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Buenos Aires 1977
Crónica de una Fuga
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Regie
Adrián Caetano
Drehbuch
Claudio Tamburrini
Produzenten
Oscar Kramer, Victoria Murphy, Ricardo Pena, Hugo Sigman, Elisa Sanchez
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 99 min Land Argentinien, 2006 DVD-Start 09.11.2007 Verleih Sunfilm |
Story
Argentinien im Jahre 1976: Das Land wird von einer grausamen Militärdiktatur regiert, die vor keiner Grausamkeit zurückschreckt. Insgesamt werden über 30.000 Argentinier während dieser Zeit verschleppt und anschließend nicht mehr wiedergesehen. Drei mutigen und starken Männern gelang es jedoch, aus den Fängen der Regierung zu flüchten. Unter ihnen Claudio Tamburrini, der seine monatelange Gefangenschaft in einem autobiografischen Bericht dokumentierte, der hier als Vorlage für diesen Film dient…
Schauspieler
Nazareno Casero, Rodrigo De la Serna, Pablo Echarri, Lautaro Delgado, Marias Marmorato, Martin Urruty, César Albarracin, Digo Alonso
Filmkritik von Kathrin Lang
„Buenos Aires 1977“ soll an das düstere Kapitel Argentiniens erinnern, während dem das Land durch eine grausame Militärdiktatur beherrscht wurde: Keine demokratischen Grundrechte, keine Meinungs- oder gar Pressefreiheit. Im März 1976 begann diese menschen- und gesetzesverachtende Zeit, während der über 30.000 Argentinier verschleppt und anschließend nicht mehr gesehen wurden.
Israel Adrian Caetanos Film „Buenos Aires 1977“ basiert auf dem Bericht von Claudio Tamburrini, der einst tatsächlich in argentinischer Gefangenschaft war und der nach monatelanger Folter flüchten konnte. Die Geschichte spielt dabei fast ausschließlich in einem Gebäude und entwickelt sich dadurch immer mehr zu einem entsetzlichen und beklemmenden Kammerspiel, das schnell Gänsehaut erzeugt. Dabei wird mit sehr vielen Leerstellen gearbeitet: Häufig wird der Zuschauer von den entsetzlichen Bildern der Folter verschont und kann die Grausamkeiten, die den Gefangenen zugefügt werden, nur an deren Wunden, Narben und leeren Blicken erahnen. Die Machart des Filmes steht dabei im krassen Gegensatz zu seiner Geschichte. Während „Buenos Aires 1977“ in sehr ruhigen und eindringlichen Bildern erzählt wird, ist die Geschichte aufwühlend, zutiefst berührend und hinterlässt einen Zuschauer, der durch diesen Film gezeichnet wurde.
Schade ist, dass man nur sehr wenig von den politischen Umständen im Argentinien der damaligen Zeit erfährt. Lediglich kurze Texte, die zu Beginn und während des Abspanns eingeblendet werden, geben historisch belegte Informationen wieder. Der interessierte Zuschauer sollte sich demnach bereits vor „Buenos Aires 1977“ mit der Geschichte des südamerikanischen Landes auseinandergesetzt haben. Wer zuvor nicht schon eine Idee von der Historie des Landes gewonnen hat, wird hier ins kalte Wasser geworfen.
„Buenos Aires 1977“ basiert auf einem wahren Bericht von Claudio Tamburrini, der einst tatsächlich in argentinischer Gefangenschaft war und der nach monatelanger Folter flüchten konnte.