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Nordwand
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Regie
Philipp Stölzl
Drehbuch
Christoph Silber, Philipp Stölzl, Rupert Henning, Johannes Naber
Produzenten
Danny Krausz, Boris Schönfelder, Gerd Huber, Kurt Stocker, Benjamin Herrmann, Rudolf Santschi, Isabelle Welter
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 121 min Land Deutschland, Österreich, Schweiz Kinostart 23.10.2008 DVD-Start 24.04.2009 Blu-ray-Start 24.04.2009 Verleih Majestic Film |
Story
1936: Die Eiger Nordwand, gelegen in den Berner Alpen, gilt unter Bergsteigern als letzte große Herausforderung. Bislang ist es noch niemandem gelungen die Spitze zu erklimmen, weshalb es passionierten Kletterern aus der Schweiz, Österreich und Deutschland unter den Nägeln brennt: Jeder will der erste sein und doch ist die Erfurcht vor einer Besteigung immens. Auch im fernen Berlin fiebert man angesichts der kommenden Olympischen Spiele großen Schlagzeilen entgegen. Luise, Volontärin einer Berliner Zeitung, wittert ihre erste große Titelstory und bittet ihre beiden Jugendfreunde und begeisterten Bergsteiger, die Eiger-Nordwand zu erklimmen. Nach anfänglichen Bedenken entscheiden sich Toni und Andi dazu, einen Besteigungsversuch zu wagen. Zusammen mit einigen anderen lebensmüden Kletterern schlagen sie schließlich am Fuße der Felswand ihr Quartier auf und warten auf gute Wetterbedingungen. In einer sternenklaren Nacht machen sich Toni und Andi tatsächlich auf den Weg, um ihr letztes großes Abenteuer anzutreten…
Schauspieler
Benno Fürmann, Johanna Wokalek, Florian Lukas, Ulrich Tukur, Georg Friedrich, Simon Schwarz, Erwin Steinhauer, Erwin Steinhauer, Branko Samarovski, Petra Morzé, Hanspeter Müller, Peter Zumstein
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Nordwand“ beschert uns Regisseur Philipp Stölzl ein packendes und zudem sehr berührendes Drama. Vor allem die Anmerkung „Beruht auf einer wahren Begebenheit“ sorgt für ein eindringliches Gefühl der Betroffenheit. „Nordwand“ erzählt die Geschichte von zwei mutigen Männern, die für ihre Leidenschaft, das Klettern, alles gaben und nebenbei eine anrührende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Ideale.
Neben den drei Hauptdarstellern Benno Fürmann, Florian Lukas und Johanna Wokalek, kommt der Eiger-Nordwand selbst die vierte große Rolle in dem historischen Drama zu. Eindrucksvoll setzt Stölzel die 1.650 Meter hohe Nordwand in den Berner Alpen in Szene. Schnell vermitteln die Bilder von der grauen Felswand ein unbehagliches Gefühl. Gefährlich und kalt klafft die Nordwand viele Meter hoch in den Himmel, ist mal von dicken Wolken und frostigen Schneestürmen umgeben, mal von Sonnenschein und brennender Hitze. Heute führen rund 30 Routen zur Spitze, der Besteigungsrekord liegt bei 2 Stunden und 48 Minuten. 1936 hingegen galt die Eiger-Nordwand als „letztes Problem der Nordalpen“ und zog leidenschaftliche, aber auch lebensmüde Kletterer aus der Schweiz, Österreich und Deutschland an. Die Erstbesteigung gelang letztlich in drei Tagen. Bevor die Eiger-Spitze jedoch erstmals von menschlichem Fuße betreten wurde, verloren einige Männer ihr Leben bei dem wagemutigen Vorhaben, die Wand zu bezwingen. Als einer der tragischsten Fälle ging der Besteigungsversuch von Toni Kurz und Andreas Hinterstoisser in die Geschichte ein. „Nordwand“ erzählt mitreißend und eindrucksvoll von den tragischen Ereignissen, die sich so – oder so ähnlich – 1936 an der Wand zugetragen haben. Immer wieder hat man das Gefühl, Zeuge von sehr intimen Momenten zu werden, wodurch „Nordwand“ stark ans Herz geht und dort auch nach dem Abspann noch seine Spuren hinterlässt.
„Nordwand“ ist großes deutsches Kino - spannend, berührend und fabelhaft inszeniert!
Ulrich Tukur komponierte und sang eigens für den Film den Schlager "Immer ran".