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Operation Polarfuchs
Gränsen
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Regie
Richard Holm
Drehbuch
André Sjöberg, Johnny Steen
Produzenten
André Sjöberg, Johnny Steen
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 117 min Land Schweden, 2011 DVD-Start 27.01.2012 Blu-ray-Start 27.01.2012 Verleih Capelight |
Story
Der Zweite Weltkrieg ist im Jahr 1942 angekommen. Die Deutschen haben bereits Norwegen eingenommen, doch auf schwedischer Seite herrscht noch eine trügerische Ruhe. Leutnant Aron Stenström steht kurz vor seiner Hochzeit, als sich die Ereignisse überschlagen. Zwei seiner Männer dringen unerlaubt auf norwegisches Gebiet vor und liefern sich einen Schusswechsel. Einer von ihnen wird gefangen genommen. Ein diplomatisches Desaster, zumal Stenström kurz vorher den Auftrag erhielt, unauffällig hinter den feindlichen Linien Informationen über eine mögliche Invasion der Wehrmacht in Schweden zu sammeln. Nun ist der Feind in Alarmbereitschaft. Als Aron erfährt, dass es sich bei dem Gefangenen Soldaten um seinen jüngeren Bruder handelt, macht er sich mit einigen Männern zu einer waghalsigen Rettungsmission auf. Bald ist nicht nur die Wehrmacht hinter den Soldaten her.
Schauspieler
André Sjöberg, Antti Reini, Bjørn Sundquist, Johan Hedenberg, Martin Wallström, Rasmus Troedsson, Henrik Norlén, Jonas Karlström
Filmkritik von Melanie Frommholz
Man möchte diesen Film gut finden, beginnt er doch vielversprechend, kann vor seinen Schwächen aber nicht die Augen verschließen. Schauspieler André Sjöberg gibt hier sein Debüt als Drehbuchautor und Produzent. Er hat sich dabei gleich die Hauptrolle auf den Leib geschrieben. Es ist die Geschichte eines Mannes, der über sich hinauswächst als er es muss. Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges mit seinen Bedrohungen ein guter Stoff für einen Thriller und eine kleine Heldengeschichte, wie das Kino sie liebt. André Sjöberg und sein Co-Autor und Mit-Produzenten Johnny Steen haben es bei ihrem Werk aber nicht verstanden die dramaturgischen Schwächen, wie schlechtes Timing und mangelnde Logik, auszumerzen. Angefangen beim Filmvorspann tun sie auf der einen Seite alles dafür, „Operation Polarfuchs“ einen authentischen Anstrich zu geben, vergessen auf der anderen Seite aber die Stimmigkeit wichtiger Details. Wenn verwundete und misshandelte Männer bei minus 40 Grad eine Marsch von mehreren Kilometern nur mit einem Mantel und einer Hose bekleidet überstehen, sorgt das genauso für Fragezeichen wie der Umstand, dass erst ein Soldat zur Informationsbeschaffung hinter die feindlichen Linien geschickt wird, obwohl bereits ein gut organisierter und dem schwedischen Militär bekannter Untergrundkämpfer vor Ort ist. Nur zwei Beispiele für eine unscharfe Storyführung, die zu selten starke Dialoge hervorbringt und zu wenig in die Figurenzeichnung investiert. „Operation Polarfuchs“ zeigt zwar die Überforderung von ungeübten Soldaten, es ergibt sich daraus aber kein echter Mehrwert für die Handlung. Zugute halten muss man diesem schwedischen Kriegsfilm, der zwischen Thriller und Drama pendelt, allerdings die gute Optik. Das winterliche Setting ist eine gelungene Kulisse und das dreckige Gesicht des Krieges ist visuell gut eingefangen.
Aus „Operation Polarfuchs“ hätte mit mehr handwerklichem Geschick ein wirklich guter Thriller werden können. So ärgert man sich mehr darüber, dass er es nicht geworden ist.
Die historisch echte „Operation Polarfuchs“ bezeichnete den deutschen Vorstoß über Finnland gen Russland an der finnischen Grenze. 
