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Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
Valkyrie
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Regie
Bryan Singer
Drehbuch
Christopher McQuarrie, Nathan Alexander
Produzenten
Gilbert Adler, Christopher McQuarrie, Bryan Singer
Genre Historien-Drama FSK 12 Filmlänge 117 min Land USA Kinostart 22.01.2009 DVD-Start 20.07.2009 Blu-ray-Start 20.07.2009 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Als im Jahr 1943 immer deutlicher wird, mit welchem blinden Wahnsinn Hitler seine Truppen in den Untergang führt, formiert sich um den bisher linientreuen Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg eine Widerstandstruppe. Ziel ist es, den von der Wehrmacht konzipierten Plan zur Verhinderung von Aufständen unter der zivilen Bevölkerung zum Umsturz von Hitler und seinen Getreuen zu verwenden. Dieser Plan, genannt „Operation Walküre“, wird von Stauffenberg und Henning von Tresckow so umgewandelt, dass es zu einer Machtergreifung des Ersatzheeres kommen soll. Stauffenberg wird zum Organisator der „Operation Walküre“ und ist zugleich der einzige, der das geplante Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 ausführen kann.
Schauspieler
Tom Cruise, Kenneth Branagh, Bill Nighy, Tom Wilkinson, Carice van Houten, Thomas Kretschmann, Terence Stamp, Eddie Izzard, Kevin McNally, Christian Berkel, Jamie Parker, David Bamber, Tom Hollander, David Schofield, Kenneth Cranham, Halina Reijn, Werner Daehn, Harvey Friedman, Matthias Schweighöfer, Waldemar Kobus, Florian Panzner, Ian McNeice, Danny Webb, Chris Larkin, Matthew Burton, Philipp von Schulthess, Wotan Wilke Möhring, Christian Oliver, Bernard Hill, Julian Morris, Helmut Stauss, Tim Williams
Filmkritik von Stefanie Rufle
„Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat“ soll die Geschichte einer mutigen und bewundernswerten Aktion erzählen, deren Ziel das Ende von Hitler-Deutschland war. Eine Geschichte also von großen Helden und deren absoluter Entschlossenheit – eine Geschichte, wie sie Hollywood liebt. Genau das ist es dann auch, was aus „Operation Walküre“ wurde – ein leider sehr eindimensional erzähltes und etwas verklärtes Helden-Epos. Vor allem das naive Helden-Bild ist es, was hierbei ärgert. Von der Ambivalenz des deutschen Widerstands ist hier so gar nichts zu spüren und Tom Cruise mit seinem ewig gleichen „Top Gun“, „Tage des Donners“, „Jerry Maguire“-Gesichtsausdruck trägt wenig dazu bei, hier etwas davon spüren zu lassen, was es tatsächlich bedeutete, damals im Widerstand tätig zu sein. Dass Florian Henckel von Donnersmarck Tom Cruise als „Deutschlands Hoffnung“ bezeichnet hat, soll hier gar nicht kommentiert werden, wohl aber die Tatsache, dass „Operation Walküre“ über die weithin bekannten Fakten hinaus kaum Aufklärungsarbeit leistet. Sicherlich bietet dieser Film für einige historisch ungebildete Menschen die Erkenntnis, dass es in Nazi-Deutschland tatsächlich einen Widerstand gab – und dafür kann man dann tatsächlich dem Kassenmagneten Tom Cruise danken. Doch mehr als eine Korrektur des teilweise immer noch verbreiteten von der NS-Vergangenheit geprägten Deutschlandbildes ist „Operation Walküre“ dann auch nicht.
Obwohl Cruise seine Sache als Stauffenberg nicht schlecht macht und auch gewohnt routiniert spielt, hat er, gemeinsam mit den Drehbuchautoren, leider nur einen sehr eindimensionalen Protagonisten zu bieten. Die Schattenseiten Stauffenbergs und seine fragwürdige Rolle in der Vergangenheit bleiben im Dunkeln, Regisseur Bryan Singer präsentiert uns im Gegenteil eine Lichtgestalt, bei der von Nazivergangenheit keine Rede mehr ist. Leider vergibt der Film hier das große Potential seiner Hauptfigur und auch die übrigen Darsteller bleiben leider, bis auf wenige Ausnahmen, seltsam blass. Alles in allem ist „Operation Walküre“ ein sehr naiver Film geworden, der die damaligen Ereignisse sehr vereinfacht und nicht immer historisch korrekt darstellt. Technisch versiertes und professionell gemachtes Kino, das über lange Strecken wirklich spannend ist – nur leider kaum etwas mit der deutschen Geschichte während des Dritten Reichs zu tun hat.

