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Despereaux - Der kleine Mäuseheld
The Tale of Desperaux
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Regie
Sam Fell, Gary Ross
Drehbuch
Will McRobb
Produzenten
Gary Ross, Allison Thomas
Genre Animation FSK 6 Filmlänge 94 min Land USA Kinostart 19.03.2009 DVD-Start 06.08.2009 Verleih Universal Pictures |
Story
Das strahlende Königreich Dor ist für seine toll schmeckenden Suppenkreationen berühmtberüchtigt. Jährlich findet dort zu Ehren des königlichen Kochs ein großes Suppenfest statt, bei dem alle Bewohner und viele Gäste von Außerhalb zusammentreffen. Dieses Jahr befindet sich unter den zahlreichen Gästen auch die kleine und gefräßige Ratte Roscuro. Durch mehrere unglückliche Zufälle, geschieht ihm ein blödes Missgeschick: Er fällt in die Suppenschüssel der Königin, die daraufhin an ihrem Schock stirbt. An diesem Tag geht die Sonne über Dor unter und taucht nicht wieder auf. Das Lachen ist vergangenen und alle Hoffnung scheint vergebens. Bis zu dem Tag, an dem die kleine und überaus tapfere Maus Despereaux geboren wird. Gekommen, um das triste Königreich von seinem Fluch zu befreien…
Schauspieler
Synchronsprecher (englisches Original): Emma Watson, Dustin Hoffman, Matthew Broderick, Sigourney Weaver, Robbie Coltrane, Christopher Lloyd, Stanley Tucci, Ciarán Hinds, William H. Macy, Kevin Kline, Tracey Ullman, Tony Hale,
Synchronsprecher:
Uwe Büschken, Uli Krohm, Maria Koschny, Almut Zydra, Axel Malzacher, Joachim Tennstedt, Lutz Mackensy, Thomas Petruo, Detlef Bierstedt, Olaf Reichmann
Filmkritik von Kathrin Lang
Es ist nicht ganz fair, dafür aber umso naheliegender. Bei den drei Schlagworten „Animation, Ratten und Essen“ leuchten alle Lichter auf „Ratatouille“. Natürlich war schon im Vorfeld klar, dass der Universal-Streich nicht an den tierischen Erfolg seines Vorgängers aus dem Hause Pixar wird anknüpfen können. Vielleicht würde es den Machern aber gelingen ein ganz neues und eigenständiges Kinoabenteuer zu erschaffen? Doch weit gefehlt. Der auf einer vierbändigen Buchvorlage basierende Animationsstreifen „Despereaux – Der kleine Mauseheld“ verspricht viel und hält nur wenig. Die Erwartungshaltung des Zuschauers fällt bereits nach dem Vorspann in sich zusammen. „Despereaux – Der kleine Mauseheld“ wartet mit großen Namen auf, die den Figuren Leben einhauchen sollen. Dustin Hoffman, Sigourney Weaver und Stanley Tucci flimmern da groß und breit über die Leinwand. Das mag schön sein, bringt in der deutschen Synchronisationsfassung aber herzlich wenig. Schnell wird auch klar, weshalb ganz offensichtlich so viel Wert auf die namhaften Stimmen gelegt wurde, scheinen diese doch das einzige Ass im Ärmel dieses Filmes zu sein. Schon nach wenigen Filmminuten verheddert sich „Despereaux – Der kleine Mauseheld“ in den vielen Erzählebenen, die hier aufgespannt werden. So kommt es, dass Hauptfiguren plötzlich für etliche Szenen von der Bildfläche verschwinden und erst viel später, man hält es schon kaum mehr für möglich, ganz unerwartet wieder auftauchen. Dadurch wirken die Figuren nicht nur blass, sondern werden schnell auch uninteressant. Bleibt also noch die Hoffnung auf eine atemberaubende Optik, die uns die Sonnenseite der voranschreitenden Computertechnik vor Augen führt. Doch auch damit kann der vermeintliche Kinospaß nicht dienen. Viele Szenen wurden geradezu lieblos animiert und die großen technischen Überraschungen bleiben durchweg aus.
Somit wurde aus „Despereaux – Der kleine Mauseheld“ leider ein Streifen, der sich damit zufrieden geben muss, lediglich die kleinen Kinogänger mit seinen moralischen Weisheiten zu belehren, während Erwachsene den Kinosaal getrost frühzeitig wieder verlassen können – um zuhause mit „Ratatouille“ Spaß zu haben.
Dieser Film basiert auf der vierbändigen Buchvorlage von Autorin Kate DiCamillo.