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Das Schneckenhaus (TV)
Das Schneckenhaus
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Regie
Michael Proehl
Drehbuch
Michael Proehl
Genre Mystery FSK - Filmlänge 88 min Land Deutschland, 2006 Verleih HR |
Story
Katharina und ihre Tochter Laura haben einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten. Katharinas Mann ist bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Laura war bei dem Unfall mit im Auto und ist seither blind. Das Mädchen ist schwer traumatisiert und der triste Betonblock, in den sie nach dem Tod des Vaters mit ihrer Mutter gezogen ist, trägt nicht gerade dazu bei, ihren Lebenswillen wieder zu wecken. Hinzu kommt, dass Katharina das unheimliche Gefühl beschleicht, dass etwas mit dem neuen Heim ganz und gar nicht stimmt. Obwohl sie von einigen Nachbarn äußerst freundlich aufgenommen wird, fühlt sie sich nicht so richtig wohl hier, erscheinen ihr die Mitbewohner doch etwas mysteriös. Die freundliche Nachbarin Rita erholt sich nach einem enorm schweren Sturz verdächtig schnell und auch mit dem alleinstehenden Dr. Bator stimmt ganz offensichtlich etwas nicht. Währenddessen freundet sich die blinde Laura mit dem schweigsamen und überaus höflichen Jon an, hinter dessen freundlicher Fassade aber etwas Abgründiges verbirgt.
Schauspieler
Andrea Sawatzki, Ulrich Tukur, Laura-Charlotte Syniawa, Christoph Bach, Manred Zapatka, Grit Boettcher
Filmkritik von Stefanie Rufle
Na ja, dieses Mysterydrama mit "The Others" zu vergleichen, erscheint dann doch etwas sehr dick aufgetragen. Doch ist "Das Schneckenhaus" zugegebenermaßen ein ziemlich packendes und stellenweise sehr unheimliches Drama, bei dem aber nicht zu übersehen ist, dass doch so manches von großen Vorbildern wie "Rosemaries Baby" oder "Wenn die Gondeln Trauer tragen" abgeschaut wurde. Das tut aber insgesamt der Spannung keinen Abbruch, verzichtete Regisseur Michael Proehl doch völlig auf billige Effekthascherei. Hier stehen die Darsteller im Vordergrund, allen voran die durchaus überzeugende Andrea Sawatzki und Ulrich Tukur in einer leider etwas kleinen Rolle. Doch auch Laura-Charlotte Syniawa als blinde Laura und Christoph Bach als undurchschaubarer Jon machen ihre Sache gut. Hier ist eine packende Geschichte gut umgesetzt worden und vor allem der Schluss macht diesen Film sehenswert.
