Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 30.5.
- Die wilde Zeit
- 30.5.
- Hangover 3
- 30.5.
- The Big Wedding
- 30.5.
- To The Wonder
- 6.6.
- After Earth
- 6.6.
- Before Midnight
- 6.6.
- Das wundersame Leben ...
- 6.6.
- Snitch - Ein riskanter Deal
- Zu den Kinostarts
Malcolm X
|
Regie
Spike Lee
Drehbuch
Alex Haley, Malcolm X
Produzenten
Spike Lee, Marvin Worth, Ahmed Murad
Genre Biopic FSK 12 Filmlänge 201 min Land USA Kinostart 04.03.1993 DVD-Start 28.11.1997 Verleih Tobis |
Story
Ein Kleinkrimineller, ein Knastbruder, ein gläubiger Muslim, ein Rassist, ein Kämpfer für ein friedliches Miteinander der Volksgruppen in Amerika: Dies alles war der bekannte Aktivist Malcolm Little X. Von klein auf erlebte der Afroamerikaner den Rassismus am eigenen Leib. Er versuchte sich als Dieb und Zuhälter bis ihn ein jahrelanger Gefängnisaufenthalt zum Islam brachten und er sich der „Nation of Islam" anschloss. Wieder draußen wurde Malcolm die Stimme dieser Vereinigung. Er predigte Hass und eine strikte Rassentrennung bis er die verwerfliche Entwicklungen in der „Nation of Islam“ erkannte und mit ihr brach. Eine Pilgerreise brachte ihm neue Wahrheiten und eine neue Sicht der Rassenfrage. Dies ist seine Geschichte.
Schauspieler
Denzel Washington, Angela Bassett, Albert Hall, Al Freeman Jr., Delroy Lindo, Spike Lee, Theresa Randle, Kate Vernon
Filmkritik von Melanie Frommholz
Malcolm X, ein Mann mit vielen Facetten, der sich in seinem Leben oft gewandelt hat. Ein Mann, der die Größe besaß seinen Standpunkt zu ändern, als er erkannte, dass er sich verrannt hatte. Regisseur Spike Lee, selbst in einer kleinen Rolle auch vor der Kamera zu sehen, setzt der historisch bedeutenden Persönlichkeit ein filmisches Drei-Stunden-Denkmal. Zusammen mit einem wieder gewohnt sehr überzeugenden Denzel Washington versucht er nicht nur alle Lebensabschnitte des Bürgerrechtlers einzufangen, sondern auch die Persönlichkeit von Malcolm abzubilden. Ein detailverliebter, überlanger Ausflug in eine Zeit, als Amerika von Rassenunruhen gebeutelt wurde und das Land kurz vor einer Katastrophe stand. Lee hatte sein Ziel, dem für die afroamerikanische Bewegung wichtigen Mann ein visuelles Andenken zu schaffen, fest im Blick, den Unterhaltungswert für den Zuschauer ließ er dabei aber außer Acht. Zermürbend langsam schleppt sich die Handlung dahin und lässt über weite Strecken eine echten Spannungsbogen vermissen. So ist „Malcolm X“ sicherlich ein authentischer Blick in das Leben dieser spannenden Persönlichkeit, gepackt wird man von der Geschichte jedoch nicht.
Malcolm X wurde am 21. Februar 1965 bei einem Vortrag erschossen.

