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Gegenschuss - Aufbruch der Filmemacher
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Regie
Dominik Wessely, Laurens Straub
Drehbuch
Rainer Kölmel, Laurens Straub, Dominik Wessely
Produzent
Rainer Kölmel
Genre Dokumentation FSK 6 Filmlänge 120 min Land Deutschland Kinostart 14.02.2008 Verleih Kinowelt |
Story
Regisseure wie Werner Herzog oder Rainer Werner Fassbinder zählen zu den Erfolgreichsten des neuen deutschen Films. Doch ihr Schaffen wäre ohne den Einsatz der Gründerväter des Deutschen Autorenverlags nicht möglich gewesen. Es galt sich den Weg frei zu schaufeln, um den deutschen Film nach dem Zweiten Weltkrieg auch international wieder bekannt und erfolgreich zu machen. In „Gegenschuss – Aufbruch der Filmemacher“ geht Regisseur Dominik Wessely einige Jahrzehnte in der Zeit zurück und blickt auf den ersten Aufschwung des deutschen Films, nachdem er jahrelang in der Versenkung verschwunden war.
Schauspieler
Heinz Badewitz, Hark Bohm, Uwe Brandner, Michael Fengler, Veith von Fürstenberg, Hans W. Geißendörfer, Irm Hermann, Werner Herzog, Peter Lilienthal, Tom Luddy, Margaret Menegoz, Lynda Myles, Hans Noever, Thomas Schamoni, Peter Sickert, Laurens Straub, Dan Talbot, Wim Wenders
Filmkritik von Kathrin Lang
In den 20er Jahren blüte der deutsche Film mit Regisseuren wie Fritz Lang und Robert Wiene vollkommen auf. Der expressionistische Film sorgte nicht nur national, sondern auch auf internationaler Ebene für Aufsehen und Anerkennung. Doch was kam danach? Zunächst der Zweite Weltkrieg, der die deutsche Kinolandschaft mit Propagandafilmen überschwemmte und für das Ausland uninteressant machte. Aus dieser Krise galt es sich zu befreien und einen Weg hinaus aus der langen Zeit der Nachkriegsdepression zu finden. Dies geschah erst in den 70er Jahren, als sich Regisseure wie Wim Wenders, Uwe Brandner, Michael Fengler, Hans Noever, Peter Lilienthal, Thomas Schamoni und Laurens Straub in München formatierten, um den Filmverlag der Autoren, eine Produktions- und Verleihgenossenschaft, zu gründen. An dieser Stelle setzt die Dokumentation „Gegenschuss – Aufbruch der Filmemacher“ ein, um uns - ausgehend von der Gründung des Filmverlags der Autoren - die Geschichte des neuen deutschen Films zu erzählen. Dies geschieht, trotz der langen Spielzeit von 120 Minuten, auf überraschend fesselnde Art und Weise. Die Interviewaufnahmen von den Filmemachern wurden kurzweilig geschnitten und toll in die Dokumentation eingefügt. Besonderen Reiz erlangt „Gegenschuss – Aufbruch der Filmemacher“ jedoch zweifellos durch die Filmausschnitte, aus den wichtigsten Filmen der Zeit, und einigen Mitschnitten von interessanten Fernsehauftritten der Regisseure. Auf diese Weise bekommt der Zuschauer durch diese Dokumentation einen guten Einblick in das Schaffen und Wirken der wichtigsten deutschen Filmemacher und lernt sie, ganz nebenbei, auch von einer etwas anderen Seite kennen. Wenn Wim Wenders oder Thomas Schamoni ein bisschen von „damals“ plaudern, ist das nicht nur kurzweilig und informativ, sondern zudem auch spannend. Die Menschen hinter der Kamera bekommen ein Gesicht und erzählen unaufdringlich von ihren Hoffnungen und Träumen.
