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Die Schwester der Königin
The Other Boleyn Girl
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Regie
Justin Chadwick
Drehbuch
Peter Morgan
Produzenten
Alison Owen, David M. Thompson
Genre Historien-Drama FSK 12 Filmlänge 115 min Land USA Kinostart 06.03.2008 DVD-Start 08.07.2008 Verleih Universal Pictures |
Story
Am Hofe Heinrichs VIII beherrschen Intrigen und das Buhlen um die Gunst des Monarchen das Tagesgeschehen. Heinrichs Vorliebe für schöne Frauen ist bekannt und so versucht auch die Familie Boleyn über diesen Weg in den inneren Machtzirkel Englands zu gelangen. Als bei einem Jagdausflug die junge Mary Boleyn die Aufmerksamkeit des Königs erringt, ist die Sache klar. Sie soll als seine Geliebte den Einfluss der Familie mehren. Und tatsächlich scheint zwischen Mary und Heinrich bald mehr zu sein, als nur gespielte Zuneigung. Sehr zum Missfallen von Marys Schwester Anne. Diese hat selbst ein Auge auf den König geworfen, wird aber vom Vater zunächst an den französischen Hof verbannt. Von dort zurück setzt sie alles daran, die Gunst des Königs zu gewinnen. Als Vater Boleyn erkennt, dass Heinrich Marys überdrüssig ist, weil diese ihm keinen Erben schenkt, fördert er Anne ohne Rücksicht auf Marys Gefühle. Aus den einst innig verbundenen Schwestern, werden erbitterte Rivalinnen.
Schauspieler
Natalie Portman, Eric Bana, Scarlett Johansson, Mark Rylance, Kristin Scott Thomas, Jim Sturgess, David Morrissey, Ana Torrent, Benedict Cumberbatch, Oliver Coleman, Eddie Redmayne
Filmkritik von Melanie Frommholz
Heinrich VIII war eine schillernde Persönlichkeit der Weltgeschichte und eine zentrale Figur in den tief greifenden religiösen Veränderungen, die England durchlief. Seine Taten sowie die Verbindung mit Anne Boleyn und die Existenz deren Schwester Mary sind belegt. Reichliche Hintergrundinformationen waren also vorhanden. Mit einem Blick auf die vielversprechende Besetzungsliste, die von Natalie Portman, Scarlett Johansson und Eric Bana angeführt wird , durfte ein packender Historienstreifen erwartet werden. Leider legt die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Philippa Gregory jedoch seinen Schwerpunkt stark auf die mit berauschenden Kostümen und aufwändigen Sets opulent in Szene gesetzte ménage à trois zwischen Heinrich VIII und den beiden Boleyn-Schwestern und vernachlässigt die politisch-kirchlichen Gesamtzusammenhänge. Zudem stößt auf, dass die Boleyn-Schwestern doch recht stereotyp und verklärt dargestellt werden. Während die blonde Scarlett die gute Seele in Person ist, bleibt der dunkelhaarigen Natalie Portman der Part des berechnenden, machthungrigen Biests. Beide Schauspielerinnen füllen ihre Rollen zwar gewohnt überzeugend aus, doch in der Gesamtschau verliert der Film durch diese Festlegung. Auch Eric Bana darf als Heinrich VIII scheinbar lediglich seinen Wahn nach einem männlichen Erben ausleben und wirkt dabei auf seine Triebe reduziert.
„Die Schwester der Königin“ – Ein Historienfilm der mit starken Einzelsequenzen und einer sehenswerten Optik punktet, der aber aus seinem Aufgebot an ausdruckstarken Charaktermimen zu wenig macht.
"Die Schwester der Königin" basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Philippa Gregory. Film wie Buch erzählen aus der Sicht von Mary Boleyn und schildern den Aufstieg ihrer Schwester Anne zur Königin von England.
