Der Tag, an dem die Erde stillstand

The Day the Earth stood still

Filmplakat Der Tag, an dem die Erde stillstand
Regie Scott Derrickson  Drehbuch David Scarpa  Produzenten Paul Harris Boardman, Gregory Goodman, Erwin Stoff 
Genre Science-Fiction  FSK 12  Filmlänge 103 min
Land USA  Kinostart 11.12.2008  DVD-Start 08.05.2009  Verleih 20th Century Fox Germany

Story

Als die Biologin Helen eines Abends von einer ganzen Armada an Polizisten zu Hause abgeholt wird, ahnt sie noch nicht, was sie in den kommenden Tagen erwarten wird. Ein unbekanntes Flugobjekt rast auf die Erde zu und droht diese mit einem Schlag zu zerstören. Dann kommt jedoch alles anders: Kurz bevor das UFO auf die Erde krachen soll, verlangsamt es sich und landet sachte im Central Park. Heraus kommt ein Alien, der unheilvolle Botschaften mit sich bringt. Da die Spezies Mensch zu schlecht mit ihrem Planeten umgeht, soll dieser von seinen Bewohnern befreit werden. Während diese Nachricht die ganze Welt in hysterische Aufregung versetzt, behält vor allem Helen einen kühlen Kopf. Sie ist in dem Team der Wissenschaftler, die das fremde Lebewesen erforschen sollen. Als Helen jedoch merkt, dass alle um sie herum das Wesentliche – die Rettung der Erde – aus den Augen verlieren, beginnt für sie ein Marathon um ihr, und unser aller Leben…

Schauspieler

Der Tag, an dem die Erde stillstand Keanu Reeves, Jennifer Connelly, Jon Hamm, Kathy Bates, John Cleese, Jaden Smith, Aaron Douglas, Lorena Gale, Patrick Sabongui, J.C. MacKenzie, Mousa Kraish, Alisen Down, Hiro Kanagawa, Richard Tillman

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Der Tag, an dem die Erde stillstand Mal wieder ist die Welt dem Untergang geweiht. Da die Spezies Mensch zu schlecht mit ihrem Planeten umgeht, findet eine Invasion fremdartiger Lebewesen statt, die den Menschen weitaus überlegen sind, und die nun kurz davor stehen, den Planeten Erde von seinen Bewohnern zu befreien. Die Story klingt nicht sonderlich neu und ist es zweifelsohne auch nicht. Zum einen liegt das daran, dass „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ ein Remake des gleichnamigen Filmes aus dem Jahr 1951 ist. Zum anderen aber auch an der Tatsache, dass dieses unheilvolle Thema in den vergangenen Jahren mittels Science-Fiction-Streifen schon etliche Male Einzug in die Kinos hielt. Wie oft die Erde filmisch wohl schon untergegangen ist? Oder noch besser: Wie oft wurde sie wohl schon in letzter Sekunde noch gerettet? Fragen über Fragen. Doch wollen wir diese nun bei Seite lassen und einen (möglichst) objektiven Blick auf das neuste Fallbeispiel aus der Traumfabrik werfen:

Blendet man die schier endlose Vorgeschichte an Epidemie- und Invasionsfilmen aus, dann präsentiert sich „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ nicht einmal schlecht. Hochkarätig und absolut passend besetzt, wurde zumindest bei der Auswahl der Schauspieler alles richtig gemacht. Keanu Reeves liefert zusammen mit seiner Kollegin Jennifer Connelly ein schauspielerisch einwandfreies Spiel ab. Er, der etwas befremdlich wirkende Invasor von einem anderen Planeten, sie, die souveräne Wissenschaftlerin mit feinfühligen Weltretterambitionen. Doch nicht nur die Hauptakteure brillieren auf der Leinwand, sondern auch die Nebendarsteller. Jaden Smith, seines Zeichens Sohnemann von Superstar Will Smith, strebt eine sichtlich ernster werdende Karriere an. Nachdem er in seinem Spielfilmdebüt „Das Streben nach Glück“ noch an der Seite seines Daddys zu sehen war, musste es in „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ nun ohne Händchenhalten klappen – was zweifelsohne auch gelungen ist. Die Rolle des kleinen und verunsicherten Jacob, der seinen Platz in der Welt erst noch finden muss, passt ihm wie angegossen und lässt keine Fragen mehr offen. Kathy Bates als Verteidigungsministerin der United States liefert ein herrlich ironisches Statement zur amerikanischen Kriegsbereitschaft ab. John Cleese gibt den intellektuellen Nobelpreisträger Professor Barnhardt, trotz traurig wenig Screentime, ebenfalls sehr schmunzelnd und überzeugend. Überhaupt: Es ist geradezu wundervoll mit anzusehen, dass sich „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ in etlichen Szenen selbst nicht ernst nimmt. Immer wieder bieten die Dialoge Platz für witzige Momente, die augenzwinkernd und manchmal auch ganz heimlich, zum Zuschauer transportiert werden. Leider verliert der Film diese tolle charakteristische Eigenschaft gegen Ende immer mehr. Zusammen mit dem ironischen Unterton, verabschiedet sich tragischerweise auch immer mehr die Freude am Film. Am Schluss erscheint der Weltuntergang und die bevorstehende Rettung albern, wenn nicht gar überflüssig: Wir wissen ja ohnehin wie es ausgeht. Wozu also der übertriebene Spannungsbogen und die zugespitzte Dramatisierung der Geschichte?

