Hancock

Filmplakat Hancock
Regie Peter Berg  Drehbuch John August, Peter Berg  Produzenten Akiva Goldsman, Michael Mann, Will Smith, James Lassiter 
Genre Action-Drama  FSK 12  Filmlänge 92 min
Land USA  Kinostart 03.07.2008  DVD-Start 06.11.2008  Blu-ray-Start 06.11.2008  Verleih Sony Pictures

Story

Es gibt Helden, Superhelden … und dann gibt es noch Hancock. Mit außerordentlichen Kräften ausgestattet, rettet er zwar täglich Leben und lehrt Verbrecher das Fürchten, richtet dabei aber einen Schaden an, der nicht selten in die Millionen geht. Wo andere Superhelden geliebt und vergöttert werden, wird Hancock gehasst. Viele Bürger von L.A. lassen ihrem Ärger und ihrer Wut freien Lauf und sprechen in diverse Fernsehkameras, das sie DIESEN Helden nicht brauchen und er sich doch schnellstmöglich zum Teufel scheren sollte.
Hancock selbst kümmert es nicht. Er liegt gerne betrunken auf irgendeiner Parkbank und harrt der Dinge, die da kommen. Nur durch Zufall lernt Hancock den PR-Fachmann Ray Embrey und seine schöne Frau Mary kennen. Ray will das Image des Anti-Helden aufpolieren und ihn zu einem Symbol werden lassen, dass er sein sollte.
Unglücklicherweise entstehen so ganz neue Probleme, mit denen der „neue Held“ erst einmal zu Recht kommen muss…

Schauspieler

Hancock Will Smith, Charlize Theron, Jason Bateman, Adam Del Rio, Jameson Dixon jr., Daeg Faerch, Valerie Azlynn, David Mattey

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 4 von 5 Ms Hancock Wer sonst könnte Hancock besser spielen als Publikumsmagnet Will Smith? Immer wieder ließ der Hollywood-Superstar, der 2008 bereits in dem Endzeit-Thriller „I am Legend“ zu sehen war, das Drehbuch umschreiben und sich so die Figur des verkaterten Superhelden auf den Leib schneidern. Gebracht hat es in der ersten Hälfte des Films wenig. Die ersten 60 Minuten sind ziemlich lang und, trotz der beeindruckenden Special-Effects, wenig ansprechend. Das mag auch an der furchtbaren Kameraführung liegen, die während des gesamten Films mehr an ihren Schauspielern klebt, als sie ins rechte Bild zu rücken. Man fühlt sich genötigt aufzustehen, um sich noch weitere Reihen nach hinten zu setzen, weil man das Gefühl hat, gar nicht alles mitbekommen zu können – selbst wenn man wollte. Vielleicht war es auch ein Fehler, „Hancock“ als Komödie zu bewerben, denn witzig, wie „Bad Boys“ oder „Men in Black“ in dieser Film nicht geworden. Muss er ja auch nicht! Jedoch darf man aber auch keine falschen Erwartungen beim Zuschauer wecken. „Hancock“ ist scheinbar, nach „Das Streben nach Glück“ und „I am Legend“, ein weiterer Versuch von Will Smith, sich vom Image des ewigen Spaßmachers zu lösen und Filme mit Tiefgang in die Kinos zu bringen.
In der zweiten Hälfte des Films gewinnt die Geschichte dann endlich an Fahrt, man gewöhnt sich allmählich an die Kamera, die Figur des Hancock wird interessanter und der Storyverlauf – Charlize Theron’s Rolle sei Dank – origineller, packender, emotionaler. Wie in vielen anderen Filmen ist Theron auch in „Hancock“ wunderschön, ausdrucksstark und sexy – was will man mehr? Diese Frau versteht es, sich neben einem dominierenden Hauptdarsteller, wie Will Smith einer ist, zu behaupten.
„Hancock“ ist ein actionreicher, aber nicht durchweg überzeugender Streifen mit Tiefgang geworden, der Fans von viel Special-Effects, krachenden Szenen und originellem Handlungsverlauf sicherlich zufrieden stellen wird, denn ob wir wollen oder nicht: Irgendwann liebt man diesen Superhelden auf jeden Fall.

Wissenswertes

Hancock Über 5 Jahre ließ Hauptdarsteller und Produzent Will Smith das Drehbuch zu "Hancock" entwickeln. In dieser Zeit sprang so manch bekannter Regisseur ab. Unter anderem hätte Michael Mann und anschießend Jonathan Mostow den Streifen inszenieren sollen.



