Giallo

Filmplakat Giallo
Regie Dario Argento  Drehbuch Jim Agnew, Dario Argento, Sean Keller  Produzenten Adrien Brody, Rafael Primorac, Richard Rionda Del Castro 
Genre Horror-Thriller  FSK 18  Filmlänge 92 min
Land USA, Großbritannien, Italien, Spanien,2009  DVD-Start 08.09.2011  Blu-ray-Start 08.09.2011  Verleih Sony Pictures

Story

Durch den brutalen Mord an seiner Mutter tief traumatisiert, hat sich es Inspector Enzo Avolfi zur Lebensaufgabe gemacht, die brutalen und sadistischen Killer Italiens dingfest zu machen. Und das nicht immer im Einklang mit den herrschenden Gesetzen. Als die junge Flugbegleiterin Linda völlig aufgelöst in seinem Kellerbüro auftaucht und von ihrer verschwundenen Schwester, einem bekannten Model, berichtet, ahnt Enzo gleich, dass dieser Fall etwas mit der seltsamen Mordserie zu tun hat, an der er gerade arbeitet. Alles waren junge, ausgesprochen hübsche Frauen, die später völlig entstellt an merkwürdigen Plätzen wiedergefunden wurden. Zusammen mit Linda macht er sich auf die Suche nach ihrer Schwester, denn die Frau könnte noch am Leben sein. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Schauspieler

Giallo Adrien Brody, Emmanuelle Seigner, Elsa Pataky, Robert Miano, Valentina Izumi, Sato Oi, Luis Molteni, Taiyo Yamanouchi, Daniela Fazzolari, Nicolò Morselli, Giuseppe Lo Console

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms Giallo Der Umstand, dass sich ein OSCAR-Preisträger in ein B-Movie verirrt, lässt sich wohl nur dadurch erklären, dass er ihn selbst mitproduziert oder aber, dass ihm das Geld ausgegangen ist. Im Fall von „Giallo“ ist ersteres Fakt. Und wie es um Mr. Brodys Finanzen steht, geht uns ja nun wirklich nichts an. Vielleicht wollte er einfach einmal mit Regisseur Dario Argento drehen. Auch wenn ihm dieser Horror-Thriller die Möglichkeit bot in die Rolle des Guten und des Bösen zu schlüpfen, kann man sich bis zum Schluss nicht erklären, warum er bei diesem einfallslosen Drehbuch für die Rolle zugesagt hat. Die Story von „Giallo“ ist so durchsichtig wie simpel und bietet neben Logikschwächen auch keine wirklichen Überraschungen. Die Horror-Szenen dürften selbst zarte Seelchen nur geringfügig schocken, fließt das Kunstblut hier doch allzu offensichtlich und immer mit Ansage. Auch Spannung baut dieser Thriller nur sehr selten auf, dafür setzt Regisseur und Mit-Drehbuchautor Dario Argento beim Handlungsverlauf einfach zu sehr auf die Abarbeitung billiger Klischees und flacher Dialoge. Hier entwickelt sich alles offensichtlich und vorhersehbar. Da tröstet es nur wenig, dass es wenigstens die Schauspieler schaffen noch ganz passable Leitungen abzurufen.

Der „Giallo“ gilt als Subgenre des italienischen Thrillers, welches von Dario Argento entscheidend mitgeprägt wurde und in den 70er Jahren seinen Höhepunkt hatte. Der Name dieses Filmes sollte wohl Programm sein. Leider wurde daraus nicht die Wiederbelebung einer Thrillergattung, sondern der Abgesang auf einen einst erfolgreichen Filmemacher.



Besucherbewertung
0.0 / 5  (0 votes)

Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.