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Shanghai
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Regie
Mikael Håfström
Drehbuch
Hossein Amini
Produzenten
Donna Gigliotti, Mike Medavoy, Barry Mendel, Jake Myers
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 105 min Land USA, China Kinostart 15.09.2011 DVD-Start 24.02.2012 Blu-ray-Start 24.02.2012 Verleih Senator Film |
Story
Die chinesische Stadt Shanghai ist 1941 ein Schmelztiegel der Kulturen und der Interessen. Nazideutschland und Japan halten die Welt mit dem Zeiten Weltkrieg in Atem. Es ist die Zeit kurz vor dem Angriff auf Pearl Harbor und dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, als der US-Geheimagent Paul Soames in die Stadt kommt. Getarnt als Journalist soll er herausfinden, warum sein bester Freund Conner umgebracht wurde. Conner, ebenfalls Agent, hatte bis zuletzt fieberhaft an etwas gearbeitet, doch seine Berichte blieben seltsam nichtssagend. Shanghai ist die Stadt, in der nichts so ist wie es scheint. Soames findet sich mit einem undurchsichtigen Geflecht konfrontiert, in dem der chinesische Untergrund, die japanischen Militärs und deutsche Ingenieure alle möglichen Motive für Connors Tod haben. Geheimnisvoller Mittelpunkt ist die verführerische Anna Lan-Ting, die Frau des charismatischen Triaden-Chefs Anthony Lan-Ting. Bei ihr scheinen alle Fäden zusammenzulaufen und schon bald kann sich Paul ihrem Charme nicht entziehen...
Schauspieler
John Cusack, Gong Li, Chow Yun-Fat, Ken Watanabe, Franka Potente, David Morse, Jeffrey Dean Morgan, Hugh Bonneville, Yuan On, Hon Ping Tang, Benedict Wong, Christopher Buchholz, Ronan Vibert, Nicholas Rowe
Filmkritik von Melanie Frommholz
Spionage, Liebe, die Bedrohung durch einen Weltkrieg und die Suche nach einem Mörder: Das Drehbuch des iranischen Autos Hossein Amini zu „Shanghai“ bietet eine aufregende Mischung voller Möglichkeiten. Amini, aus dessen Feder bereits die Drehbücher zu „Herzen in Aufruhr“ oder „Die vier Federn“ stammen, hat für sein Thriller-Drama eine düstere und atmosphärische Geschichte erdacht, in der undurchsichtige Figuren ein Netz aus Intrigen und Verrat spinnen. Die Optik der filmischen Umsetzung überzeugt dann auch mit dazu passender Eleganz. Regisseur Mikael Håfström gelingt es vorzüglich Hossein Aminis Geschichte in stilvolle Bilder zu kleiden, denen es aber zunehmend an Grundspannung mangelt. Die Inszenierung bleibt behäbig und plätschert vor sich hin. Mikael Håfström verpasst es an den entscheidenden Momenten an den atmosphärischen Stellschauben zu drehen, die dafür sorgen würden, dass man die Story wirklich gebannt verfolgt würde. John Cusack in der Hauptrolle des Paul Soames ist zudem nicht der charismatische Mittelpunkt, den „Shanghai“ nötig gehabt hätte. Der Mime bleibt blass, insbesondere im Vergleich mit Yun-Fat Chow, Ken Watanabe und Li Gong, die in gemeinsamen Szenen immer in der Lage sind durch ihr Spiel zu dominieren.
„Shanghai“ bliebt unter der Regie von Mikael Håfström eine schön gefilmte aber behäbige Mischung aus Thriller und Drama, der es am entscheidenden Schuss Spannung fehlt.
Nach „Zimmer 1408“ aus dem Jahr 2007 ist „Shanghai“ die zweite Zusammenarbeit des schwedischen Filmemachers Mikael Håfström mit Schauspieler John Cusack.