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Devot
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Regie
Igor Zaritzki
Drehbuch
Igor Zaritzki
Produzent
Igor Zaritzki
Genre Erotik Thriller FSK 16 Filmlänge 90 min Land Deutschland Kinostart 18.11.2004 DVD-Start 14.07.2005 Verleih Academy Films |
Story
Als Henry die junge Prostituierte Anja zu sich mit nach Hause nimmt, ahnen sie wohl beide noch nicht, in welch verhängnisvolle Situation sie sich damit gebracht haben. Schnell stellt sich heraus, dass Anja gar keine Prostituierte ist, sondern ein ganz anderes Geheimnis mit sich herumträgt. Um diesem jedoch genauer auf die Schliche zu kommen, müssen allerdings noch einige bedrohliche und spannungsgeladene Stunden vergehen. Das Katz- und Mausspiel kann beginnen…
Schauspieler
Annett Renneberg, Simon Böer, Tomek Piotrowski, Sophia Littkopf
Filmkritik von Kathrin Lang
"Ich glaube an die Mysterien des Lebens, ich glaube an die Gewalt der Liebe und der Untreue, ich glaube an das schmerzlich Unberechenbare unseres Tuns." (Max Frisch)
Mit diesem Zitat des bekannten Schweizer Literaten beginnt „Devot“, ein deutscher Film von Igor Zaritzki. Glaubt man zu Beginn noch, dass es überaus gewagt sein könnte, ein solches Zitat diesem Film vorauszuschicken, so wird man schnell eines Besseren belehrt. Genau wie es Max Frisch oft getan hat, beschäftigt sich auch „Devot“ mit der Identitätsfrage. Wer bin ich eigentlich? Oder: Wer könnte ich sein? Hier werden Lebenswelten und mögliche Identitäten entworfen, verworfen und wieder neu gestaltet. Entstanden ist dadurch ein toll inszeniertes und gut ausgeklügeltes Kammerspiel, das sich gleich durch mehrere Dinge auszeichnet: Als Schauplatz wurde ein finsteres und düsteres Loft gewählt, das für die beiden Protagonisten als Bühne dient - unheimlich, reizvoll und mysteriös zugleich. Diese Atmosphäre wird durch das Vorhandensein von lediglich zwei Personen fortgeführt und gipfelt in der beklemmenden, aber dennoch sehr geheimnisvollen Musik, die dieses überaus reizende Katz- und Mausspiel umrandet. Die Story führt ihren Zuschauer gleich mehrere Male in die Irre. Immer wieder werden neue Wege eingeschlagen, bis man sich irgendwann selbst, neben den beiden Protagonisten stehend, in einem nicht enden wollenden Labyrinth wiederfindet. Die Frage nach der Auflösung dieser Geschichte darf deshalb nicht gestellt werden. Bis zum Schluss bleibt verborgen, wer nun wer ist. Das spielt auch keine Rolle, lebt „Devot“ doch von dieser Unklarheit über das eigene Selbst – oder ist es die Angst des Zugeständnisses?
