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Papillon
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Regie
Franklin J. Schaffner
Drehbuch
Dalton Trumbo, Lorenzo Semple Jr.
Produzenten
Robert Dorfman, Franklin J. Schaffner
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 144 min Land USA Kinostart 20.12.1973 DVD-Start 05.12.2000 Verleih Columbia TriStar |
Story
Henri Charriére wird in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in Frankreich unschuldig wegen Mordes verurteilt und nach Französisch-Guyana deportiert. Henri wird nur Papillon genannt, da auf seine Brust ein Schmetterling, das Zeichen für Freiheit, tätowiert ist. Die scheint allerdings erstmal für lange Zeit verloren. Auch der Betrüger Louis Dega kommt mit Papillon in Haft, er hofft allerdings, bald von seiner Frau und seinem Anwalt freigekauft zu werden - Geld ist durch seine Betrügereien mehr als genug vorhanden. Beide werden zu schwerem Arbeitsdienst eingesetzt und schließen ein Abkommen. Von Anfang an denkt Papillon nur an Flucht und Dega soll ihm die finanziellen Mittel zur Fluchtvorbereitung stellen. Im Gegenzug bietet er dem kurzsichtigen und schmächtigen Mann Schutz vor Übergriffen anderer Gefangener. Ein erster Fluchtversuch Papillons scheitert allerdings und er wird zu zwei Jahren Einzelhaft verurteilt. Als Dega seinem Beschützer eine Kokosnuss zukommen lässt und diese von den Bewachern entdeckt wird, muss Papillon in Dunkelhaft, denn er ist nicht gewillt, Dega zu verraten. In der Dunkelhaft wird Papillon fast verrückt, er ernährt sich von Schaben, magert ab, doch trotz allem gibt es für ihn nur einen Gedanken: Flucht! Als er nach zwei Jahren aus der Dunkelhaft freikommt, trifft er im Hospital weitere Gefangene, die mit ihm zusammen fliehen wollen. Und tatsächlich gelingt diesmal die Flucht von der Teufelsinsel - doch das ist noch lange nicht das Ende!
Schauspieler
Steve McQueen, Dustin Hoffman, Woodrow Parfrey, Robert Deman, Anthony Zerbe, Victor Jory, Don Gordon, Bill Mumy, George Coulouris
Filmkritik von Stefanie Rufle
Mit "Papillon", der auf dem autobiographischen Roman Henri Charrières basiert, inszenierte Franklin J. Schaffner ("Planet der Affen") keinen Gefängnis-Film im engeren Sinn. Im Zentrum dieses Films steht die Beziehung zwischen Papillon und Dega, die zunächst nur eine Zweckverbindung ist, aus der aber nach und nach eine tiefe Freundschaft entsteht. Für Steve McQueen und Dustin Hoffman sind das wahre Glanzrollen, beide zeichnet hier ein eher zurückhaltendes und leises Spiel aus. Besonders beeindruckend spiegelt McQueen den unbändigen und verzweifelten Drang nach Freiheit Papillons wider, der nicht bereit ist aufzugeben und so auch die zwei Jahre Dunkelhaft übersteht. Furchtbar beklemmend wirkt hierbei der gewollte Kontrast zwischen der Dunkelheit und Begrenztheit der Einzelhaft und der sonnendurchfluteten Stimmung der Insel und der Unendlichkeit des Meeres. "Papillon" ist eine meisterhafte Inszenierung der Erlebnisse Charrières, wobei zu vermuten ist, das Dega eine fiktive Figur ist. Regisseur Franklin J. Schaffner hat einen unvergesslichen, zutiefst beeindruckenden Film mit großartigen Darstellern und berührenden Aufnahmen geschaffen - ein Klassiker!
