Autistic Disco

Filmplakat Autistic Disco
Regie Hans Steinbichler  Drehbuch Melanie Rohde  Produzent Frizzi Kurkhaus 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 80 min
Land Deutschland  Kinostart 09.10.2008  DVD-Start 26.04.2010  Verleih Zorro Film

Story

In den Alpen, drei Stunden von jeglicher Zivilisation entfernt, zwingt eine Sozialarbeiterin 7 junge straffällige junge Erwachsene zum abgeschiedenen Leben. Hier sollen sie wieder Gemeinschaft und soziales Leben lernen. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht ganz anders aus. Selbsthass, Gier nach Anerkennung und nach Liebe stehen auf dem Programm…

Schauspieler

Autistic Disco Benjamin Bieber, Samia Muriel Chancrin, Anne Grabowski, Andreas Meyer, Nina Mohr, Kirsten Potthoff, Ulrich Rechenbach, Sara Spennemann, Ditte Schupp, Markus Böker

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 3 von 5 Ms Autistic Disco „Puh!“ Das mögen viele Zuschauer nach „Autistic Disco“ denken und sagen. Ohne Erklärung, ohne sich im Vorfeld zu informieren, wird man mit einem riesengroßen „?“ aus dem Kino gehen. Und, unter uns: Das Fragezeichen ist gigantisch groß.
Regisseur Hans Steinbichler experimentierte hier mit jungen Schauspielschülern. Aus einer Idee wurde Ernst, Steinbichler ließ seine Schüler während der Drehzeit auf dieser Hütte vollkommen allein und fing anschließend die Stimmung mit der Kamera ein. Die ist im Übrigen wahrhaft sensationell. Kamerafrau Bella Haben macht hier einen schier einmaligen Job und fängt die großartigen Schauspieler eindrucksvoll ein. Das, was hier jetzt nun sehr positiv klingt, ist es auch, zumindest aus der experimentellen Sicht gesehen: „Autistic Disco“ ist toll und wirklich ausdrucksstark. Man kann unendlich viel in diesem Film hineininterpretieren. Selbst der Regisseur sprach von „anstrengend“ und „mühsam“. Das ist dieser Film alles tatsächlich. Man soll ihn auch nicht verstehen, so der Regisseur. Wenn man das alles weiß, wenn man weiß, das man für diesen Film einfach nicht „zu blöd“ war, wenn man weiß, das „Autistic Disco“ als Experiment gesehen werden MUSS, dann wird man ihn bestimmt mit anderen Augen sehen, als wenn man „einfach so“ in diesen Film geht und ihn mal eben „weg konsumiert“.
Fazit: „Autistic Disco“ ist kein Film für ein breites Publikum. Genau genommen weiß man gar nicht, für wen dieser Film eigentlich gemacht ist. Fest steht, dass dieser Streifen vor allem dann punktet, wenn man mit dem Regisseur im Anschluss sprechen kann. Dann kennt man den Hintergrund und kann zumindest ansatzweise diesen Film gut oder eben schlecht finden.



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