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Uli, der Knecht
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Regie
Franz Schnyder
Drehbuch
Werner Düggelin, Franz Schnyder, Richard Schweizer, Jeremias Gotthelf
Produzent
unbekannt
Genre Heimatfilm FSK 0 Filmlänge 112 min Land Schweiz DVD-Start 13.11.2006 Verleih Praesens Film |
Story
Uli verkörpert nicht gerade das Idealbild eines arbeitsamen Knechts. Zu oft sitzt er im Wirtshaus und zu oft lässt er sich mit den falschen Mädchen ein. Doch dann redet ihm sein Meister ins Gewissen und Uli überdenkt seinen Lebenswandel. Bald hat er sich einen untadligen Ruf erarbeitet und bekommt vom Joggeli das Angebot als Meisterknecht auf den Glunggen-Hof zu kommen. Hier erwarten Uli neue Widerstände aber auch die hübsche Vreneli…
Schauspieler
Hannes Schmidhauser, Liselotte Pulver, Heinrich Gretler, Gertrud Jauch, Emil Hegetschweiler, Hedda Koppé
Filmkritik von Melanie Frommholz
Mit Heimaltfilmen ist das ja bekanntlich so eine Sache. Aus heutiger Sicht sind viele besonders in punkto Kitsch und romantische Verklärung nicht mehr auszuhalten. Im Hintergrund dudeln die Geigen, während vor der Kamera eine naive Geschichte ihren vorhersehbaren Lauf nimmt. Die Verfilmung des Jeremias Gotthelf-Buches „Uli, der Knecht“ bildet da eine löbliche Ausnahme. Jeremias Gotthelf war das Pseudonym des Schweizer Schriftstellers und Pfarrers Albert Bitzius, der wenig von der Verklärung der Umstände hielt und dessen Werk sich auch heute noch durch seinen ungeschönten und harten Realismus in den Schilderungen des bäuerliche Lebens im 19. Jahrhundert auszeichnet. Ohne rosarote Brille, dafür mit einem guten Blick für die Charaktere eröffnet er einen Blick auf das Landleben der damaligen Zeit. Richard Schweizer adaptierte Gotthelfs erstes Buch über den Knecht Uli und unter der Regie von Franz Schnyder entstand ein Heimatfilm, dessen Geschichte man auch heute noch gerne sieht. Sicherlich, so ganz ohne Klischees kommt die Verfilmung dann doch nicht aus, dafür entschädigt zum Teil aber eine wie immer bezaubernde Liselotte Pulver. Bereits ein Jahr nach „Uli, der Knecht“ verzauberte Pulver dann nicht mehr nur die Schweizer sondern auch die Deutschen mit „Ich denke oft an Piroschka“, dem noch viele weitere erfolgreiche Produktionen folgten. Bis heute unvergessen sind „Die Zürcher Verlobung“, „Das Wirtshaus im Spessart“ oder „Kohlhiesels Töchter“.
