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Young@Heart
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Regie
Stephen Walker, Sally George
Produzent
Sally George
Genre Dokumentation FSK 6 Filmlänge 107 min Land USA Kinostart 02.10.2008 DVD-Start 02.03.2009 Blu-ray-Start 28.10.2011 Verleih Senator Film |
Story
Der "Young@Heart"-Chor besteht aus rüstigen Rentnern, die eine Liebe eint: die zur Musik. Egal, welche Diagnosen diese Menschen auch immer hinter sich haben, nichts (oder fast nichts!) hält sie davon ab, bei den wöchentlichen Proben zu erscheinen. Schließlich gilt es, ein Publikum zufriedenzustellen, das nicht nur in den USA, sondern auch in Europa zu finden ist. Der Chor ist in beiden Kontinenten sehr erfolgreich unterwegs und begeistert durch Authentizität und Originalität immer und immer wieder sein zahlreiches Publikum, das keine Altersgrenzen kennt...
Filmkritik von Thomas Ays
Was ist es, was wir an Geschichten, egal welchen Genres, wundervoll finden? Was uns Tränen in die Augen treibt, uns mitfiebern lässt, bewegt? Die Figuren. Wenn die Figuren unser Herz berühren, uns packen, mitnehmen auf eine Reise, dann kann uns niemand mehr aufhalten. Dann wollen wir wissen, wie ihre Geschichte weitergeht – und endet.
Das ist auch im Fall der Dokumentation so. Schicksale zu zeigen, zu dokumentieren, ist die eine Sache - die Menschen, die zu sehen sind, zu würdigen, die andere. Die beiden Regisseure Stephen Walker und Sally George hatten das Glück, dass sie in dem „Young@Heart“-Chor nicht nur wundervolle Menschen gefunden haben, sondern eine ergreifende Zeit mit ihrer Kamera einfangen konnten. Diese Sänger und Sängerinnen sind derart einzigartig, dass man sie von der ersten bis zur letzten Minute in sein Herz schließt, aus dem sie so schnell nicht wieder entkommen können.
Um Taschentücher kommt man in dieser Doku wohl nicht herum. Stephen Walker und Sally George schlagen in dieser Hinsicht gnadenlos zu und lassen Tränen fließen. Das schaffen sie sowohl der tollen Musik wegen, als auch durch ihr unumstrittenes Talent, echte Kerle und coole Frauen einzufangen, die jedes Alter vergessen machen. Wer will nicht alt werden, wenn er diese Menschen kennengelernt hat?
„Young@Heart“ hat viele emotionale Szenen und ist nicht nur ein Plädoyer für die Liebe untereinander, sondern auch für Menschenwürde und Toleranz. Alt werden wir nun mal alle – doch ein Stück weit können wir immer noch selbst entscheiden, was wir aus unserem Leben machen wollen.
"Young@Heart" erhielt beim Warschau International Film Festival, dem Los Angeles Film Festival und dem Atlanta Film Festival den Publikumspreis. 