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Rabbit on the Moon
Conejo en la luna
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Regie
Jorge Ramírez Suárez
Drehbuch
Jorge Ramírez Suárez
Produzenten
Greg Cruttwell, Phil Hunt, Jorge Ramírez Suárez
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 108 min Land Mexiko, Großbritannien DVD-Start 09.06.2006 Verleih AL!VE |
Story
Die Britin Julie und ihr mexikanischer Ehemann Antonio führen zusammen mit dem kleinen Töchterchen im korrupten Mexiko ein glückliches Leben. Doch alles ändert sich, als sie den Fehler begehen, mit dem „Dicken“, einem in illegale Machenschaften verwickelten Schurken, ein Immobiliengeschäft zu tätigen. Antonios Wunsch, seiner Familie ein sicheres Heim zu bieten, schlägt ins krasse Gegenteil um, als ein mexikanischer Gouverneurskandidat von einem Junkie erschossen wird. Als der „Dicke“ der Tat beschuldigt wird, nennt er den ahnungslosen Antonio als Hintermann – und damit gerät das heile Familienleben aus den Fugen. Zwar gelingt es Antonio, sich nach London abzusetzen, doch Julie und das Baby schaffen es nicht, die britische Botschaft um Hilfe zu ersuchen. Sie werden entführt und sind nun schutzlos den korrupten und verbrecherischen Machenschaften von zu Allem entschlossenen Politikern ausgesetzt. Antonio weiß, dass er in dieser Situation auch von der Polizei keine Hilfe zu erwarten hat – es bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Befreiung von Julie und dem Baby selber in die Hand zu nehmen.
Schauspieler
Bruno Bichir, Lorraine Pilkington, Jesús Ochoa, Adam Kotz, Álvaro Guerrero, Rodrigo Murray, Emma Cunniffe, Reece Dinsdale, Carlos Cobos, Ricardo Blume
Filmkritik von Stefanie Rufle
Auf beklemmende Weise macht Regisseur Jorge Ramírez-Suárez deutlich, wie Korruption und Verbrechen einen Staat überziehen können, und wie völlig hilflos man dem ausgesetzt ist, wenn man erst einmal in diesen Sumpf geraten ist. Geld, Drogen und Waffengeschäfte regieren hier, Gerechtigkeit und Menschlichkeit sind Attribute, die niemanden interessieren. Doch gleichzeitig wird dem Zuschauer klar, dass auch so genannte zivilisierte Länder von diesen Machenschaften profitieren, wie Geldwäsche im großen Stil auch hier – wenn auch auf subtilere Art und Weise – praktiziert wird. Kinderhandel, Entführung und Folter – all das nimmt man „Rabbit on the Moon“ ohne weiteres ab, denn Ramírez-Suárez gelingt es, an der Authentizität dieses Thrillers nie den geringsten Zweifel zuzulassen. Auch wenn der männliche Hauptdarsteller doch manchmal zu pathetisch wirkt und sein etwas übertriebenes Spiel zum einen oder anderen Schmunzeln verleitet, ist Hauptdarstellerin Lorraine Pilkington ein klarer Gewinn für diesen Politthriller. Sie spielt die verzweifelt kämpfende Mutter derart überzeugend, dass das viel zur Eindrücklichkeit von „Rabbit on the Moon“ beiträgt. Auch wenn die, vor allem zu Beginn, sehr stockende Erzählweise manchmal die Geduld strapaziert, ist „Rabbit on the Moon“ ein durch und durch aufrüttelnder Film, der den Zuschauer mit einem unangenehmen Nachgeschmack zurücklässt.
