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Starbuck
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Regie
Ken Scott
Drehbuch
Ken Scott, Martin Petit
Produzent
André Rouleau
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 103 min Land Kanada Kinostart 16.08.2012 DVD-Start 15.01.2013 Blu-ray-Start 15.01.2013 Verleih Ascot Elite |
Story
David Wozniak ist 42 Jahre alt und hat sein Leben immer noch nicht im Griff, sondern lebt als wäre er noch immer 18 Jahre und für nichts verantwortlich. Fiesen Typen schuldet er 80.000 Dollar und die verstehen keinen Spaß, wie sie unmissverständlich klar machen. Zu dumm, dass das mit der Hanfplantage in der Küche nicht klappen will. Als ihm seine Freundin Valérie eröffnet, dass er Vater wird, zieht David die Reißleine. Es ist Zeit Ordnung in sein Leben zu bringen. Doch dann kommt der Tag, an dem der Anwalt einer Fruchtbarkeitsklinik in David Küche steht und ihm eröffnet, dass sich seine früheren Samenspenden größter Beliebtheit erfreut haben. Sage und schreiben 533 Kinder hat David mittels Becherchen unter den Decknamen Starbuck gezeugt. Und 142 von ihnen wollen nun wissen, wer ihr leiblicher Vater ist…
Schauspieler
Patrick Huard, Julie LeBreton, Antoine Bertrand, Dominic Philie, Marc Bélanger, Igor Ovadis, Patrick Martin, David Michael, David Giguère, Sarah-Jeanne Labrosse
Filmkritik von Melanie Frommholz
Als Regisseur und Drehbuchautor Ken Scott und sein Koautor Martin Petit anfingen an der Geschichte von „Starbuck“ zu schreiben, hatten sie an einen Samenspender mit 150 Kindern gedacht und fanden diese Zahl bereits extrem hoch. Die Realität holte die beiden jedoch schnell ein, als kurze Zeit später die Geschichte eines Mannes bekannt wurde, der 500 gezeugt haben sollte. Die 533 Kinder von „Starbuck“ liegen damit durchaus im reellen Rahmen. Letztlich ist es aber nicht die sensationsträchtige Anzahl der geglückten Befruchtungen oder die moralische Frage künstlicher Befruchtungen, die man aus dieser kanadischen Komödie mitnimmt, sondern die Erkenntnis herzerfrischende und sympathische Darsteller gesehen zu haben und die Strahlkraft einer im Grunde einfachen Geschichte, die es durchweg versteht zu berühren. „Starbuck“ ist eine Komödie geworden, die von Vaterschaft erzählt. Von jener für die man sich entscheidet, und von jener die plötzlich in das Leben tritt. Das erzählt Ken Scott manchmal zu rund und glatt aber nie aufgesetzt oder gekünstelt und immer mit viel Herzblut für seine Hauptfigur. Wie David sich seinen Kindern nähert, versucht unbemerkt einen Einblick in ihr Leben zu bekommen und für sie da zu sein, ist voll von kleinen beglückenden Momenten, spontanem Witz und Wärme. Letztlich zeigt „Starbuck“ ein Stück Leben und einen Mann, der versucht alles richtig zu machen. Einerseits bricht der Film auf amüsante und herrlich komische Weise eine Lanze dafür, dass es wichtig ist zu wissen woher man kommt, anderseits beleuchtet Ken Scott was es heißt Vater zu sein, Verantwortung zu übernehmen, dafür aber auch Glück zu empfangen, wenn man am Wenigsten damit rechten. Der Filmemacher schafft es dabei weitestgehend die üblichen Klischees zu umschiffen und dem Stoff sowohl Tiefgang als auch Leichtigkeit zu geben. Wer lässt sich so eine Geschichte nicht gerne im Kino erzählen.
Der Film wurde im kanadischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.
