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Märzmelodie
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Regie
Martin Walz
Drehbuch
Martin Walz, Lars Hoeppner
Produzent
Manuela Stehr
Genre Tragik-Komödie FSK 0 Filmlänge 96 min Land Deutschland Kinostart 07.02.2008 DVD-Start 05.09.2008 Verleih X-Verleih |
Story
In der Großstadt Berlin treffen sechs Menschen aufeinander: Die hoffnungslos überforderte Grundschullehrerin Anna, die kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht, weil die Schüler mit ihr machen was sie wollen. Dann Schauspieler Thilo, der irgendwo auf dem Weg zur großen Karriere gescheitert ist und nun in einem Callcenter Wein verkauft. Da sowohl Anna als auch Thilo solo ist, sollen die beiden verkuppelt werden und das von Valerie und Moritz, einem jungen Ehepaar, das mit aller Kraft versucht das Leben auch mit Kind und Job geregelt zu bekommen. Zu guter Letzt sind da noch Katja, Thilos Exfreundin, und Florian, Thilos guter Kumpel und zudem heimliche Affäre von Katja. Da eigentlich alle der sechs Personen genug mit sich selbst beschäftigt sind, kommt es immer wieder zu Problemen unter den Freunden und Bekannten. Schnell merken sie, dass jeder erst zu sich selbst finden muss, um seinen Platz in der Welt finden und ein glückliches Leben führen zu können…
Schauspieler
Jan Henrik Stahlberg, Alexandra Neldel, Gode Benedix, Gedeon Burkhard, Jana Pallaske, Günther Maria Halmer, Veronika Nowag-Jones, Rolf Peter Kahl, Ralph Herforth, Andreja Schneider, Lina Hannah Bierhoff, Adriana Altaras
Filmkritik von Kathrin Lang
Zugute halten muss man Martin Walz´ Film „Märzmelodie“ zweifellos, dass er originell ist und mit kuriosen Stilmitteln aufwartet, die in diesem Ausmaß zuvor noch nie da gewesen sind. Doch nicht immer reichen gute und neue Ideen aus, um auch wirklich einen sehenswerten Streifen zu produzieren. Im Fall von „Märzmelodie“ geht dieser Schuss nämlich ganz gewaltig nach hinten los. Leicht schockiert ist der Zuschauer, wenn Alexandra Neldel zum ersten Mal ihre Lippen bewegt und plötzlich eine ganz andere Stimme ertönt, die irgendein nettes deutsches Liedchen trällert. Zwar gewöhnt man sich schon bald an den ewigen Wechsel zwischen normalen Dialogen und dem plötzlichen Umschwung in den Singsang, doch anfreunden kann man sich damit nur schwerlich. Die Idee ist nett, doch sie nervt und hinterlässt den Eindruck eines vollkommen zusammengeschusterten Filmes, der kein rundes und stimmiges Bild ergibt. Auch die Story rund um dieses musikalische Filmgerüst lässt zu wünschen übrig. Eine romantische Komödie hatte man erwartet, bekommen hat man eine übertrieben sentimentale und zutiefst deprimierende Geschichte über sechs Menschen, die ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden haben. Bereits nach einer halben Stunde ist es schon kaum mehr zu ertragen, noch länger in die permanent qualvoll aussehenden Gesichter auf der Leinwand zu blicken. Und tatsächlich – bis zum Schluss schaut hier einer deprimierter und zerstörter in die Kamera, als sein Kollege vor ihm. Die pure Lustlosigkeit macht sich breit – und das nicht nur bei den Akteuren auf der Leinwand, sondern auch beim Publikum im Kinosessel. Nein, so macht Kino nur wenig Spaß. Beim nächsten Mal bitte wieder etwas mehr Enthusiasmus, dann kommt vielleicht auch die Idee mit den Gesangseinlagen besser an.
