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A Single Man
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Regie
Tom Ford
Drehbuch
Tom Ford, David Scearce
Produzenten
Tom Ford, Andrew Miano, Robert Salerno, Chris Weitz
Genre Drama (Gay) FSK 12 Filmlänge 101 min Land USA Kinostart 08.04.2010 DVD-Start 27.08.2010 Verleih Senator Film |
Story
Die große Liebe zu verlieren zerreißt einen innerlich. Die Tage sind leer und sinnlos.
Los Angeles 1962. Dem britischen Literaturprofessor George Falconer ergeht es genau so, nachdem er seinen Partner Jim bei einem Autounfall verlor. Überall im Haus wohnt die Erinnerung an ihn, an glückliche und erfüllte Momente. Verzweifelt versucht George seinem Leben einen Sinn zu geben, und kämpft doch täglich mit dem Rhythmus des Alltags. Heute soll der Tag der Entscheidung sein. George ordnet seine Dinge, hält mit ungewohnter Offenheit eine Unterrichtsstunde und findet Trost bei seiner langjährigen Freundin und Vertrauten Charly, die selbst mit der Zukunft im Unreinen ist. Was gibt es noch für George im Hier und Jetzt? Er hadert mit seinem Schicksal und findet in Gesprächen mit dem jungen Studenten Kenny, der sich an seine Fersen geheftet hat, plötzlich Antworten.
Schauspieler
Colin Firth, Julianne Moore, Matthew Goode, Nicholas Hoult, Jon Kortajarena, Paulette Lamori, Ryan Simpkins, Ginnifer Goodwin, Teddy Sears, Paul Butler, Jenna Gavigan, Alicia Carr
Filmkritik von Melanie Frommholz
„A Single Man“ - Regie, Drehbuch und Produktion Tom Ford. Dieser Name steht für gewöhnlich für Mode, Trends und Gucci. Der Designer rettete die Edelmarke vor dem Abtauchen in die Bedeutungslosigkeit. Nachdem dies geschafft war, suchte der smarte Amerikaner offensichtlich nach einer neuen Herausforderung und fand sie in den bewegten Bildern. Wie nicht anders zu erwarten war, ist sein Debüt als Filmemacher stilvoll, detailverliebt und durch und durch ein optischer Genuss. Ford lässt die 60er Jahre mit ihrem Lebensgefühl zwischen Party und Krise auferstehen ohne dabei im Mindesten angestrengt zu wirken. Was positiv überrascht ist die Tatsache, dass Tom Ford nicht nur die Ausstattung seines Films fest in der Hand hat, sondern sich auch als nachdenklicher und gekonnter Geschichtenerzähler entpuppt. Er hat etwas zu sagen und so füllt keine sinnleere Seifenoper die Kulissen sondern das einfühlsam erzählte Portrait eines homosexuellen Professors, dem das Schicksal auf grausame Art und Weise das Liebste in seinem Leben nahm und der nun an einem Scheideweg für seine Zukunft angekommen ist. Tom Ford verbindet das Thema Homosexualität dabei mit einer Auseinandersetzung über Liebe, Tod und Trauer. Schwule Ästhetik verbindet sich bei Ford mit einem emotional berührenden Drama. Sein Film wird so zur universellen Botschaft, die sich nicht nur an die vermeintliche Zielgruppe richtet. Kitsch und Pathos sucht man ebenso vergeblich wie schlecht sitzende Anzüge.
Neben der sicheren Hand des Filmemachers für sein Werk ist es Hauptdarsteller Colin Firth, der den Film über die gesamte Länge mit seinen unnachahmlichen Spiel, seiner Eleganz und seiner emotionalen Facettenbreite trägt. All jene, die in ihm bislang eher den schusslig-liebenswerten Engländer an der Seite einer namhaften Schauspielkollegin sahen, werden erkennen, dass Firth so viel mehr zu bieten hat. Eingebettet in einen Cast, der neben einer wundervollen Julianne Moore auch viele gut aussehende Männer bietet, findet der Engländer zu einer bislang nicht da gewesenen darstellerischen Tiefe.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Schauspieler - Drama (Colin Firth), Beste Nebendarstellerin (Julianne Moore), Beste Musik
OSCAR-Nominierungen
Bester Hauptdarsteller (Colin Firth)
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Kommentare
Nicole schreibt am 19.04.10, 13:30
Der Film bemüht sich zwar, aus dem Nichts einen tieferen Sinn heraufzubeschwören - kommt aber nichts dabei zustande. Sehr langweilig und ohne nennenswerte Aussage. Fazid: Abends, wenn man mal nicht einschlafen kann...

