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Effi Briest
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Regie
Hermine Huntgeburth
Drehbuch
Volker Einrauch
Produzent
Günter Rohrbach
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 118 min Land Deutschland Kinostart 12.02.2009 DVD-Start 23.07.2009 Verleih Constantin Film |
Story
Effi Briest ist gerade mal siebzehn Jahre alt, als sie von ihren Eltern mit dem viel älteren Geert von Instetten verheiratet wird. Während Effi mit ihren siebzehn Jahren noch sehr kindlich ist, steht Instetten bereits mit beiden Beinen im Leben. Er ist karriereorientiert und schenkt Effi nicht die Liebe die sie braucht. Erst als sie den edlen und charmanten Major Crampas kennen lernt, erfährt sie was Liebe bedeutet.
Schauspieler
Julia Jentsch, Sebastian Koch, Barbara AuerMisel Maticevic, Margarita Broich, Rüdiger Vogler, Juliane Köhler, Thomas Thieme, Mirko Lang, Sunnyi Melles
Filmkritik von Kathrin Lang
Wer Fontanes „Effi Briest“ mochte und seine sensible Art Geschichten zu erzählen liebt, dem wird diese, auf die Neuzeit getrimmte Version von „Effi Briest“, missfallen. Zwar beweist Regisseurin Hermine Huntgeburth mit ihrer Neuverfilmung, dass auch scheinbar eingestaubte Literatur fit fürs 21. Jahrhundert gemacht werden kann, doch lässt sich Sinn und Zweck von dieser Intension stark anzweifeln. Hinter der medienwirksamen Fassade verbirgt sich ein Konstrukt, das sich mit etwas rühmt, das es gar nicht ist. Zwar wurden die wesentlichen Plotelemente von Fontanes Geschichte beibehalten, doch ihre Bedeutung wurde verfälscht. Die Effi, wie sie uns aus Huntgeburths Sicht geschildert wird, ist ihm Grunde nichts anderes, als eine Verfälschung, die mit Fontanes Effi nur wenig gemein hat. Dabei kreidet man der Regisseurin nicht einmal an, dass sie versucht hat, mehr Modernität und somit auch mehr Aktualität in ihren Film zu bringen, sondern vielmehr die Tatsache, dass diese Geschichte unter einem anderen Titel hätte in die Kinos kommen müssen. Sind die strengen Konventionen, denen Effi zu ihrer Zeit unterworfen war, bei Fontane Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, gehen diese bei der Neuverfilmung fast gänzlich unter. Lediglich von einer Neuinterpretation oder Modernisierung zu sprechen, wäre in diesem Fall daher maßlos untertrieben. Von dieser ärgerlichen Tatsache abgesehen, ist „Effi Briest“ jedoch ein durchaus schön gemachter und unterhaltender Film geworden. Die namhafte Schauspielerriege sowie die offensichtliche Mühe, die in die aufwendige Inszenierung gesteckt wurde, machen aus „Effi Briest“ einen Film, der zumindest Nichtkenner der Romanvorlage absolut überzeugen wird.
Wissenswertes
Theodor Fontanes "Effi Briest" wurde bereits mehrfach verfilmt:
1939: "Der Schritt vom Wege" von Gustaf Gründgens
1955: "Rosen im Herbst" von Rudolf Jugert
1970: "Effi Briest" von Wolfgang Luderer
1974: "Fontane Effi Briest" von Rainer Werner Fassbinder
2009: "Effi Briest" von Hermine Huntgeburth

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