Der Pate von Greenwich Village

The Pope of Greenwich Village

Filmplakat Der Pate von Greenwich Village
Regie Stuart Rosenberg  Drehbuch Vincent Patrick  Produzenten Gene Kirkwood, Hawk Koch 
Genre Drama  FSK 16  Filmlänge 120 min
Land USA, 1984  Kinostart 15.02.1985  DVD-Start 17.06.2002  Verleih MGM

Story

Paulie und Charlie sind Cousins, was ihre Beziehung heilig werden lässt. Anders ist es nicht zu erklären, dass Charlie Paulie nicht schon längst zum Teufel gejagt hat. Während Charlie versucht, auf ehrlichem Weg Fuß im Leben zu fassen, reißt ihn sein Cousin immer und immer wieder mit hinein in seine windigen Geschäfte. Aktuell wurden gerade beide aus einem schicken Restaurant entlassen, weil man Paulie auf die Schliche kam, wie er Geld unterschlagen hat. Alles halb so schlimm, vor allem für Paulie. Charlie hingegen hat ganz andere Sorgen. Schulden, ein zu versorgendes Kind, und seine Freundin Diane ist auch schwanger. Da kommt Paulies Idee von einem Raubzug gerade recht - auch wenn der natürlich gründlich schief geht...

Schauspieler

Der Pate von Greenwich Village Eric Roberts, Mickey Rourke, Daryl Hannah, Geraldine Page, Kenneth McMillan, Tony Musante, M. Emmet Walsh, Burt Young, Jack Kehoe, Philip Bosco, Val Avery, Joe Grifasi, Tony DiBenedetto, Ronald Maccone, Betty Miller

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 3 von 5 Ms Der Pate von Greenwich Village Regisseur Stuart Rosenberg ("Amityville Horror") inszenierte "Der Pate von Greenwich Village", der auf dem Roman von Vincent Patrick basiert. Patrick selbst schrieb auch das Drehbuch und erschuf mit der Figur des Paulie einen Charakter, der stellvertretend für alle nervigen Figuren der 80er Jahre steht. In dieser filmischen Epoche ist die Liste derjenigen Figuren endlos, die mit Plappermaul und hektischen Bewegungen ganze Hauptrollen füllen. Eric Roberts ist hingegen nichts vorzuwerfen. Er spielt die Rolle überzeugend und charismatisch, die Figur selbst ist jedoch kaum auszuhalten. Bla Bla Bla,... und das in Endlosschleife! Da will man unwillkürlich den Ton leiser drehen. An seiner Seite ist ein junger Mickey Rourke in einer geradezu harmlosen Rolle des Charlie zu sehen. Seine Freundin wird von der bildschönen Daryl Hannah dargestellt. Geraldine Pages Auftritt in "Der Pate von Greenwich Village" dauert nur acht Minuten, reichte jedoch, um eine OSCAR-Nominierung als beste Nebendarstellerin zu kassieren. Vollkommen zu recht! Sie spielt die rauchende und schnatternde Mrs. Ritter grandios gut.
Stuart Rosenberg ist eine ordentliche Inszenierung gelungen, dennoch kommt "Der Pate von Greenwich Village" über eine Durchschnittsbewertung nicht hinaus. Dafür zerrt die Figur des Paulie zu sehr an den Nerven des Zuschauers. Mickey Rourke schafft es indes nicht, einen ausgleichenden Gegenpart zu Roberts zu schaffen, dazu ist seine Performance zu blass. Lediglich Geraldine Page nutzt ihre acht Minuten, um erneut vollends zu glänzen, was natürlich auch den grandiosen Sätzen zu verdanken ist, die sie sagen darf.
Unterm Strich ist "Der Pate von Greenwich Village" ein typischer 80er Jahre-Streifen mit den typischen 80er Jahre-Figuren und der typischen 80er Jahre-Ausstattung. Nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht mehr besonders sehenswert.

Wissenswertes

Der Pate von Greenwich Village Geraldine Page, die für "Der Pate von Greenwich Village" als beste Nebendarstellerin für einen OSCAR nominiert wurde, ist in diesem Film lediglich acht Minuten lang zu sehen.

Auszeichnungen

Der Pate von Greenwich Village
OSCAR-Nominierungen

Beste Nebendarstellerin (Geraldine Page)



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