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Schrei nach Freiheit
Cry Freedom
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Regie
Richard Attenborough
Drehbuch
John Briley
Produzent
Richard Attenborough
Genre Historien-Drama FSK 12 Filmlänge 151 min Land Großbritannien Kinostart 29.02.1988 DVD-Start 16.06.2003 Verleih Universal Pictures |
Story
Donald Woods ist Chefredakteur einer Zeitung in Südafrika und versucht als weißer Mann objektiv zu berichten. Er schönt keine Fakten und berichtet glaubhaft. Sowohl Schwarze, als auch Weiße vertrauen ihm. Doch er schießt auch gern gegen den Gründer des Black Consciousness Movement (BCM), Steve Biko, den er als Rassist bezeichnet.
Eine enge Freundin von Biko sucht Woods auf und bittet ihn, sich mit Biko zu treffen, seine Ansichten zu hören und zu verstehen. Nur so kann das Schicksal vieler Menschen in Südafrika verändert werden. Woods willigt ein und trifft sich mit dem Bürgerrechtler, der gebannt in seinem Haus sitzt und nie mit mehr als einem Menschen zusammen sein darf.
Nach einer hitzigen Diskussion kommen sich die beiden Männer gedanklich näher. Woods freundet sich mit Biko an und kämpft schließlich für seine Sache: Für ein freies Südafrika, ohne Unterdrückung, ohne Leid, ohne Mord und ohne Schmerz. Doch den Männern steht ein schwerer Kampf bevor...
Schauspieler
Kevin Kline, Kevin McNally, Denzel Washington, Penelope Wilton, Kate Hardie, Andrew Whaley, Albert Ndinda, Juanita Waterman, John Matshikiza, Wabei Siyolwe, Josette Simon, Shelley Borkum
Filmkritik von Thomas Ays
"Mit Ausnahmen zweier Personen, deren Identität zu ihrem Schutz geheim gehalten wurde, entsprechen alle Personen und Ereignisse dieses Films der Wahrheit!" So beginnt Richard Attenborough Film "Schrei nach Freiheit" und nach 151 Filmminuten hat man als Zuschauer die traurige Gewissheit: Die schlimmsten Geschichten, die uns auf der großen Leinwand erzählt werden, sind wahr. Die Apartheid in Südafrika hat schreckliche Verbrechen begangen, die durch nichts zu rechtfertigen sind, außer dadurch, dass Menschen mit Macht wahre Monster werden können, die jahrelang die schwarzen Ureinwohner von Südafrika unterdrückten und Menschen, wie Steve Biko, töten konnten oder jene, wie Nelson Mandela wegen seiner Meinung jahrelang wegsperren durften.
Bei einem Aufstand von Schulkindern (!) am 16. Juni 1976, bei dem es um die Weigerung ging, an ihrer Schule Afrikaans, die Sprache der Unterdrückung, zu lernen, wurden 700 (!) Schulkinder getötet und 4000 verletzt. Straffrei und von der Regierung gebilligt.
"Du als schwarzes Kind, klug oder dumm, wirst in diese Welt hineingeboren und, klug oder dumm, stirbst Du hier auch." (Steve Biko im Gespräch mit Donald Woods)
1962 erließ die Regierung Südafrikas ein Gesetz, das ihr erlaubte, Menschen ohne Prozess inhaftieren zu können. Auch Steve Biko ereilte dieses Schicksal. Er starb in Haft durch schwere Gehirnverletzungen - offenbar wurde er zu Tode gefoltert. Offiziell starb er an Hungerstreik. Auch eine Untersuchung und nach einer Autopsie verlasen (weiße) Verantwortliche, es sei kein Fremdeinwirken oder Verbrechen Schuld am Tod von Steve Biko.
Auch mehrere Hundert andere Menschen fanden in den Zellen ihren Tod. Offizielle Todesursachen waren "Selbstmord durch Erhängen", "Keine Erklärung", "Stürzte aus dem 7. Stock", "Natürliche Todesursache", "Selbstmord", "Thrombose" oder "In der Dusche ausgerutscht".
Richard Attenboroughs Film über Südafrika ist ein eindrucksvolles Machwerk über die Zustände in Südafrika. Mit packenden Bildern, wunderbaren Schauspielern und einer eindringlich inszenierten Geschichte macht der OSCAR-Preisträger auf die verheerenden Zustände in diesem Land aufmerksam. Zu solchen Gräueltaten ist wahrhaftig nur eine Kreatur auf diesem Planeten fähig: Der Mensch.
Wissenswertes
Im Oktober 1987 erschien das Buch "Biko" von Autor Donald Woods.
"Schrei nach Freiheit" erzählt eine wahre Geschichte. Lediglich zwei Figuren wurden zu ihrem Schutz verändert.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Drama, Beste Regie, Bester Nebendarsteller (Denzel Washington), Beste Musik
OSCAR-Nominierungen
Bester Nebendarsteller (Denzel Washington), Beste Musik, Bester Titelsong ("Cry Freedom")
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