Wissenswertes
Das Besondere an den Gesangseinlagen ist, dass die Schauspieler die Stücke nicht selbst singen, sondern die Originalsongs von deutschen Rockgrößen wie Nena, Udo Lindenberg, Rio Reiser oder Element of Crime verwendet werden.
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Kommentare
ulli schreibt am 11.02.08, 15:39
Ich kann mich der Meinung dieses Menschen in keinster Weise anschließen. Der Film lässt sich zwar manchmal einen Tick zu lang Zeit, und tatsächlich muss man sich an die "Gesangseinlagen" erst gewöhnen. Aber die Titel sind sehr liebevoll ausgesucht, und irgendwie kennt man das ja, das man in bestimmten Situationen eine bestimmte Liedzeile im Kopf hat.
Der Film hat eben nicht diesen MTV-Clip-Rythmus, aber das kann ja auch mal ganz schön sein! Wer Filme UND Musik mag, ist hier jedenfalls nicht allzu schlecht aufgehoben. Und zwischendurch stellt man auch noch überrascht fest, das Gideon Burkhard irgendwann kürzlich fast gelernt hat zu schauspielen.
Stephanie K. schreibt am 03.02.08, 02:10
Ich hatte schon das große Glück und durfte mir "Märzmelodie" bereits zu seiner Premiere ansehen und kann nur sagen......schnappt Euch Eure Familien, Eure Freunde oder Eure Partner und geht ins Kino!!! Schaut Euch den Film an, ihr werdet es nicht bereuen!!! :-)
Jeder von uns hat doch bestimmt schon mal das Gefühl gehabt, daß er seine Worte in bestimmten Situationen gerne mal ganz besonders verpacken würde oder wünscht man sich manchmal nicht auch, daß man seine Gefühle mal auf eine ganz besondere Art und Weise zum Ausdruck bringen kann??
Dann gehts uns doch nicht viel anders als den Charakteren in "Märzmelodie". Sie drücken ihre Gefühle in Form von Musik aus und gibt es was besseres als Musik?? Musik sagt manchmal sooo viel aus!!! :-)
"Märzmelodie" ist einfach ein Film für die ganze Familie! In diesem Film passt einfach alles perfekt zusammen! Die Geschichte ist wirklich niedlich und auch, wenn für manche die Sache mit den Songs, die den Darstellern direkt in den Mund gelegt werden, am Anfang vielleicht ein wenig ungewohnt ist, merkt man im Laufe des Films aber ziemlich schnell, daß das einfach nur wahnsinnig genial gemacht ist! Die Songs passen einfach immer perfekt zu den jeweiligen Situationen und sind unglaublich gut ausgewählt!!
Aber, ein Film würde nie funktionieren, wenn da nicht auch die perfekten Schauspieler wären! Die Schauspieler bringen die nun wirklich komplett unterschiedlichen Charaktere einfach hervorragend rüber, allen voran Alexandra Neldel!
Alexandra Neldel kann besonders in "Märzmelodie" jetzt ziemlich gut beweisen, daß sie erwachsen geworden ist und vor allem aber kann sie ihre Vielseitigkeit besonders gut zum Ausdruck bringen!! Mit der Rolle der Anna Brokate kann sie wirklich ein mal aufs Neue beweisen, was so alles in ihr steckt!
Aber auch den tolpatschigen Thilo, gespielt von Jan Henrik Stahlberg, schließt man relativ schnell in sein Herz und man wünscht ihm von Anfang an einfach nur, daß er ENDLICH mal das richtig große Los zieht!
Daher.......wer einfach mal wieder Lust auf eine süße Liebesgeschichte, Lust auf jede Menge Witz und vor allem aber Lust auf ganz viel Musik hat, der sollte sich "Märzmelodie" nicht entgehen lassen!!!!
Von daher kann ich nur raten.....reingehen, anschauen, Spaß haben!!!!!
Also dann........"Singen Sie gern?" Na, dann nichts wie ab ins Kino!!! ;-)
