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No Country for Old Men
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Regie
Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch
Joel Coen & Ethan Coen
Produzenten
Ethan Coen, Joel Coen, Scott Rudin
Genre Thriller FSK 12 Filmlänge 122 min Land USA Kinostart 28.02.2008 DVD-Start 06.10.2008 Blu-ray-Start 06.10.2008 Verleih Universal Pictures |
Story
Vietnam-Veteran Llewelyn Moss stößt in einem einsamen Wüstenstrich auf die Überreste eines Massakers. Überall liegen Leichen und sogar die Hunde wurden erschossen. Offensichtlich hat Llewelyn es hier mit dem Ergebnis eines eskalierten Drogendeals zu tun, denn ganz in der Nähe findet er bei einem weiteren Toten eine Tasche, die einen wahren Geldsegen enthält. Kaum hat er allerdings die Geldtasche an sich genommen, wird ihm auch schon klar, dass das ein Fehler war, denn er wurde gesehen und nun haftet sich die Drogengang, die ihre zwei Millionen Dollar wiederhaben will, an seine Fersen. Jetzt bleibt Llewelyn nur noch die Flucht und noch ahnt er nicht, dass ein eiskalter Killer hinter ihm her ist. Anton Chigurh kennt kein Mitleid mit seinen Opfern, wer ihm in die Quere kommt, den tötet er mit einem Pressluft-Bolzenschussgerät. Die Spur von Leichen, die Chigurh auf der Jagd nach Llewelyn zurücklässt, ruft den alten Polizeichef Ed auf den Plan, der ahnt, dass er es hier mit einem wahren Monster zu tun hat. Inzwischen ist Llewelyn mit dem Geld die Flucht nach Mexiko gelungen, doch wenn Anton Chigurh einmal Blut gerochen hat, gibt er nicht auf und es gibt keinen Ort, an dem er sein Opfer nicht aufspüren würde…
Schauspieler
Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald, Barry Corbin, Garret Dillahunt, Tess Harper
Filmkritik von Stefanie Rufle
Mit „No Country for Old Men“ präsentieren die Coen-Brüder dem Publikum einen weiteren Geniestreich. Viermal mit dem OSCAR belohnt, u. a. als Bester Film - dieser Goldsegen ist mehr als verdient. Hier wird eine blutrünstige und durch und durch brutale Geschichte betont lakonisch erzählt und Javier Bardem spielt den bestialischen Killer derart emotionslos, dass es einem permanent Gänsehaut verursacht. Auf fast schon philosophische Art und Weise entscheidet er über Leben oder Tod seiner Opfer und betont dadurch noch das personifizierte Böse, das er darstellt. Völlig zu Recht wurde er für diese eindringliche und überzeugende Leistung mit einem OSCAR belohnt. Doch auch Josh Brolin als argloser Llewelyn, der sich unversehens inmitten einer blutigen Hölle wieder findet, kann durchaus überzeugen. Die beiden liefern sich ein Duell, das es in sich hat und das nicht eine Sekunde lang Langeweile aufkommen lässt.
Joel und Ethan Coen gelingt es, mit düsteren Bildern voll roher Gewalt die durch und durch pessimistische Grundstimmung der Buchvorlage von Cormac McCarthy umzusetzen. Es geht hier um die nicht mehr einzudämmende Gewalt, die Herrschaft von Verbrechen und Korruption, die mehr und mehr auf das Land übergreift und damit ist „No Country for Old Men“ ein Film, der keine Hoffnung zulässt. Die Coen-Brüder übermitteln diese zerstörerische Botschaft mit Hilfe von Symbolen und Aphorismen, die einfach nur genial sind. Sie haben einen Film geschaffen, der viele Elemente eines klassischen Western enthält und doch auch völlig anders ist. „No Country for Old Men“ zieht einen von der ersten Minute an in seinen Bann und das, was er aussagen möchte, lässt einen auch lange hinterher nicht mehr los.
Wissenswertes
„No Country for Old Men“ basiert auf dem gleichnamigen Roman des Pulitzer Preisträgers Cormac McCarthy.

Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Drama, Beste Regie
Gewonnene Golden Globes
Bester Nebendarsteller (Javier Bardem), Bestes Drehbuch
OSCAR-Nominierungen
Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton-Schnitt, Bester Ton-Mix,
Gewonnene OSCARs
Bester Film, Beste Regie, Bester Nebendarsteller (Javier Bardem), Bestes Drehbuch (Adaption)
| Besucherbewertung |
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Kommentare
chris schreibt am 24.09.08, 00:07
Dieser Film ist anders als andere Filme und damit besonders gut. Da wäre z. b. zu erwähnen, dass es so gut wie keine Musikuntermalung gibt. Man stelle sich einige Filme ohne Musik vor: undenkbar!! Aber dieser Film schafft es, eine gnadenlose Spannung auch ohne Musik aufzubauen. Die Bilder, die Wahl der Location (einsame Wüstenlandstriche), die überwiegend ruhige Kamera- und Schnittechnik und nicht zuletzt der absolut coole psychopathische Killer mit seiner schon jetzt Kult gewordenen 70er Jahre Frisur machen den Film zudem was er ist: ein absolut cooles und brutales Meisterwerk!
Einziger Wehrmutstropfen: Der Film hat irgendwie kein richtiges Ende. Da wo man als Zuschauer eigentlich wissen möchte, wie es mit dem Killer weitergeht, endet der Film mit einer Vision.
