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Die Liebe in den Zeiten der Cholera
Love in the Times of Cholera
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Regie
Mike Newell
Drehbuch
Ronald Harwood
Produzent
Scott Steindorff
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 139 min Land USA Kinostart 21.02.2008 DVD-Start 22.09.2008 Verleih Tobis |
Story
Ein Augenblick und es ist um den jungen Telegraphenamtsmitarbeiter Florentino geschehen. Sein Herz wird auf immer der schönen Fermina Daza gehören. Doch deren Vater hat für seine hübsche Tochter eine bessere Partie im Sinn und schickt sie weit weg aufs Land, um die Beziehung der beiden zu hintertreiben. Mit Erfolg. Fermina heiratet schließlich einen Arzt. Doch für Florentino ist das nicht das Ende ihrer Liebe. Er beschließt auf seine Angebetete zu warten. Irgendwann werden ihre Gefühle triumphieren, da ist er sicher. Die Zeit bis dahin versüßt sich Florentino mit nicht weniger als 622 anderen Frauen. Und tatsächlich, nach über 50 Jahren bietet ihm das Leben eine zweite Chance.
Schauspieler
Javier Bardem, Giovanna Mezziogiorno, Benjamin Bratt, Catalina Sandino Moreno, Hector Elizondo, Liev Schreiber, Ferdinanda Montenegro, Laura Harring, John Leguizamo
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Die Liebe in den Zeiten der Cholera“, das versprach überbordende Emotionen, prickelnde Gefühle und eine große Portion Dramatik. Herausgekommen ist eine überlange Telenovela, bei der man sich am Ende fragt, ob wirklich über 130 Minuten nötig waren um diese dünne Geschichte zu erzählen. Mike Newells Verfilmung der Romanvorlage von Gabriel García Márquez ist zwar optisch ein echter Augenschmaus, glänzt mit tollen Szenenbildern, einer opulenten Ausstattung und schönen Landschaftsaufnahmen, die Inszenierung ist jedoch zu glatt und emotionslos. Die angeblich so tiefen Gefühle der Hauptfiguren sind für den Zuschauer nicht nachvollziehbar und Hauptdarsteller Javier Bardem ist zeitweise eher lächerlich bis freakig als ein glaubhafter leidender Liebender. Ein paar Mal kann wirklich herzhaft gelacht werden, ob das jedoch so auch gedacht war? Die meiste Zeit herrscht einfach gediegene Langeweile anstatt leidenschaftlichem Verlangen oder alles ausfüllender Sehnsucht. „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ – wohl wieder ein Film, bei dem die Buchvorlage besser ist. Ansonsten ist nämlich nicht zu erklären, warum Márquez Roman zu den bedeutendsten Werken des 20. Jahrhundert gerechnet wird.
Wissenswertes
Die weltberühmte Romanvorlage zum Film stammt vom kolumbianischen Nobelpreisträger Gabriel García Márquez. Das Buch erschien 1985.

Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Song ("Despedida")
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Kommentare
Dominika schreibt am 24.02.08, 21:51
Zu Anfang ist es eine sonderbare Atmospähre,die der Film verbreitet..kühl,distanziert,die Tragik,die der Anfang eigentlich insich haben müßte fehlt.Auch die zeitepoche und der Schauplatz bzw. das Land,in dem diese geschichte spielt wirkt befremdlich..eben nicht europäisch.nach weiteren 15 Min.allerdings hat man sich an die Machart und den Stil..gut gewöhnt und versetzt sich in die geschichte.Große,kitschige und übetriebene Emotionen ala Hollywood fehlen und dennoch ist eine tiefe Zuneigung,Vertrautheit,Hoffnung,Poesie gepaart mit leichtigkeit und einer Portion Humor im Film zu finden.Eine Liebesgeschichte die oft erzählt wurde und hier aber ganz anders in Szene gesetzt wurde.Ungewöhnlich,aber gut...ich bin voller Zufriedenheit nach dem Film nach hause gegangen und hatte überhaupt nicht das gefühl,dass der Film langatmig oder gar langweilig war!
