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Schmetterling und Taucherglocke
The Diving Bell And The Butterfly
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Regie
Julian Schnabel
Drehbuch
Jean-Dominique Bauby, Ronald Harwood
Produzenten
Kathleen Kennedy, Jon Kilik
Genre Biopic Filmlänge 112 min Land Frankreich, USA Kinostart 27.03.2008 DVD-Start 09.10.2008 Verleih Prokino |
Story
Von jetzt auf gleich wurde der erfolgreiche Journalist und ELLE-Chefredakteur Jean-Dominique Bauby 1995 aus seinem Leben gerissen. Ein Schlaganfall veränderte sein Leben von Grund auf. Als er nach drei Wochen aus dem Koma erwacht, kann er nur noch sein linkes Augenlid bewegen. Diagnose: Locked-In-Syndrom. Jean-Do, wie ihn seine Freunde nennen ist in seinem Körper gefangen. Keine Partys, keine Glamour-Kurz-Trips, dafür viel Zeit mit seinen eigenen Gedanken. Jean-Do erkennt, dass es kein größeres Glück auf der Welt gibt, als geliebt zu werden und Liebe zu geben. Er lernt sich durch Blinzeln mitzuteilen und er schafft das Unglaubliche: Er verfasst auf diese Art und Weise seine Memoiren. „Schmetterling und Taucherglocke“ ist seine Geschichte.
Schauspieler
Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Marie-Josée Croze, Anne Consigny, Jean-Pierre Cassel, Max von Sydow, Patrick Chesnais
Filmkritik von Melanie Frommholz
Kein Wunder galt Jean-Dominique Bauby Buch „Schmetterling und Taucherglocke“ lange Zeit als unverfilmbar. Wie will man dem Zuschauer auch diesen Zustand des Gefangen Seins im eigenen Körper glaubhaft vermitteln? Es braucht wohl einen "bunten Vogel" wie Julian Schnabel für ein solches Projekt. Er ging das Wagnis ein und mit seiner Umsetzung traf er genau den Nerv der Geschichte. So erlebt man als Kinogänger fast die komplette erste Hälfte des Films aus der Perspektive des gelähmten Jean-Dominique Bauby. Eine Sichtweise, die die Hilflosigkeit, Beklemmung und Wut sehr gut nachempfinden lässt, die Bauby empfunden haben muss und die in seiner Off-Stimme immer wieder zum Ausdruck kommt. Der Plot könnte jetzt sentimentales „Rumgeheule“ und triefendes Selbstmitleid vermuten lassen, doch „Schmetterling und Taucherglocke“ hat nichts davon. Baubys trockener Humor und die Ironie mit der er selbst seine Situation betrachtet, verhindern dies. Der Witz schleicht sich selbstverständlich in die Handlung ein. Schnabel nimmt den Zuschauer mit auf einen Trip in Jean-Dominique Baubys Leben und in seine Fantasie. Eine ungewöhnlich gefilmte Reise mit ausdrucksstarken Bildern und phantastischen Schauspielerin. Heiter, tief bewegend und wunderbar mitzuerleben.
Wissenswertes
Jean-Dominique Bauby starb 10 Tage nach Veröffentlichung seines Buches.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bestes Drehbuch
Gewonnene Golden Globes
Beste Regie, Bester ausländischer Film
OSCAR-Nominierungen
Beste Regie, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Drehbuch (Adaption)
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