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Rock of Ages

Filmplakat Rock of Ages
Regie Adam Shankman  Drehbuch Chris D'Arienzo, Michael Arndt, Allan Loeb, Jordan Roberts, Justin Theroux  Produzenten Jennifer Gibgot, Garrett Grant, Tobey Maguire, Scott Prisand, Adam Shankman, Matt Weaver 
Genre Musical  FSK Filmlänge 123 min
Land USA, 2012  Kinostart 14.06.2012  DVD-Start 26.10.2012  Blu-ray-Start 26.10.2012  Verleih Warner Bros. Pictures

Story

1987: erzählt wird die Geschichte von Sherrie, die aus einer amerikanischen Kleinstadt nach Los Angeles zieht, um dort eine große Sängerin zu werden. Kaum ist die euphorisierte Sherrie in der Stadt angekommen, läuft sie schon dem süßen Drew in die Arme. Dieser ist ebenfalls Sänger und jobbt nebenbei in einem der angesagtesten Rockläden der Stadt. Drew besorgt Sherrie einen Job hinter der Theke als Kellnerin. Bald schon kommen sich die beiden näher und verlieben sich ineinander. Der wilde und ungezähmte Rock’n’Roll und der Traum von der großen Karriere kommt dem großen Liebesglück jedoch in die Quere. Ehe sich Sherrie und Drew versehen, werden sie von Rocklegenden wie Stacee Jaxx oder schmierigen Musikmanagern auseinander getrieben…

Schauspieler

Rock of Ages Julianne Hough, Diego Boneta, Russell Brand, Tom Cruise, Malin Akerman, Alec Baldwin, Paul Giamatti, Catherine Zeta-Jones, Mary J. Blige, Kevin Nash, Will Forte

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Rock of Ages Bereits seit 2009 läuft das gleichnamige Musical am Broadway und feiert dort große Erfolge. Unter anderem kann „Rock of Ages“ fünf Normierungen für den renommierten Tony Award für sich verbuchen; darunter die Kategorien „Bestes Musical“ und „Beste Regie“. Weiter kaum verwunderlich, dass bald schon Hollywood auf das erfolgreiche Broadwaymusical aufmerksam wurde. Schnell waren die Filmrechte von Warner Bros. und New Line Cinema gekauft und der Stoff in die vertrauensvollen Hände von Regisseur Adam Shankman gelegt, der aus dem Broadwaystück ein musikalisches Leinwandereignis machen sollte. Natürlich landete die Verantwortung für die filmische Umsetzung von „Rock of Ages“ nicht ganz zufällig bei Adam Shankman. Bereits 2007 bewies er mit dem Remake von „Hairspray“, dass er mit seiner Musical-Komödie dazu in der Lage ist mit einem am Broadway erfolgreich laufenden Stück konkurrieren zu können.

Was in „Hairspray“ noch die 1960er Jahre waren, sind nun die späten 1980er: der Rock’n’Roll steckt nicht mehr in den Kinderschuhen, sondern hat seinen Höhepunkt erreicht, wenn nicht gar bereits überschritten. Irgendwo kurz vor oder kurz nach dem Zenit siedelt sich die Geschichte von „Rock of Ages“ an und outet sich eben dort als immer wieder stark augenzwinkernde Hommage an den Rock’n’Roll, an das abenteuerliche Leben und an die Liebe, nach der ein jeder auf der Suche ist. Die verschiedenen Facetten der Geschichte und die unterschiedlichen Perspektiven auf das Leben, die Liebe und die Musik sind dabei mindestens genauso abwechslungsreich in Szene gesetzt wie die vielen Figuren, die in „Rock of Ages“ eine Rolle spielen. Die hochkarätige Besetzung der Musical-Komödie klingt schon wie Musik in den Ohren: Tom Cruise, Russell Brand, Alec Baldwin, Paul Giamatti, Catherine Zeta-Jones und Malin Akerman. Die sehr unterschiedlichen Typen übernehmen in „Rock of Ages“ schließlich auch sehr verschiedene Rollen – eine ist dabei extremer, durchgeknallter und verrückter als die andere. Grandios lustig und ungeheuer unterhaltend sind sie letztlich jedoch alle gleich stark. Verblüffend ist das vor allem deshalb, weil es jedem einzelnen Darsteller gelingt, nahezu jeden der zahlreichen Gags auch wirklich zünden zu lassen. Dies liegt vor allem daran, dass es einem Tom Cruise, ebenso wie einer Catherine Zeta-Jones oder einem Alec Baldwin nicht an Selbstironie mangelt, die sie alle grandios zu ihrem Vorteil auszunutzen verstehen und fantastisch komisch zur Schau stellen.
Die beiden Hauptrollen werden dann jedoch nicht von den großen Namen übernommen, sondern von zwei jungen Nachwuchstalenten. Julianne Hough („Dancing with the Star“) und Diego Boneta werden mit ihren Figuren innerhalb der Geschichte allerdings von Anfang an etwas außerhalb von den anderen Darstellern angesiedelt. Im Grunde werden sie dadurch auch aus der direkten Konkurrenz mit den bekannten Hollywoodgesichtern genommen. Das ist auch gut so, denn innerhalb ihres eigenen Plots in der Geschichte hat man das junge und musikalisch begabte Liebespaar zwar gerne, im direkten Vergleich mit den großen Namen könnten sie jedoch kaum mithalten. Dafür ist letztlich auch die Geschichte, die die beiden als Sherrie und Drew durchleben, zu klassisch nach dem Muster anderer Musikfilme gestaltet, und bietet außer zwei starken Stimmen und einer anziehenden Optik kaum einen richtigen Höhepunkt. „Rock of Ages“ spielt jedoch derart geschickt mit der Mischung aus Altbewährtem und neuer Verrücktheit, dass es zunehmend weniger stört, dass wir hier schon wieder die Geschichte eines Kleinstadtmädchens erzählt bekommen, das in der großen Stadt ihr Glück als Sängerin sucht und dabei vermutlich der Liebe ihres jungen Lebens in die Arme läuft.

Die Musical-Komödie „Rock of Ages“ setzt die Zutaten, die ihr gegeben sind, gekonnt gut ein. Immer wieder macht Adam Shankmans Broadwayverfilmung aufgrund ihrer schrägen und ironischen Figuren, der verrückten Story und natürlich nicht zuletzt wegen der fantastischen Rockmusik ungeheuren Spaß. Spätestens wenn im zweiten Song „I Love Rock’n’Roll“ anklingt, hat „Rock of Ages“ seinen Zuschauer genau da, wo er ihn haben möchte: begeistert abrockend vor der Kinoleinwand!

Wissenswertes

Rock of Ages "Rock of Ages" basiert auf dem gleichnamigen Broadwaystück, das seit 2009 zu sehen ist.

"Rock of Ages" wurde im englischen Original gesehen und bewertet.



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