Besucherbewertung
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Kommentare

mark schreibt am 30.03.09, 12:23
Hancock - was für ein durchgeknallter Film. Will . . . ääh . . . Will . . . natürlich . . . Will Smith . . . ist er doch hier mal wieder voll in seinem Element, will er hier als der Held darstehen, ist mal Chralize Theron, die ihm die Show stiehlt. Schade, so richtig überzeugen kann der Film auch nicht, er hetzt von einem Ort und zum Nächsten, tut dies, tut das, Showdown, zack Filmende. Man hätte aus dem Film soviel machen können, dann seit wann geht ein Superhelden-Filmen der die Welt retten soll so kurz. Hätte ich mir wirklich mehr erwartet. Besonders wird nicht mal die Welt gerettet, aber egal, da soll sich jeder selbst ein Bild machen, denn sehen sollte man diesen Streifen auf jeden Fall. Alleine die Effekte sind es wert, das man sie sieht. Also, gute Nacht liebe Filmfreunde.
FrankRosskoss@aol.com schreibt am 15.08.08, 01:12
Nun kurz bevor ich ins Bett gehe und gerade vom Frankenheim-Open-Air-Kino in Düsseldorf herkomme...muss ich noch kurz ne Filmkritik abgeben.

Hancock...FSK ab 16 Jahre...im Düsseldorfer Open-Air-Kino durchaus berechtigt!!

Die ersten 30 Minuten strotzt der Film - Will Smith sei Dank - vor aberwitzigen aber auch durchaus krassen Verbalausdrücken...wie am Fließband!!
Hancock ist ein heruntergekommender "Antiheld" mit Superkräften und erlangt mit Hilfe eines Promoters zunehmend Anerkennung für seine Heldentaten.
Im ersten drittel des Filmes säuft Hancock und verursacht bei seinen "immerzu guten Taten" heftige Kollateralschäden und baggert zudem ohne Ausnahmen jederman an.

KEIN Grund den Film Jugendlichen unter 16 zu zeigen...denn sie würden nur noch mehr Nahrung (=neue Kraftausdrücke) dazu bekommen.
Dieser Film - so Unterhaltsam er auch ist setze ich daher auf den Index - unter 16 Jährige und würde diesen Film - in dieser Version - wirklich keinen Jugendlichen unter 16 Jahren zeigen wollen.

Witzig ist der Film allemal mit auch gutem Unterhaltungswert.
Ein Film FÜR Erwachsene mein Fazit...und durchaus mit Sinn "und Verständniss" für krassem, schwarzen und zynischem Humor.

Nach 2/3 des Films schwenkt der Film von einer urkomischen sarkastischen Komödie um in immer mehr Dramatik - mit allerdings gutem und auch wieder witzigem Ende.

LG
FrankRosskoss
DerDude schreibt am 08.07.08, 17:43
Hab den Film heute gesehen und find ihn im Gegensatz zu den schlechten Kritiken, die ich vorher gelesen habe, erstaunlich gut.
Einige "Kritiker" scheinen es für notwendig (um ja nicht den Verdacht zu erregen, so etwas Profanes gut zu finden) zu erachten, jeden Superheldenfilm schlecht zu reden.
Beim widerlich moraltriefenden Spiderman oder den strunzdummen Hulkfilmen versteh ich das ja, aber Hancock fand ich nun wirklich mal angenehm unverkrampft, ja sogar beinahe intelligent für das Genre.

Auch stimmt die oft geäusserte Behauptung nicht, Hancock werde im späteren Verlauf des Films völlig umgekrempelt zum Saubermann, er kommt nur mit sich selbst ins Reine, seine "nette" Masche wirkt aber auch später eher belustigend verkrampft und man merkt, das er sich immer noch schwertut im Umgang mit Menschen, da ist also überhaupt kein Bruch in der Persönlichkeit wie behauptet.

Und was die Story angeht, die fand ich grade gut, kein finaler Showdown gegen einen übermächtigen Bösewicht wie in all den anderen Filmen dieser Art, vielmehr ein alle Figuren einbeziehendes Ende, das schon daher nicht als dumm abgetan werden kann, weil die Details der Mythologie hinter der Geschichte im ganzen Film nie abschliessend erklärt werden, sondern nur nebulös umschrieben.
Auch das hebt sich wohltuend von dem dümmlichen pseudowissenschaftlichen Einheitsbrei anderer Superheldenfilme wie z.B. Supergau inklusive superdoller Verstrahlung plus Superkräften oder nem Spinnenbiss oder anderen Albernheiten ab.
Der Film ist absolut sehenswert und in dem Kino, wo ich ihn gesehen habe, gabs sogar Ovationen. ;)
toni schreibt am 05.09.09, 16:13
Will smith hat natürlich überragend gespielt mir haben seine Elemente und Akresifitäten gut gefallen.Am besten fand ich die stelle mit dem Kind das immer ARSCHLOCH sagt und dann das Kind in die Luft schickt.
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