Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück

Faubourg 36

Filmplakat Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück
Regie Christoph Barratier  Drehbuch Christoph Barratier  Produzenten Jacques Perrin, Nicolas Mauvernay 
Genre Drama  FSK Filmlänge 121 min
Land Frankreich  Kinostart 27.11.2008  DVD-Start 28.05.2009  Verleih Constantin Film

Story

Paris 1936. Das neue Jahr ist noch keine Stunde alt, als der Bühnenarbeiter Monsieur Pigoil erfährt, dass ihm seine Frau die Hörner aufgesetzt hat und mit dem halben Theater eine Affäre hat. Als das Revuetheaters „Chansonia“ dann auch noch mangels Geld schließen muss, scheint er am Ende. Trinkerei und Arbeitslosigkeit kosten Pigoil das Sorgerecht für seinen geliebten Sohn Jojo. Doch der kleine Mann steht wieder auf. Zusammen mit der alten Belegschaft des Theaters versucht er das „Chansonia“ wieder zu altem Glanz zu verhelfen und dank des jungen Gesangstalents Douce, das ihm das Schicksal auf die Bühne weht, scheint Pigoils Traum guten Chancen zu haben wahr zu werden…

Schauspieler

Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück Gérard Jugnot, Maxence Perrin, Kad Merad, Clovis Cornillac, Nora Arnezeder, Pierre Richard, Bernard-Pierre Donnadieu, François Morel, Élisabeth Vitali, Christophe Kourotchkine, Eric Naggar, Eric Prat

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 3 von 5 Ms Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück Man kann sie schon als „typisch französisch“ beschreiben, diese Mischung aus Heiterkeit, Melancholie und Charme, die viele Dramen aus unserem Nachbarland kennzeichnet und die die Dramatik der Geschehnisse oftmals angenehm abmildert. Oft erzählen diese Geschichten vom Schicksal des kleinen Mannes, der allen Widrigkeiten zum Trotz am Ende seinen Weg zum persönlichen Glück findet. Nachdem er 2004 mit „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ einen sensationellen Kinoerfolg genau mit einer solchen Geschichte hinlegte, versuchte Filmemacher Christophe Barratier 2008 diesen Coup mit „Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück“ zu wiederholen. Erneut setzte er dabei auf das zukräftige Hauptdarstellerduo Gérard Jugnot und Kad Merad, die als Pigoil und Jacky den Reigen an liebenswerten Verlierertypen anführen, die diesmal das kleine Universum des Pariser Arbeiterviertels Faubourg bevölkern.

„Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück“ erzählt eine nachdenkliche Geschichte, wie das Leben sie schreibt. Christophe Barratier hat es jedoch nicht durchweg verstanden daraus auch eine gleichbleibend unterhaltsame Handlung zu stricken. Schrullige und skurrile Figuren ersetzen keine Lücken im Spannungsbogen und französischer Charme heilt keine Langatmigkeit. „Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück“ fehlt gerade im Mittelteil eine große Portion Schwung und die Story plätschert vor sich hin. Erst wenn die Musik in der zweiten Filmhälfte in den Vordergrund treten darf und bezaubernde Chansons beginnen die Szenerie zu prägen gewinnt das Geschehen an Glanz und beginnt zu leuchten.

Christophe Barratier schickt erneut sympathische Außenseiter ins Rennen um die Gunst der Zuscherherzen. Bei all der Tragik, die ihr Leben beherrscht, taucht Barratier ihre Geschichte dennoch in das milde Licht der Hoffnung. Dem nostalgischen Charme des Films kann man sich letztlich nicht entziehen. Im Gegensatz zu „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ versteht der Filmemacher aber nicht sich an den richtigen Stellen kurz zu fassen und so trübt gepflegte Langeweile den Gesamteindruck.

Wissenswertes

Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück Die Dreharbeiten zu "Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück" fanden im Sommer 2007 in Paris und Prag statt.

Auszeichnungen

Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück
OSCAR-Nominierungen

Bester Titelsong ("Loin de Paname")



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