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Das Herz ist ein dunkler Wald
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Regie
Nicolette Krebitz
Drehbuch
Nicolette Krebitz
Produzent
Tom Tykwer
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 86 min Land Deutschland Kinostart 27.12.2007 DVD-Start 04.07.2008 Verleih Warner Bros. Pictures Germany (X-Verleih) |
Story
Marie weiß im Grunde ihres Herzens schon länger, dass die Ehe mit ihrem Mann Thomas nicht mehr so läuft. Die beiden Kinder rauben ihr die letzte Kraft und machen sie zu müde für Anderes. Thomas hingegen fordert sie immer seltener auf doch wieder einmal etwas zu zweit zu machen. Als Musiker Thomas eines Morgens seine Geige vergisst, fährt Marie ihm kurz entschlossen hinterher, um sie ihm zu bringen. Und entdeckt das Unfassbare. Nur wenige Straßen weiter hat Thomas eine zweite Familie. Mit Haus und Kind und allem Drum und Dran. Maries Welt bricht zusammen und sie erkennt, dass ihr Mann direkt vor ihrer Nase die ganze Zeit noch ein völlig anderes Leben gelebt hat.
Schauspieler
Nina Hoss, Devid Striesow, Bella Brunnet, Chloé Brunnet, Marc Hosemann, Angelika Taschen, Franziska Petri, Monica Bleibtreu, Bruno Brunnet, Otto Sander
Filmkritik von Melanie Frommholz
Wie reagiert man, wenn einem von jetzt auf gleich der Boden unter den Füßen weggezogen wird, man erkennt, dass das eigene Leben nur eine Seifenblase war, die gerade geplatzt ist? Die einen befreien sich, mobilisieren Kraftreserven und schauen nach vorne. Doch die anderen geben auf, brechen zusammen und überlassen der Verzweiflung das Feld. „Das Herz ist ein dunkler Wald“ begleitet die Hauptfigur Marie genau an diesem Scheideweg. Kein leichtes Thema, das von Regisseurin und Drehbuchautorin Nicolette Krebitz mutig und unkonventionell angegangen wurde. So manifestiert sich die innere Verzweiflung Maries auf einem nächtlichen Kostümball letztlich nicht nur durch die beeindruckende schauspielerische Darstellung von Nina Hoss, sondern auch durch die eigentümlichen Charaktere denen sie hier begegnet. Rückblenden finden auf einer einfachen Theaterbühne statt und geben Aufschluss über enttäuschte Hoffnungen und eine Beziehung, die immer weiter in die klassische Rollenverteilung „Frau zuhause bei den Kindern, Mann immer unterwegs“ hineinmanövrierte. Immer schneller dreht sich der Strudel um Marie und damit auch um den Zuschauer, der sich den Ereignissen immer weniger entziehen kann. Auch wenn man früh ahnt, wohin die Reise geht, hofft man bis zum Schluss auf ein anderes Ende.
"Das Herz ist ein dunkler Wald" ist der zweite Langfilm der Regisseurin
Nicolette Krebitz, die als Schauspielerin unter anderem schon zweimal den Adolf Grimme Preis erhielt.
