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Stalingrad
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Regie
Joseph Vilsmaier
Drehbuch
Johannes Heide
Produzenten
Hanno Huth, Prof. Dr. Günter Rohrbach, Robert Arnold, Joseph Vilsmaier
Genre Kriegs-Drama FSK 16 Filmlänge 138 min Land Deutschland Kinostart 21.01.1993 DVD-Start 20.02.2003 Verleih Senator Film |
Story
Mit Stalingrad kam die Wende im Zweiten Weltkrieg: Im Winter 1942/43 kreiste die Rote Armee die deutschen Truppen rund um die Stadt ein und hielten sie monatelang in Atem. Über eine Million Menschen kamen bei dieser Militäraktion ums Leben. Das ganze Grauen wird anhand der Schicksale von Obergefreitem Fritz Reiser, Lt. Hans von Witzland und Unteroffizier Manfred Rohleder deutlich…
Schauspieler
Dominique Horwitz, Thomas Kretschmann, Jochen Nickel, Sebastian Rudolph, Dana Vávrová, Martin Benrath, Sylvester Groth, Karel Hermanek, Heinz Emigholz, Ferdinand Schuster
Filmkritik von Thomas Ays
Der deutsche Ausnahmeregisseur Joseph Vilsmaier steht für besonderes Kino. Man denke nur an seine erfolgreichen Filme, wie den Heimatfilm "Herbstmilch" oder die Zeitdokumente "Comedian Harmonists" und "Marlene". Auch "Stalingrad" aus dem Jahre 1993 zählt zu den Vilsmaier-Highlights. Eindringlich und auf beklemmende Art und Weise zeigt er uns das Grauen der damaligen Zeit, macht aber auch deutlich, dass in diesem Krieg nicht nur Marionetten kämpften, sondern Menschen mit Gewissen und Zweifeln.
Die Schlacht von Stalingrad war eine der größten Schlachten des Zweiten Weltkrieges. Da war es überfällig, sich ausgiebig diesem Stoff zu widmen. Nach dem deutschen Angriff auf die Stadt in Sommer und Herbst 1942 wurden über 230.000 Soldaten der Wehrmacht und ihrer Verbündeten im November 1942 durch die Rote Armee eingekesselt. Die meisten verbliebenen Soldaten stellten Anfang 1943 die Kampfhandlungen ein und gingen in Gefangenschaft, ohne dass es jedoch eine offizielle Kapitulation gab. Rund 10.000 versprengte Soldaten, die sich in Kellern und der Kanalisation versteckt hielten, setzten ihren Widerstand jedoch bis Anfang März 1943 fort. Von den insgesamt rund 110.000 in Gefangenschaft geratenen Soldaten der Wehrmacht überlebten nur etwa 5.000 (!) Soldaten den Krieg. In der Schlacht von Stalingrad kamen mindestens 700.000 Menschen beider Seiten ums Leben.
"Stalingrad" ist sehenswerte, manchmal sehr brutale Zeitgeschichte. Dunkel gefilmt und toll gespielt. Ab und an stören leider seltsame Schnitte und die zeitweise schlechte Synchronisation den Gesamteindruck des Films. Dennoch gilt der Film als Zeitdokument, da er unwiderruflich zu unserer Geschichte gehört.
Wissenswertes
Der Bayrische Filmpreis vergab gleich drei Awards: Beste Kamera, bester Schnitt und beste Produktion.
Ursprünglich wurde das Drehbuch von Christoph Fromm geschrieben. Den Filmschaffenden hinter der Kamera sagte das Skript aber nicht durchweg zu und so ließen sie es umschreiben.
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Kommentare
Kinotiger schreibt am 22.12.10, 23:45
Einer der glaubwürdigsten, und damit für mich besten, Kriegsfilme aller Zeiten... Unbedingt ansehen!