Abschließende Frage: „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ oder einfach nur „Weltuntergang - Klappe die X.“? Trotz altbekanntem Thema geht „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ überraschenderweise nicht im großen Einheitsbrei des Genres unter. Dank einer von Anfang bis Ende makellosen Besetzung und dem zwischenzeitlichen Markenzeichen des ironischen Untertons, hebt sich „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ von seinen Mitkonkurrenten ab. Eine besondere Note schwebt hier merklich, wenn auch leider nicht durchgehend, mit und macht aus dem Science-Fiction-Streifen zwar kein neuartiges Abenteuer, aber immerhin eines, das dennoch weite Strecken zu unterhalten weiß. Leitsatz: Lieber nicht zu viel erwarten und am Schluss doch überrascht sein.

Wissenswertes

Der Tag, an dem die Erde stillstand "Der Tag, an dem die Erde stillstand" ist ein Remake des gleichnamigen Filmes von Robert Wise aus dem Jahr 1951.



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Kommentare

Thomas schreibt am 25.12.08, 21:09
Ein furchtbar mieser Film, selten habe ich mich durch hölzerne Akteure (Reeves ist eine Katastrophe, gewollt so phlegmatisch-dämlich?) und eine gänzlich missratene Story derart gelangweilt, fast schon geärgert. Der Film ist eine Farce, ein später Schlag ist Gesicht aller derer, die an der großartigen Erstverfilmung beteiligt waren. Spärlich gesäte Action-Szenen aus der B-Movie-Kiste, spröde Akteure, lächerliche Dialoge. Pure Langeweile! Der mit Abstand schlechteste Genre-Film seit Jahrzehnten, und das schließt auch solche Tiefschläge wie "Krieg der Welten" mit ein. Spart das Geld für sinnvolleren Zeitvertreib.
Thyrill schreibt am 19.12.08, 05:40
Weltuntergang - Klappe die X.

so gings mir in dem film
hat nur wenige höhepunkte und wirkt sehr konstruiert

dittsche würde sagen "das kauf ich euch NICHT ab"

für die schuspieler die noch das beste aus dem streifen gemacht haben vergebe ich 3*
Stefan schreibt am 16.12.08, 20:43
Hallo,

den ersten Film von 1951 kenne ich nicht.
Bin also ganz unvoreingenommen an die Neuverfilmung gegangen.

Naja, was soll ich sagen, der Film ist nicht wirklich schlecht aber auch kein Film der mich vom Hocker haut.

Die Storyline ist für meinen Geschmack zu dünn. Man erfährt nur sehr wenig von allen Beteiligten. Hier hätte man sich etwas mehr Film-Zeit für die Hauptfiguren nehmen sollen( auch ein kurzer Blick auf die so genannten ´´Beschützer der lebensfähigen Planeten´´ hätte dem Film mehr Tiefe gebracht.
Der Schwerpunkt liegt zu stark auf der Moral der Geschichte.


Fazit: 3Sterne
Ist eienn Kinogang nicht Wert. Für einen Unterhaltsamen DVD Abend macht der Film was her.



Mfg Stefan
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