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Fleisch ist mein Gemüse
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Regie
Christian Görlitz
Drehbuch
Christian Görlitz
Produzent
Susanne Freyer
Genre Tragik-Komödie FSK 12 Filmlänge 97 min Land Deutschland Kinostart 17.04.2008 Verleih Universal Pictures |
Story
Privat könnte es für den 24-jährigen Heinz Strunk schlechter nicht laufen: Seine Mutter ist eine Irre, Nachbarin Rosi heult ihm wann immer sich ihr die Möglichkeit dazu bietet die Ohren voll und die einzige Frau, die ihn ansatzweise nett zu finden scheint, ist plötzlich schwanger und wird bald heiraten. Prost, Mahlzeit! Als er eines Tages jedoch einen Anruf erhält und gefragt wird, ob er nicht Lust hätte, die Band Tiffany´s mit seinem musikalischen Talent zu unterstützen, scheint es für Heinz endlich Bergauf zu gehen. Mit Tiffany´s reist er von einem Schützenfest zur nächsten Ü-30 Party, wodurch er einige Mädchen kennenlernt und sich seinen Lebensunterhalt finanzieren kann. Die vollkommene Erfüllung sieht er in diesem Job allerdings nicht. Sein eigentlicher Traum ist es, Musik zu produzieren, doch dafür muss er erst noch eine Sängerin finden, die seine selbst komponierten Songs mit ihm zusammen aufnimmt.
Schauspieler
Maxim Mehmet, Heinz Strunk, Oliver Bröcker, Jona Mues, Susanne Lothar, Susanne Bormann, Rocko Schamoni, Andreas Schmidt
Filmkritik von Kathrin Lang
Der zugehörige Roman zu dieser Verfilmung schaffte es bis auf die Beststellerlisten und erreichte Kultstatus. Lange Zeit war „Fleisch ist mein Gemüse“ in allen Mündern, und Lesungen wurden beinahe in jeder deutschen Stadt angeboten. Nachdem „Fleisch ist mein Gemüse“ bereits Einzug auf etlichen Bühnen hielt und als Musical adaptiert wurde, verfilmte Regisseur Christian Görlitz die Zeilen nun auch für das Kino. Für alle begeisterten Leser dürfte die Verfilmung zu „Fleisch ist mein Gemüse“ sicherlich eine nette Untermalung zu den zuvor gelesenen Zeilen darstellen. Diejenigen, die das Buch allerdings nicht gelesen haben, sind etwas ratlos ob dem, was ihnen hier szenisch dargeboten wird. Im Großen und Ganzen gesehen passiert in dem Film nicht viel. Zwar werden etliche Details angesprochen, doch einen zusammenhängenden Sinn wollen und wollen die verschiedenen Einblicke unter dem Strich eigentlich nicht ergeben. Immer wieder hat man das Gefühl, dass man als Nicht-Leser nur die Hälfte von dem versteht, was einem hier gerade erzählt wird. Zwar wurde das ganze inszenatorisch nett aufbereitet und die Idee, Heinz Strunk als filmischen Vertreter der literarischen Erzählinstanz regelmäßig einzublenden, ist überaus gut. Ansonsten schafft es dieser biografische Film jedoch leider nicht, seinen Zuschauer zu begeistern. Hörte man die Leseratten noch über den genialen Humor Heinz Strunks berichten, kann der Zuschauer nur wenige wirklich lustige Höhepunkte in dem Film ausmachen. Schade, denn so wurde aus einem (scheinbar) tollen Buch mal wieder ein Film, der allenfalls in die Kategorie „guter Durchschnitt“ fällt.
"Fleisch ist mein Gemüse" basiert auf dem autobiografischen Beststeller von Heinz Strunk.