Haywire

Filmplakat Haywire
Regie Steven Soderbergh  Drehbuch Lem Dobbs  Produzent Gregory Jacobs 
Genre Action-Thriller  FSK 16  Filmlänge 92 min
Land USA, Irland, 2011  Kinostart 08.03.2012  Verleih Concorde Film

Story

Mallory Kane arbeitet nur indirekt für diverse Regierungen. Am Rande der Legalität bewegt sie sich stets auf heißen Pfaden, um ihre Aufträge sauber, diskret und leise auszuführen. Sie selbst gilt intern als knallhart, verlässlich und kompetent. Dies brachte ihr auch einen Job in Barcelona ein, der zwar glückte, mit dem sie aber noch immer große Probleme hat. Denn anscheinend wurde sie verraten und wird von jenen, denen sie einst vertraute, verfolgt. Nun wird die Jägerin selbst zu Gejagten, was sie dazu zwingt, abzutauchen und auf eigene Faust zu handeln - und sie wird nicht eher ruhen, bis sie auch den letzten Verräter gestellt hat...

Schauspieler

Haywire Gina Carano, Michael Angarano, Channing Tatum, Michael Douglas, Ewan McGregor, Antonio Banderas, Julian Alcaraz, Eddie J. Fernandez, Aaron Cohen, Maximino Arciniega, Anthony Brandon Wong, Michael Fassbender, Mathieu Kassovitz, Bill Paxton, Debby Lynn Ross

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 4 von 5 Ms Haywire Steven Soderbergh ist ein Filmemacher, der seine Filme auf ganz eigene Art und Weise inszeniert und optisch wirken lässt. Daran muss man sich am Anfang von jedem seiner Filme erst gewöhnen. Meist wird es verwirrend, verworren und komplex, denn der OSCAR-Preisträger mag eines sicher nicht sein: Ein Blockbuster-Regisseur, der auf Kosten von visuellen Effekte schon mal gern ein Drehbuch verheizt. In Hollywood ist gerade das ja ständig zu erleben. Doch Soderbergh, und da ist er zu bewundern, geht konsequent seinen eigenen Weg und hebt sich dadurch eindrucksvoll von der Masse ab. Nach seinem Seuchen-Thriller "Contagion" kommt nun, ein paar Monate danach, gleich der nächste Streich, "Haywire", in die Kinos.
Steven Soderbergh setzt nicht immer auf Starpower, sondern engagiert glaubhafte Schauspieler, die fernab ihres Bekanntheitsgrades, in ihre Rollen passen müssen. So verhält es sich auch mit Gina Carano, die im Grunde vollkommen unbekannt ist und im neuen Soderbergh gleich mal die Hauptrolle neben Channing Tatum, Antonio Banderas, Michael Douglas, Michael Fassbender und Ewan McGregor spielt. Mit den meisten Kollegen prügelt sie sich übrigens auch gleich mal ordentlich und ohne Rücksicht auf Verluste. Ihre Figur ist keine Frau, sondern ein Ex-Marine und knallhart. Soderbergh ließ Carano aber dennoch feminin wirken und packt die Kampfmaschine nur dann aus, wenn es unbedingt sein muss. Gerade diese Szenen machen sehr viel Spaß. Der OSCAR-Preisträger setzt auf handgemachte und eindrucksvoll choreographiere Kampfszenen, die nicht mit Hilfe von visuellen Effekten aufgepeppt, sondern authentisch und ohne Musik und Toneffekte in Szene gesetzt wurden. Anders - eben Soderbergh. Die Geschichte dreht sich übrigens wirklich nur um Mallory Kane (Gina Carano), was alle anderen (prominenten) Schauspieler zu Nebenfiguren verkommen lässt, die nur als Mittel zum Zweck eingesetzt werden. Das passt alles sehr gut zusammen. Einzig der verwirrende Einstieg in die Geschichte, ebenfalls ein Markenzeichen des Regisseurs, lässt keinen rundum gelungenen Gesamteindruck zu. Soderbergh springt in der Handlung und zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und erzählt eine nicht einfache Geschichte, die von dem Briten Lem Dobbs geschrieben wurde. Ist man aber mal drin in dem Verwirrspiel um die Geheimagentin, darf man wieder einmal einen sehr sehenswerten Film aus dem Hause Soderbergh erleben, der zwar nicht einfach, aber eben (endlich wieder) anders geworden ist.

Wissenswertes

Haywire Ursprünglich hätte Dennis Quaid die Rolle des John Kane spielen sollen, er musste jedoch wegen der Dreharbeiten zu "Soul Surfer" absagen. Bill Paxton ersetzte ihn.

"Haywire" wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.



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