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Mulholland Drive
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Regie
David Lynch
Drehbuch
David Lynch
Produzenten
Mary Sweeney, Alain Sarde, Neal Edelstein, Michael Polaire, Tony Krantz
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 147 min Land USA Kinostart 03.01.2002 DVD-Start 02.10.2002 Blu-ray-Start 13.09.2010 Verleih Concorde Film |
Story
Eine dunkle Limousine fährt langsam durch die Hügel Hollywoods und hält dann an. Auf dem Rücksitz sitzt eine Frau, die mit einer Pistole bedroht wird. Plötzlich taucht ein anderer Wagen mit laut johlenden Insassen auf, der direkt in die Limousine hineinrast. Die Frau überlebt den Unfall und irrt unter Schock durch die Straßen Hollywoods. Sie hat ihr Gedächtnis verloren, weiß nicht mehr, wer sie ist und findet schließlich in einem verwaisten Appartement Unterschlupf. Dort wird sie von Betty gefunden, einer jungen Schauspielerin, die in L.A. ihr Glück sucht und im Appartement ihrer Tante wohnen darf. Die Unbekannte stellt sich ihr als Rita vor und die beiden jungen Frauen freunden sich an. Sie machen sich auf die Suche nach Ritas Vergangenheit, doch zusehends verlieren sie den Boden der Realität unter ihren Füßen – und mit ihnen viele andere, die ihren Weg kreuzen…
Schauspieler
Justin Theroux, Naomi Watts, Laura Elena Harring, Ann Miller, Dan Hedaya, Brian Beacock, Robert Forster
Filmkritik von Stefanie Rufle
„Mulholland Drive“ ist ein dunkler, mysteriöser Thriller, ganz so wie wir ihn von David Lynch, dem Meister des Surrealen erwarten. Immer weiter gleitet man zusammen mit der geheimnisvollen Rita und der naiven Betty ab in die Tiefen des Unbewussten und es wäre gnadenlos übertrieben zu sagen, dass man auch nur ansatzweise verstehen würde, was hier tatsächlich geschieht. Von Anfang an bricht Lynch mit gewohnten Erzählstrukturen, was Raum für vielfältige Interpretationsansätze bietet. Die Geschichte, die von Liebe, Eifersucht und Mord handelt, bietet keine lineare Handlung, was die Entschlüsselung des mysteriösen Ablaufs in nur eine Richtung unmöglich macht. Fakt ist, dass „Mulholland Drive“ ein wirklich genialer und ungemein vielschichtiger Film mit grandiosen Kameraeinstellungen ist, der gekonnt mit den dunklen Ängsten seiner Zuschauer spielt. Die Darsteller, allen voran die großartige Naomi Watts als naive Betty, tun ihr Übriges, um aus diesem Thriller einen wahren Kultfilm zu machen.
Nichtsdestotrotz ist „Mulholland Drive“, mehr noch als andere Filme David Lynchs, eindeutig ein Thriller, an dem sich die Geister scheiden. Was die einen als Frechheit empfinden, ist für die anderen ein Meisterstück und Kunstwerk. Doch wer sich auf den Film und die vielschichtige Handlung einlassen kann, wird sich vorkommen, wie in einem Albtraum gefangen. Eine faszinierende Irrfahrt durch ein mysteriöses Thriller-Labyrinth ist dem Zuschauer gewiss, der sich in die Parallelwelten des David Lynch fallen lassen kann. Ein Film, den man sich in jedem Fall auch noch ein zweites und drittes Mal anschauen sollte – um festzustellen, dass seine Wirkung jedes Mal eine neue sein wird.
Wissenswertes
Im Mai 2001 wurde „Mulholland Drive“ bei den Filmfestspielen in Cannes uraufgeführt.
David Lynch gewann in Cannes den Preis für die beste Regie für „Mulholland Drive“. Trotz vieler weiterer Auszeichnungen wurde der Film kein kommerzieller Erfolg.
Im Abspann wird der Film der Schauspielerin Jennifer Syme gewidmet, die 2001 im Alter von 28 Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Drama, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Musik
OSCAR-Nominierungen
Beste Regie
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Kommentare
Noury 83 schreibt am 28.11.08, 09:58
Ich muss Tom bei diesem Film recht geben. Habe leider den Fehler gemacht und mir Mulholland Drive angeschaut, war pure Zeitverschwendung. Der Anfang war noch klar zuverstehen, aber spätestens ab dem zweiten Drittel hatte ich total die Übersicht verloren was mir der Film eigentlich erzählen will. Mir kam es so vor als wenn einfach eine Szene nach der anderen aneinander gereiht wurde ohne Sinn und Verstand. Ich glaub der Regisseur selber wusste nicht mal was er mit dem Film sagen wollte. Wahrscheinlich sollte alles auf den Zuschauer nur verstörend und bizarr wirken und sich von den üblichen Hollywoodproduktionen abheben. Naja das hat der Film devenitiv geschafft, mehr aber auch nicht.
Ich denke entweder man liebt David Lynch seine Filme oder man hasst sie, ein dazwischen gibt es nicht und ich zähle mich definitiv zu letzterem.
Andy K. schreibt am 16.11.07, 10:36
Es ist doch schön wenn Meinungen so geteilt sein können. Ich verstehe ja jeden der die Filme von Lynch nicht mag(oder vesrteht), aber Mullholand Drive ist einer dieser Filme der für mich aus allen Hollywood Filmen herausragt. Ich habe den Film zum dritten mal gesehen und es ist einfach nur faszinierend bei jedem mal eine neue Lösung und neue Details zu entdecken. Lynch versteht es einfach mit den Zuschauern zu spielen. Was mir gerade bei Lynch-Filme und am meisten in Mullholand Drive gefällt ist auch einfach wie er in die Seele des Zuschauers eindringt. Mit dieser enormen Bildergewalt,perfekten Schauspielern(mit welcher Leidenschaft die hier spielen) und dazu dieser Mega-Soundtrack macht einfach Spass. Man muss den Film nicht verstehen(aber man versucht es und das ist das geniale), man sollte ihn einfach auf sich wirken lassen und dabei geniesen. Mich hat er jedenfalls sehr beeindruckt!!!!
