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Die Geschwister Savage
The Savages
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Regie
Tamara Jenkins
Drehbuch
Tamara Jenkins
Produzenten
Ted Hope, Anne Carey, Ercia Wetheimer
Genre Tragik-Komödie FSK 12 Filmlänge 114 min Land USA Kinostart 24.04.2008 DVD-Start 31.08.2008 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Damit hatten sie nicht gerechnet: Die Geschwister Wendy und Jon Savage werden von der plötzlichen Pflegebedürftigkeit ihres Vaters Lenny kalt erwischt. Beide haben eigentlich keinen Kontakt mehr zu ihrem „alten Herrn“, wähnen ihn mit seiner Freundin gut versorgt. Doch diese ist nur gestorben und die Angehörigen verlangen, dass man Lenny schnellstmöglich aus dem Rentnerparadies Sun City in Arizona abholt. Weder Wendy, die sich mit Gelegenheitsjobs durchschlägt, auf den großen Durchbruch als Theater-Autorin hofft und eine verkorkste Beziehung zu einem verheirateten Regisseur hat, noch Jon, seines Zeichens Doktor der Philosophie mit Bindungsangst und Bertold Brecht -Experte, passt ein pflegebedürftiger Vater derzeit in die Lebensplanung. Doch die Situation muss schnell gelöst werden und so sind die Geschwister gezwungen sich wieder mit ihrem Vater und damit mit ihrer verkorksten Jugend auseinanderzusetzen. Beides Dinge, die sie eigentlich nie wieder tun wollten.
Schauspieler
Laura Linney, Philip Seymour Hoffman, Philip Bosco, Peter Friedman, David Zayas, Gbenga Akinnagbe, Cara Seymour, Tonye Patano, Guy Boyd, Debra Monk, Rosemary Murphy, Hal Blankenship, Joan Jaffe, Sage Kirkpatrick, Salem Ludwig
Filmkritik von Melanie Frommholz
Was tun wir, wenn unsere Eltern plötzlich diejenigen sind, die Hilfe benötigen? Ein Thema, dass gerne an den Rand gedrängt wird, in Zeiten wachsender Rentnerzahlen jedoch immer brisanter und wichtiger wird. Tritt ein Pflegefall plötzlich ein, sind die Angehörigen meist völlig überfordert, geplagt von Schuldgefühlen und nicht selten wird in erster Linie von „Frau“ verlangt sich dann der Situation anzupassen und an die Pflegefront zu wechseln. Regisseurin und Drehbuchautorin Tamara Jenkins lädt den Zuschauer ein den „Geschwistern Savage“ in dieser schwierigen Situation beizustehen, sie ein Stück auf diesem Weg zu begleiten. Jenkins tut dies mit dem nötigen Respekt für die Situation, mit einem sehr guten Blick fürs Detail und die zwischenmenschlichen Nuancen aber auch mit Humor und Herzlichkeit. Ihre Figuren agieren nie aufgesetzt oder überzeichnet, sondern bieten einen hohen Widererkennungsfaktor. Hier passt wirklich jeder Dialog. Mit Laura Linney und Philip Seymour Hoffman wurden zwei wundervolle Hauptdarsteller gefunden, die so selbstverständlich miteinander harmonieren, sich streiten und beneiden, dass man am Ende von ihrer Geschichte nur berührt sein kann. Selten waren einem zwei solche Egozentriker sympathischer.
