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The Grey - Unter Wölfen
The Grey
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Regie
Joe Carnahan
Drehbuch
Joe Carnahan, Ian Mackenzie Jeffers
Produzenten
Joe Carnahan, Jules Daly, Mickey Liddell, Ridley Scott, Tony Scott
Genre Abenteuer FSK 16 Filmlänge 117 min Land USA Kinostart 12.04.2012 Verleih Universum Film |
Story
Am Ende der Welt sammeln sich jene Männer ohne Perspektive und bohren nach Öl. Damit sie ungestörter arbeiten können sorgt John Ottway für ein wolffreies Arbeitsumfeld. Er schützt die Arbeiter vor den Angriffen der wilden Tiere, in dem er sie erschießt. Ottway und seine Bohrkollegen sind auf dem Rückflug in die Zivilisation, als ihr Flugzeug in einen heftigen Sturm gerät und in der Eiswüste von Alaska abstürzt. Neben dem Jäger überleben nur sechs weitere Männer. Zusammen machen sie sich zu Fuß auf Richtung Süden, wo sie Hilfe vermuten. Hunger und Kälte sind dabei noch ihre kleinsten Probleme, denn ihr Weg führt sie mitten durch das Jagdgebiet eines Wolfsrudels und die klugen Tiere haben ihre neue menschliche Beute bald umzingelt und treiben sie unerbittlich vor sich her…
Schauspieler
Liam Neeson, Frank Grillo, Dermot Mulroney, James Badge Dale, Joe Anderson, Nonso Anozie, Dallas Roberts, Ben Bray, Anne Openshaw, Peter Girges, Jonathan Bitonti, James Bitonti, Ella Kosor
Filmkritik von Melanie Frommholz
2010 inszenierte Joe Carnahan „Das A-Team - Der Film“ und setzte in einer der Hauptrollen auf Liam Neeson. Nun, zwei Jahre später, kehrt das Gespann mit dem packenden Überlebensfilm „The Grey – Unter Wölfen“ zurück auf die große Leinwand. Die Idee zu der Geschichte liefert eine Kurzgeschichte von Ian Mackenzie Jeffers, der zusammen mit Carnahan auch das Drehbuch schrieb. Den beiden Autoren ist eine jener ursprünglichen, geerdeten Geschichten gelungen, die uns zu den essentiellen Fragen und Dingen des Lebens führt und mit ungeschönten Wahrheiten fesselt. Mit Liam Neeson setzte Filmemacher Carnahan auch auf den richtigen Schauspieler. Neeson trägt die Handlung zu jeder Zeit. Auge in Auge mit dem Wolf wird der Mensch plötzlich zur Beute und zum Spielball der Elemente in der Eishölle Alaskas. „The Grey – Unter Wölfen“ thematisiert diese allgegenwärtige Bedrohung eindrücklich als den nackten Kampf ums Überleben, der er ist und als elektrisierenden Wettlauf mit dem Rudel. Die Wölfe sind dabei überzeugend animiert, aber nie so präsent, das man sich an sie gewöhnen würde. Ihre plötzlichen Überfälle aus dem Hinterhalt heizen die bedrohliche Stimmung immer wieder an. Schon bald kann man sich Joe Carnahans Geschichte nicht mehr entziehen. Es ist ein gnadenloser Kampf mit der Natur, in dem die Instinkte alles sind und rationale Erklärungen nur bedingt helfen. Joe Carnahan wählt dafür eine schnörkellose Inszenierung, die nicht zuletzt durch eine überzeugende Kameraarbeit auch ungemein dynamisch ist, uns ganz dicht an das Geschehen heranführt und bis zum Schluss nicht mehr aus seinen Fängen lässt. „The Grey“ arbeitet so auch Urängste und Hoffnungen schmerzvoll authentisch heraus. Die Geschichte thrillt und man bangt von Beginn an mit den sieben Überlebenden, hofft und fiebert mit. Doch was noch wesentlicher ist, sie bringt uns dazu über die wirklichen wichtigen Dinge im Leben nachzudenken. In Ausnahmensituationen wie dieser zeigt sich, was für ein Mensch man ist, wen man liebt und an was man glaubt. Joe Carnahan gelingt es mittels seiner unterschiedlichen Figuren auf eindringliche Art und Weise uns in diese Situation mitzunehmen, so dass man sich im Kinosessel fast genauso ausgeliefert fühlt, wie diese Männer in den Wäldern Alaskas. Und noch etwas lehrt uns „The Grey – Unter Wölfen“: Die Demut vor der Natur, die nicht barmherzig ist und nicht fair, sondern in der das Glück mit dem Stärkeren ist und es letztlich nur zählt ob man seinen Frieden für sich gefunden hat, wenn es Zeit ist zu gehen.
Das Drehbuch basiert auf der Kurzgeschichte "Ghost Walker" von Ian Mackenzie Jeffers.