Anzug - Charlie hat die fixe Idee, dem sagenhaften Schatz eines spanischen Eroberers aus dem 17. Jahrhundert auf die Spur gekommen zu sein. Sein "Ausgrabungswerkzeug" verschlingt eine große Menge Geld - über die Charlie nicht verfügt. Doch er ist fest entschlossen, diesen Schatz auszugraben. Dass an der Stelle, an der er ihn vermutet, ein Supermarkt steht, kann Charlie nicht von seinem Vorhaben abhalten. Ausgerechnet Miranda soll ihrem Vater nun helfen, an die heißersehnten Golddublonen zu kommen.

Schauspieler

King of California Michael Douglas, Evan Rachel Wood, Allisyn Ashley Arm, Willis Burks II, Willis Chung, Greg Davis jr., Ashley Greene, Anna Khaja

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 5 von 5 Ms King of California Ein unglaublich komischer, tragischer, tieftrauriger und doch so überaus witziger Film ist Regisseur Michael Cahill hier gelungen. Michael Douglas als manisch-depressiver Vater, der in seiner ganz eigenen Welt lebt und trotzdem versucht, seiner Tochter irgendwie ein Vater zu sein ist schlicht grandios. Zu Beginn mag man es fast nicht glauben, es hier tatsächlich mit dem großen Mimen zu tun zu haben, zu skurril und abgefahren wirkt er in seiner Rolle. Doch je länger man ihm zuschaut, desto stärker wird das Gefühl, hier tatsächlich einen am Leben zerbrochenen Mann zu erleben, jemanden, der in einer Welt lebt, die andere nicht betreten können und der dort ganz einsam seinen Weg geht. Dabei gelingt Douglas die Gratwanderung zwischen Komik und Drama par excellence. Nie hat man das Gefühl, manipuliert zu werden, nie wird auf die Tränendrüse gedrückt. Der Film erzählt das Schicksal zweier Menschen, die keine andere Wahl haben, als anzunehmen, was das Leben für sie bereit hält - das Leben ist eben, wie es ist. Evan Rachel Wood spielt die Miranda stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge, zeigt, dass das Zusammenleben mit einem psychisch kranken Vater einerseits die Hölle ist, dass es aber andererseits auch ein riesiger Gewinn ist, einen solchen Menschen zu kennen.

"King of California" ist ein Film, der nicht nur schwarz oder weiß kennt. Hier gibt es viele bunte, schillernde Farben und jede Menge graue Töne bis ins tiefe Schwarz hinein. Die Botschaft, die am Ende bleibt ist: Traue dich, deine Träume zu leben. Nichts ist unmöglich, du musst nur daran glauben und es ist egal, was die anderen von dir denken.



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Kommentare

Ricky schreibt am 31.10.11, 01:26
Der Teil mit der Polizistin ist nicht lächerlich, sondern ein ziemlich cleverer Kniff. Autor/Regisseur Cahill versteckt darin nämlich den Hinweis, dass Charlie seine Ziele erreicht, auch wenn die Hürden scheinbar noch so hoch sind. Er wagt und er gewinnt. Das macht er bei der Polizistin und das macht er auch bei den PolizistEn. Nämlich durch die unnachahmlich kauzige, naive Unbeirrbarkeit eines Underdogs.

Und was bitte soll der peinliche Vergleich mit "Abbitte"???
Peggy schreibt am 15.11.07, 09:33
Also der Teil mit der Polizisten ist lächerlich - erst verzichtet sie auf den Strafzettel und dann gehts in die Kiste? Mittelmäßiger Film!
Lieber Abbitte gucken!
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