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Arrietty - Die wundersame Welt der Borger
Kari-gurashi no Arietti
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Regie
Hiromasa Yonebayashi
Drehbuch
Hayao Miyazaki, Keiko Niwa,
Produzent
Toshio Suzuki
Genre Zeichentrick FSK 0 Filmlänge 94 min Land Japan Kinostart 02.06.2011 DVD-Start 11.11.2011 Verleih Universum Film |
Story
Arrietty ist ein lebensfrohes Mädchen, das mit seinen Eltern beschaulich im Grünen lebt und ein gemütliches Zuhause hat. Das Besondere an ihr und ihren Eltern? Sie sind nur knappe 12 Zentimeter groß und verdienen sich ihren Lebensunterhalt als „Borger“. Sie borgen sich alles, was sie zum Leben benötigen von den Menschen und wohnen unentdeckt in deren Häusern. Das Schlimmste, was einem Borger passieren kann, ist von einem Menschen gesehen zu werden. Doch Arrietty ist einfach zu neugierig und so wird sie eines Tages von dem Menschenjungen Sho entdeckt, der zu Besuch bei seiner Großmutter ist, in deren Keller Arriettys Familie lebt. Sho ist schwer krank und soll sich in der Abgeschiedenheit des schönen Hauses erholen. Gegen alle Regeln freundet sich Arrietty mit dem Jungen an und bringt damit sich und ihre ganze Familie in große Gefahr.
Schauspieler
Synchronsprecher (japanisches Original):, Mirai Shida, Ryûnosuke Kamiki, Shinobu Ohtake, Keiko Takeshita, Tatsuya Fujiwara, Tomokazu Miura, Kirin Kiki
Filmkritik von Melanie Frommholz
Nicht nur im englischsprachlichen Raum auch in Japan sind die Geschichten der „Borger“ und der aufgeweckten Arrietty der britischen Kinderbuchautorin Mary Norton bekannt und beliebt. Grund genug für den japanischen Walt Disney und OSCAR Preisträger („Chihiros Reise ins Zauberland“) Hayao Miyazaki sich der Geschichten anzunehmen und daraus zusammen mit Keiko Niwa ein Drehbuch zu machen, das die Grundlage für diesen bezaubernden Kinderfilm ist. Die Regie überließ die japanische Zeichentricklegende dem Regiedebütanten Hiromasa Yonebayashi. Liebevolle und detailreiche Zeichnungen im klassischen Animestil entführen uns auf ganz wunderbare Art und Weise in Arriettys Miniaturwelt und machen den Film optisch durchweg zu einem echten Erlebnis. Hier werden Briefmarken zu Bildern, Nägel zu Treppenstufen und Stecknadeln zu Schwertern. Das Ganze ist ein farbenprächtiger Rausch, bei dem es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt und der mit stimmungsvoller Musik unterlegt ist. Inhaltlich erzählt „Arrietty – Die wundersame Welt der Borger“ von einer ungewöhnlichen Freundschaft und dem Wert des Lebens und ist nicht nur für die Kleinen etwas, sondern sicherlich auch ein Film für die ganze Familie. Die Figuren sind dabei genauso liebevoll gezeichnet wie die Umgebung. Nur die Motive der als „böse“ eingeführten Haushälterin bleiben weitestgehend im Dunkeln. Dies und der Umstand, dass die Geschichte endet, wenn das große Abenteuer vermeintlich erst losgeht, sind die einzigen Kritikpunkte an einem ansonsten märchenhaft-schönen Zeichentrickstreifen, der dazu einlädt, ganz in seine Welt der kleinen Dinge einzutauchen.
Das Drehbuch basiert auf der Romanreihe „Die Borger“ von der britischen Kinderbuchautorin Mary Norton. 
