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Rama Dama
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Regie
Joseph Vilsmaier
Drehbuch
Martin Kluger, Joseph Vilsmaier
Produzent
Joseph Vilsmaier
Genre Kriegs-Drama FSK 6 Filmlänge 107 min Land Deutschland Kinostart 10.01.1991 Verleih Senator Film |
Story
Kati Zeiler kämpft sich mit ihrem kleinen Friseursalon in München mehr schlecht als recht durch. Ihr Mann Felix ist an der Ostfront und Kati, die hochschwanger ist, muss sich den Lebensunterhalt für sich und ihre Tochter Marie selbst verdienen. Dann kommt der Bombenangriff, der Katis Wohnung und den Friseursalon zerstört und Kati zwingt, mit Marie aufs Land zu fliehen. Dort kommt die zweite Tochter Theres zur Welt. Nach Kriegsende kehren die drei in den Trümmerhaufen München zurück. Kati schlägt sich nun als Trümmerfrau und Straßenbahnschaffnerin durch und gibt die Hoffnung nicht auf, dass Felix bald zurückkehren wird. Immer wieder geht sie mit seinem Foto zum Bahnhof, schaut sich die Kriegsheimkehrer genau an und weiß doch nicht ganz sicher, ob Felix überhaupt noch am Leben ist. Auf dem Bahnhof lernt sie eines Tages den Kriegsheimkehrer Hans kennen, der sich der vaterlosen Familie annimmt. Hans kennt möglicherweise Felix, hat ihn irgendwo an der Front kennengelernt. Der junge Mann gibt Kati immer wieder Hoffnung, unterstützt sie, wo er nur kann - und gehört immer mehr zur Familie. Kati gesteht sich nur zögerlich ein, dass die Gefühle, die sie für Hans hegt, mehr als nur freundschaftliche sind. Doch je geringer die Chancen werden, dass Felix je wieder zurückkehrt, desto näher kommen sich Kati und Hans. Dann steht eines Tages Felix vor der Tür...
Schauspieler
Dana Vávrová, Werner Stocker, Hans Schuler, Ivana Chylková, Josef Kemr, Renate Grosser, Elisabeth Bertram, Janina Vilsmaier, Theresa Vilsmaier
Filmkritik von Stefanie Rufle
Der Münchner Oberbürgermeister forderte die Bürger nach Kriegsende mit dem Zuruf "Rama dama" auf, München vom Kriegsschutt zu befreien. Regisseur Vilsmaier inszenierte im Stil des "Neuen Heimatfilms" einen bewegenden Film über das Schicksal der tausende von Trümmerfrauen, die nach dem Krieg gezwungen waren, das Land wieder lebensfähig zu machen. Anhand der Liebesgeschichte von Kati und Hans wird ein Stück Zeitgeschichte bearbeitet und gleichzeitig das Drama vieler Menschen in der damaligen Zeit beschrieben. So viele Frauen gaben damals irgendwann die Hoffnung auf die Heimkehr ihres Mannes auf, verliebten sich neu und mussten sich dann zwischen zwei Männern entscheiden - der neuen Liebe und dem Mann, der oft verbittert aus dem Krieg heimkehrte. Zig Familien waren von diesem Schicksal betroffen, so viele Kinder erkannten ihre Väter nicht einmal mehr wieder, als die plötzlich vor der Tür standen. Sehr einfühlsam wird mit diesem heiklen Thema umgegangen und Dana Vávrová spielt die Frau, die den Glauben an die Rückkehr ihres Mannes nicht aufgeben mag und deshalb nur zögerlich die Gefühle für den anderen Mann zulassen will, äußerst sensibel. An ihrer Seite ist zum letzten Mal Werner Stocker als Hans zu sehen, der nach den Dreharbeiten seinem schweren Krebsleiden erlag. Nicht umsonst galten diese beiden lange Zeit als neues Traumpaar des deutschen Films - ihr Zusammenspiel ist auch in diesem Film wieder äußerst beeindruckend und harmonisch. Übrigens wirkten hier neben Vilsmaiers Ehefrau Vávrová auch noch die beiden gemeinsamen Töchter mit. "Rama Dama" ist ein durch und durch gelungenes Nachkriegsdrama, das jeder Deutsche unbedingt gesehen haben sollte.
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Kommentare
Helga schreibt am 08.02.09, 17:42
Bin total erschüttert nach dem Tod von Dana Vávrová, nachdem ich heute nochmal Herbstmilch gesehen habe, bin ich wirklich traurig. Was waren Werner Stocker und Frau Vávrová für einmalige Schauspieler, Menschen die man nie vergisst.
Sabine schreibt am 08.02.09, 15:32
Ich mochte Werner Stocker sehr und als ich gestern vom Tod von Dana Vávrová hörte, war ich schon sehr traurig. Zwei supertolle Schauspieler, die nun nicht mehr unter uns weilen :-(((

