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Der rote Baron
The red Baron
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Regie
Nikolai Müllerschön
Drehbuch
Nikolai Müllerschön
Produzenten
Dan Maag, Thomas Reisser, Roland Pellegrino
Genre Kriegs-Drama FSK 12 Filmlänge 129 min Land Deutschland Kinostart 10.04.2008 DVD-Start 22.08.2008 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
1916: Europa befindet sich im Krieg und ist an der Westfront im Marsch auf Paris. Die Bodentruppen werden von einer Fliegertruppe, die Helden der Lüfte, unterstützt. Bei ihnen ganz vorne mit dabei ist Freiherr Manfred von Richthofen, der mit seinen geschickten Manövern die meisten feindlichen Flieger vom Himmel holt. Schon bald werden die obersten Heeresführer auf den Freiherr aufmerksam und befördern ihn zum Truppeneinsatzleiter. Als er eines Tages dann tatsächlich das „Ass der Asse“ ist und von ganz Deutschland mit ehrwürdigem Blick bedacht wird, werden ihm von der schönen Krankenschwester Käte jedoch die Augen geöffnet. Diese führt Manfred, der nur noch unter dem Namen „der rote Baron“ bekannt ist, das Grauen des Krieges vor Augen. Dadurch verliert der Krieg für ihn den spielerischen Charakter und er kann sich den Luftduellen nicht mehr mit völliger Hingabe entgegenstellen…
Schauspieler
Matthias Schweighöfer, Lena Headey, Til Schweiger, Jan Josef Liefers, Hanno Koffler, Volker Bruch, Tino Mewes, Maxim Mehmet, Steffen Schroeder, Joseph Fiennes, Ralph Misske, Axel Prahl
Filmkritik von Kathrin Lang
Nachdem sich der deutsche Film einige Zeit zurückgehalten hat, wagt er sich nun mit „Der rote Baron“ wieder in etwas schwierigere Gefilde. Das Set musste der Zeit des Ersten Weltkriegs nachempfunden werden, es galt atemberaubende Flugmanöver in tollen Bildern festzuhalten und die Schauspieler in alte Militäruniformen zu pressen, die sich anschließend fast so steif artikulieren, wie sie sich in ihren Klamotten fortbewegen. Keine leichte Herausforderung für die kleine deutsche Filmindustrie, die sie jedoch durchaus souverän gemeistert hat.
Schade nur, dass es der Crew hinter „Der rote Baron“ offensichtlich nicht an filmischem Know-how gefehlt hat, sondern an den nötigen finanziellen Mitteln zur runden Umsetzung des deutschen Historienauszugs. Einige Szenen, die überaus interessant und zum tieferen, historischen Verständnis wichtig gewesen wären, konnten wegen Geldmangel scheinbar nicht abgedreht, sondern nur im Nachhinein mit Hilfe eines kleinen Gesprächs der Charaktere rekapituliert werden. Auch die Flugmanöver, die der rote Baron mit seiner Flotte absolviert, müssen im Hinblick auf Fliegerszenen, wie wir sie zuhauf aus amerikanischen Filmen kennen, deutlich hinten anstehen. Doch allzu unfair will man nicht sein: Dass ein deutscher Film schon rein optisch nicht mit Hollywoodproduktionen wie „Flyboys – Helden der Lüfte“ mithalten kann, ist nichts Neues und muss auch nicht zum ausschlaggebenden Kriterium ernannt werden. Betrachtet man die Schauspielerriege rundum Frontmann Matthias Schweighöfer, die sich merklich viel Mühe gegeben hat, ist es für den Zuschauer ein Leichtes dem „roten Baron“ die eine oder andere optische Umsetzungsschwäche zu verzeihen.
Was jedoch deutlich schwerer und kritischer ins Gewicht fällt, ist die Tatsache, dass sich „Der rote Baron“ offensichtlich nicht immer auf historische Tatsachen berufen kann. So soll das Fliegerass Richthofen während des Krieges niemals eine Frau an seiner Seite gehabt haben – im Film natürlich herrlich verklärt als emotionale Romanze mit einer Krankenschwester - und auch seine sehr faire Ader, den Abschuss feindlicher Flieger betreffend, wurde stark geschönt. In Wirklichkeit war der Herr Baron wohl nicht einmal ansatzweise so gnädig und „sportlich fair“ veranlagt, wie man es für die glattgebügelte Filmhistorienvariante gerne auf Fakten basierend gehabt hätte.
Historische Schwachstellen und optische Mängel außer Acht gelassen, bedeutet „Der rote Baron“ für den deutschen Film dennoch ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Wissenswertes
In "Der rote Baron" ist der deutsche Erfolgsschauspieler Matthias Schweighöfer in seiner bislang größten Rolle zu sehen.
Auch der Film "Der Rote Baron - Manfred von Richthofen" von Regisseur Roger Cormanaus dem Jahr 1970 beschäftigt sich mit der Figur des Manfred von Richthofen.
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Kommentare
Rebecca schreibt am 27.03.10, 21:56
Ich habe mir den Film heute in der Bibliothek ausgeliehen und muss sagen, dass der Film einfach genial und fantastisch ist.
Ich verstehe die Kritiken von den meisten nicht, die sagen, dass der Film so schlecht sei.
Einer der besten, die ich bis jetzt gesehen habe!!!
Daniela Muellerschoen schreibt am 15.04.08, 13:49
Ich hatte mir von diesem Film, auf Grund der mitwirkenden Schauspieler mehr erwartet. Ich fand ihn einfach unglaubwuerdig, teilweise fast peinlich. Ich kann diesen Film nicht emfehlen.
harpless schreibt am 13.04.08, 12:26
Ich habe mir den Film trotz der Kritik angesehen und auch ich finde ihn klasse. Ich kann die Kritik, die mehrheitlich unsachlich und polemisch ist, nur dadurch erklären, dass die Kritiker offensichtlich nur paranoide Sadisten als deutsche Kriegsteilnehmer akzeptiert.
Stefanie schreibt am 12.04.08, 11:11
Ich war gestern im Kino und muss sagen: Der Film ist fanastisch. Matthias Schweighöfer spielt meiner Ansicht nach sehr authentisch und auch Lena Heady kommt glaubwürdig rüber. Die ganzen Nebencharaktere wie Til Schweiger, Hanno Koffler und Joseph Fiennes überzeugen und die natürlich so wichtigen Flugszenen sind spannend in Szene gesetzt worden. Auch die Gefühle der Protagonisten sind wunderbar dargestellt. Kann die so überragend negative Kritik nicht verstehen.

