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Das Rotkäppchen-Ultimatum
Hoodwinked Too! Hood vs. Evil
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Regie
Mike Disa
Drehbuch
Cory Edwards, Tony Leech, Todd Edwards, Mike Disa
Produzenten
Joan Collins Carey, Maurice Kanbar
Genre Animation FSK 6 Filmlänge 86 min Land USA Kinostart 21.07.2011 DVD-Start 01.12.2011 Blu-ray-Start 01.12.2011 Verleih Kinowelt |
Story
Eigentlich sollte Rotkäppchen ihre Nahkampfausbildung absolvieren, als ihr ein wichtiger Auftrag dazwischenkommt: Star-Ermittler Nicky Flippers berichtet von einem grausamen Verbrechen im Märchenwald. Eine böse Hexe hat Hänsel und Gretel gefangengenommen und steht kurz davor die zwei Kinder zu verspeisen. Sonnenklar – das ist ein Fall für Happy-End-Agentur, zu der neben Rotkäppchen noch der nur halb so böse Wolf, die gerissene Großmutter und der schnell quasselnde Twichty gehören.
Bald schon gerät die ganze Mission schon aus dem Ruder. Spätestens mit der Entführung von Großmutter hört nicht nur für Rotkäppchen der Spaß auf. Das Einsatzteam rückt aus, um der Kidnapperin das Handwerk zu legen…
Schauspieler
Synchronsprecher (englisches Original), Glenn Close, Hayden Panettiere, Cheech Marin, Patrick Warburton, Joan Cusack, Bill Hader, David Ogden Stiers, Amy Poehler, Cory Edwards, Martin Short, Andy Dick
Filmkritik von Kathrin Lang
Bereits 2006 wurde der Märchenwald der Gebrüder Grimm mit „Die Rotkäppchen-Verschwörung“ ordentlich auf den Kopf gestellt. Die Idee, die gängigen Rollen von Rotkäppchen, der Großmutter und dem bösen Wolf vollkommen auf den Kopf zu stellen, war eine zweifelsfrei clevere der Regisseure und Drehbuchautoren Cory und Todd Edwards. Selbst wenn das Unterhaltungsrad am Schluss nicht völlig rund lief, gestaltet sich „Die Rotkäppchen-Verschwörung“ doch als gut unterhaltender Animationsfilm mit lustiger Storyidee. 2011, gute fünf Jahre später, nimmt nun Mike Disa auf dem Regiestuhl Platz, um uns mit „Das Rotkäppchen-Ultimatum“ die Fortsetzung zu präsentieren. Anstatt das ohnehin schon ausbaufähige Konzept seiner Vorgänger schlüssig weiterzuentwickeln, macht er mit dem zweiten Teil, rund um die etwas andere Märchengeschichte, jedoch einen guten Schritt zurück.
„Das Rotkäppchen-Ultimatum“ greift die clevere Storyidee seines Vorgängers zwar auf, überfrachtet das Gesamtkonzept jedoch heillos. Entlang mehrerer Erzählstränge entspinnt sich ein zunehmend wirreres und zusammenhangsloses Storykonzept. Während einzelne Episoden in sich zwar ganz gut und lustig funktionieren, gelingt es „Das Rotkäppchen-Ultimatum“ letztendlich nicht, alle Fäden am Schluss stimmig zusammenzuführen. Der berühmt berüchtigte rote Faden scheint Mike Disa ein Fremdwort zu sein, weshalb er und seine drei Co-Autoren auch zunehmend weniger dazu in der Lage sind, den Zuschauer für sich zu gewinnen und mit ihrer Fortsetzung zu begeistern. Leider wirkt sich diese Unentschlossenheit nicht nur negativ auf den Erzählfluss aus, sondern auch auf das Gagfeuerwerk. Ein One-Liner jagt den Nächsten - wirklich Lachen kann man jedoch kaum. Die unzähligen Anspielungen auf andere Filme wirken wahllos, häufig deplatziert und in letzter Konsequenz unlustig.
Gänzlich außer Frage steht zudem, dass „Das Rotkäppchen-Ultimatum“ in Sachen Animation nicht mit den großen Animationsschmieden mithalten kann. Ganz nett mag das alles aussehen, lässt sich jedoch nicht einmal ansatzweise mit Pixar, DreamWorks und Co. vergleichen. Der 3D-Überzug ist zudem gänzlich überflüssig, da die Effekte an keiner Stelle herausragend zum Vorschein kommen. Letztlich macht die 3D-Variante „Das Rotkäppchen-Ultimatum“ an der Kinokasse nur unnötig teuer, was dem Animationsfilm letztlich auch das Genick schon vor Filmbeginn brechen könnte.
Wissenswertes
Die Reihe umfasst folgende Filme:
Die Rotkäppchen-Verschwörung
Das Rotkäppchen-Ultimatum
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