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Bella Vita
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Regie
Thomas Berger
Drehbuch
Melanie Brügel, Georg Heinzen
Produzenten
Kirsten Hager, Carmen Stozek
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2010 DVD-Start 03.06.2011 Verleih Universum Film |
Story
Die fürsorgliche Ehefrau und liebevolle Mutter Bella traut ihren Augen kaum, als sie bei der Überraschungsgeburtstagsparty ihres Mannes Martin erkennen muss, dass dieser sie seit geraumer Zeit mit einer jüngeren Frau betrügt. Schneller als Martin gucken kann, hat Bella ihre sieben Sachen zusammengepackt und zieht mit der gemeinsamen Tochter Lena in ein Hotel. Bella, die sich ihr ganzes Leben lang nur um ihre Familie und den Haushalt gekümmert hat, weiß weder ein noch aus, ist gleichzeitig aber viel zu stolz, als dass sie noch länger von dem Geld ihres Mannes würde leben wollen. Also zieht sie vorübergehend in eine günstige Wohnung nach Kreuzberg und begibt sich auf Jobsuche. Dies ist, ohne wirkliche Ausbildung und mit dem Stempel des ewigen Hausmütterchens versehen, jedoch leichter gesagt als auch getan. Bis sich Bella in ihrem neuen Leben zurechtfindet, muss sie einige Grausamkeiten in Sachen Job über sich ergehen lassen…
Schauspieler
Andrea Sawatzki, Thomas Sarbacher, Lotte Flack, Tobias Oertel, Juliane Köhler, Lisa Martinek, Pegah Ferydoni, Brigitte Zeh, Anna Böttcher, Stefan Merki, Steffen Münster
Filmkritik von Kathrin Lang
Andrea Sawatzki ist im deutschen Film verlässlicher Garant für gute Unterhaltung. Das schwere Drama beherrscht sie ebenso wie die leichte Komödie. Selbst wenn man immer wieder das Gefühl hat, dass ihre wahre Größe im intellektuelleren Film besser zum Vorschein kommt als im puren Unterhaltungssektor, füllt sie auch die leichteren Rollen immer mit viel Stärke und Elan aus. „Bella Vita“ bietet der deutschen Mimin auf jeden Fall trotz leichtem Tonfall eine gute Plattform für ein Schauspiel, das energiegeladen und rund durch knackige 90 Filmminuten führt.
Dabei ist der Stoff, aus dem „Bella Vita“ gemacht ist, eigentlich gar nicht so lustig. Eine Frau, die sich für ihre Familie aufgeopfert hat, muss nun einen Neuanfang starten und das erste Mal in ihrem Leben auf gänzlich eigenen Beinen stehen. Obwohl der Hang zum Dramatischen häufig durchscheint, ist „Bella Vita“ dennoch eine Komödie ganz im Stile deutscher Fernsehproduktionen. Ein Puzzleteil fügt sich geschmeidig an das Nächste – entlang einer einfachen Geschichte, die nahtlos zusammenkonstruiert ist, kommt es zu schicksalhaften Begegnungen, zu lustigen Verwicklungen und allerlei emotionalen Auf und Abs. Lustig ist das nicht immer, doch dafür auch nie langweilig. Ein kurzweiliger Film, der eine Geschichte erzählt, wie wir sie im Abendprogramm nur all zu gerne sehen.
"Bella Vita" wurde zum ersten Mal am 23.Oktober 2010 auf zdf_neo ausgestrahlt. Die Zweitausstrahlung am 27. Oktober verfolgten 5,41 Millionen Zuschauer.